Ciao Calotta

Mäuserich sucht Mäusin

Karle sitzt auf seinem Lieblingsplatz an der nördlichen Seite des Schlosses. Es hat wieder etwas geschneit. “Ach, wie still und ruhig es ist” seufzt Karle. Sein kleiner Mund formt sich zu einer Schnute. “Tzzzzz, was soll ich nur machen. Mir ist so langweilig. Im Garten vom Schloss spaziert kein Mensch.”

“Das Schloss schauen sich viele Leute an , aber ich kenn es in und auswendig.”

Ganz in sich zusammengesunkten sitzt Karle da und kaut gelangweilt auf einem Sonnenblumenkern, den irgend ein Vogel im Flug verloren hat, herum.

“Wenn ich jemanden hätte, dem ich alles zeigen und für den ich sorgen könnte, ja das wäre schön.” Karle fängt an zu träumen:

“Graues, weiches Fell sollte sie haben, einen süssen kleinen Mund dunkle, lebendige Kulleraugen. Abenteuerlustig sollte sie sein und genau so verschmust wie ich. Was wäre das schön, wenn wir zusammen ein Stück Käse ergatterten und es in unserem Zuhause verspeisen würden.”

Ihm wird ganz warm um’s Herz.

Karle dreht sich um. “Hoffentlich habe ich das nicht laut gesagt. Nein, es ist keiner da, wie auch. Die Tiere sind in ihrem Bau bei ihren Familien und manche davon machen auch Winterschlaf und die meisten Vögel sind im Süden und kommen erst wieder, wenn es wärmer wird.”

“Nur ich bin allein”, denkt Karle und ein tiefes Seufzen steigt aus seiner Brust.

“Karle, Kaaaaaaaaaaarle, wo bist du denn?”

Ist das nicht die Stimme von Johann, dem Kammerdiener? “Ich komme schon, was gibt es denn?” ruft Karle zurück.

“Heute kamen doch Leute aus Potsdam und stell dir vor was die in ihrem modernen Autobus hatten?”

Hinter seinem Rücken holte Johann eine kleine weisse Schachtel mit ganz vielen Löchern hervor. “Für dich Karle”, sagt Johann. Karle wird ganz rot und sagt beschämt “Danke Johann”. “Was ist das?” fragt Karle. “Das ist kein Das, das ist eine Die und wir haben sie Sophie genannt.”

Ein kleines Stupsnäschen schaut aus einem der Löcher heraus und man sieht auch richtig feuerige, dunkle Kulleraugen.

“Lasst ihr mich jetzt endlich raus?”, piepste eine wunderschöne Stimme. “Soll ich?” fragt Johann den verblüfft ausehenden Karle. “Aa, Aaaber ja doch”, sagt Karle schnell.

Ja, so habe ich sie mir vorgestellt. So sollte sie aussehen, meine Mäusin. Und der Name Sophie, passt zu ihr. Edel, hübsch und anmutig, wie eine Mäuseprinzessin.

Eure

Sabine

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Dieser Beitrag wurde am Montag, 25. Januar 2010 um 23:22 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Karle die Schlossmaus abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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2 Kommentare »

  1. Eine sehr schöne Geschichte und ich musste eben spontan ein langes “Ohhhh” von mir geben, weil ich das Ende so herzlich finde.

    Kommentar: Raoul – 08. Februar 2010 @ 14:13

  2. Ja…die Geschichte ist wirklich entzückend! Ich bin irgendwie durch Twitter hier auf die Site gekommen und bin hängen geblieben. Aber jetzt sollte ich weiter arbeiten…. LG Mathilda

    Kommentar: Mathilda – 17. Februar 2010 @ 14:32

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