Kann sich das Wetter heute mal entscheiden?
Sonnenschein, Hüpf vor Freude und gleich wieder einen Dämpfer mit Schneeflocken .
Kurzum wir gehen Geocachen.
Gini, Gini’s Frauchen und Herrchen und wir, Frauchen und ich, die Tessa beschließen das.
Mein Herrchen ist über’s Wochenende in Hamburg bei seinen Jungens und ist leider nicht dabei.
Heute Abend kommt er aber wieder. Freu, Wedel, Wedel, ich kann es kaum erwarten bis er wieder da ist. Ich glaube meinem Frauchen geht es genauso. Sie hat so einen gewissen Blick, wenn von ihm gesprochen wird. Genauso wie ich, bevor Frauchen mir einen leckeren Fleischknochen gibt.
Wir fahren mit dem Auto nach Weinsberg. Dort haben wir uns ein paar Caches rausgesucht. Es sind zwar nur 11 km bis dort hin, aber wir laufen nachher noch genug, sagt Frauchen. Wir sind halt heute Weicheier!
Endlich haben wir den Parkplatz erreicht und sehen schon die Burg Weibertreu. Noch ein Stückchen etwa 300 m, die es in sich haben, und wir stehen vor dem Tor. Was sind die Alle am keuchen. Mir macht das gar nichts aus, aber ich geb ja zu “so ohne” ist der Weg nicht.
Die armen Weiber von Weinsberg. Frauchen hat uns im Auto die Geschichte von ihnen vorgelesen. Die Frauen haben wirklich ihre Männer getragen. Oh Mann,wenn ich das höre, bleib ich lieber ein Single.
Aber Oben auf der Burg ist es wunderschön und auch bei den Anderen ist die Aufsteigerei mit viel “Motz” und “Stöhn” vergessen. Viel steht ja nicht da von der Burg, aber Frauchen sagt, es sei ja auch eine Ruine.
An den Spuren berümter Leuter gehen wir entlang, ihre Namen sind in die Burgwand gemeiselt und ein paar Noten zu einem Lied “Ku-kuk auch . Ich darf auch wieder auf der Mauer entlang tippeln, wie auf einem Laufsteg. “Du bist aber mutig, sagt Frauchen”, und mit erhobener Rute stolziere ich weiter.
Gini will nicht auf der Mauer spazieren. Sie ist nämlich nicht schwindelfrei. Sie weiss gar nicht was ihr entgeht. So ein toller Ausblick.
Die vielen Stufen den Burgweg hinunter sind wir schnell gegangen. Jetzt müssen wir um die Burg rum, vorbei an vielen Rebstöcken. Ist ja auch der Wein- und Rosenrundweg, kein Wunder. Auf dem Weg sind ein paar Caches versteckt, die wollen wir ja loggen . Gell, ich drücke mich richtig gelehrt aus.
Schnell haben wir auch alle Caches gefunden. Immerhin 4 Stück.
Noch schnell am Römerbad vorbei, da ist noch ein Micro-cache.
Bad? Hat das was mit baden zu tun? Das mag ich nämlich gar nicht.
“Nacher gibt es ein Tässchen Earl Grey für mich und ein feines Bad für Tessa”, sagt Frauchen. Ich tue einfach so als hätte ich das Wort “Bad” nicht gehört. Aber das ist erst Nachher. Jetzt lass ich mich erstmal vom Auto in ein kurzes Nickerchen schaukeln.
Eure
Eine kleine Geschichte auf die ich gestossen bin und einfach entzückend wahr finde.
http://www.kinderhort-kaufbeuren.de/neue%20hp/funhumor.htm
Neulich im Kindergarten ……
Ein kleiner Junge hatte beim Stiefel anziehen Probleme und so kniete ich
mich nieder, um ihm dabei zu helfen. Mit gemeinsamem Stoßen, Ziehen
und Zerren gelang es, zuerst den einen und schließlich auch noch den
zweiten Stiefel anzuziehen.
Als der Kleine sagte: ,,Die Stiefel sind ja am falschen Fuß!” schluckte ich
meinen Anflug von Ärger runter und schaute ungläubig auf die Füße des
Kleinen. Aber es war so; links und rechts waren tatsächlich vertauscht.
Nun war es für mich ebenso mühsam wie beim ersten Mal, die Stiefel
wieder abzustreifen. Es gelang mir aber, meine Fassung zu bewahren,
während wir die Stiefel tauschten und dann gemeinsam wieder anzogen,
ebenfalls wieder unter heftigem Zerren und Z iehen.
Als das Werk vollbracht war, sagte der Kleine: ,, Das sind nicht meine
Stiefel!”
Dies verursachte in meinem lnneren eine neuerliche, und bereits
deutlichere Welle von Ärger und ich biss mir heftig auf die Zunge, damit
das hässliche Wort, das darauf gelegen hatte, nicht meinem Mund
entschlüpfte. So sagte ich lediglich: ,,Warum sagst du das erst jetzt?”
Meinem Schicksal ergeben kniete ich mich nieder und zerfte abermals
an den widerspenstigen Stiefeln, bis sie wieder ausgezogen waren. Da
erklärte der Kleine deutlicher: ,,Dass sind nicht meine Stiefel, denn sie
gehören meinem Bruder. Aber meine Mutter hat gesagt, ich muss sie
heute anziehen. Weil es so kalt ist!”
In diesem Moment wusste ich nicht mehr, ob ich laut schreien oder still
weinen sollte. lch nahm nochmals meine ganze Selbstbeherrschung
zusammen und stieß, schob und zerfte die blöden Stiefel wieder an die
kleinen Füße.
Fertig!
Dann fragte ich den Jungen erleichtert:,, Okay, und wo sind deine
Handschuhe?”
Worauf er antwortete: “lch hab sie vorn in die Stiefel gesteck!!
Eure
Zufällig gefunden. Ich find ihn zum schieflachen.
Eine der zentralen Masken- Figuren der Commedia dell`arte . Ein venezianischer Kaufmann, aus -pianta leone- einer Spottbezeichnung für eben jenen Berufsstand abgeleitet.
Er hat bis dahin in aller Welt Handel getrieben und die Löwenfahne des heiligen Markus gehißt, mit dem wirtschaftlichen Niedergang Venedigs aber in der Rezession geraten war und nun als Ersatz mit der Eroberung wilder Küstenstriche und kleiner unbewohnter Eiländer vorlieb nehmen mußte, um weiter von großen Taten berichten und der Signora imponieren zu können.
Ein etwas älterer Herr, in Würde und Ansehen, respektabel, kraftvoll, später meist kränklich, vom Zipperlein geplagt, hinkend. stöhnend, von Magenbeschwerden gequält, sich plötzlich ins Kreuz greifend, um sofort wieder die elegante und grazil gemeinte Pose zu suchen, sobald ein hübsches Frauenzimmer an ihm vorbeiläuft.
Er ist mal Junggeselle, Witwer aber auch verheiratet, bei jungem Weib ist oft die Gefahr, von jüngeren Liebhabern Hörner aufgesetzt zu bekommen.
Als Vater einer ins Heiratsalter geratenen Tochter immer misstrauisch und streng , und wird doch hinters Licht geführt.
Knausrig und geldgierig, hält er sich allen anderen überlegen.
Eure
Drei Zwerglein läuten den Frühling ein
Mit weissen und gelben Glöcklein fein,
Drei Elfen tanzen im Sonnenlicht,
Lauschen, was der Märzwind spricht.
Kommt der Käfermann vor sein Haus,
Putzt sich die Brillengläser aus:
«Was fangt ihr da für Spektakel an,
Dass unsereins nimmer schlafen kann?
Ei – da guckt ja ein Veilchen herfür!»
Schleunig kehrt er sich gegen die Tür:
«Alte! Hab’ ich’s nicht immer gesagt?
Hurtig die Läden auf, es tagt!»
Wupp! Schon schlüpft sie durchs enge Loch,
Hinter ihr her drei Nachbarn noch.
Alle fünf tun vor Freude dumm,
Laufen wie närrisch im Kreis herum,
Tollen und überkugeln sich satt,
Bis einer ein Beinchen zu wenig hat.
Frau Ameise fängt nebenan
Just ihren Bau zu flicken an;
Der Käfersippe von je nicht grün,
Beeilt sie sich, giftig loszuziehn:
«Dies vornehme Pack – man ärgert sich schwer –
Weiss nicht, dass Kisten und Kammern leer,
Faulenzt schon am ersten lieben Tag,
Mich wundert’s, wie das noch kommen mag!»
Hoch im Apfelbaum sonnt sich ein Fink.
«Pinke – pink! Pinke pink!»
Der Kurier ist schon abgesandt,
Er holt mir mein Weibchen aus Mohrenland.
Spatzen und Stare lärmen laut:
«Kommt alles, wie wir’s vorausgeschaut!
Gestern der Schlehdorn, der Kirschbaum morgen –
Fahrt immer dahin, ihr dämlichen Sorgen!»
Professor Rabe, weiss nicht warum,
Denkt heut’ auch nicht ans Studium.
«Wissen soll’s nun mal jedermann,
Dass unsereiner auch singen kann!
Globu! Kraha! Das klang aber fein!
Übers Jahr werd’ ich bei der Oper sein.»
Der Winter hockt am Schattenrain,
Stopft sein Stummelpfeifchen sich ein,
Tut erst, als ging’ ihn alles nichts an –
Aber schon fängt er zu laufen an:
Hopphopphopp! Über Stock und Stein!
Ein Schmetterling gaukelt hinter ihm drein.
Alfred Huggenberger