Ciao Calotta

Liebe

Donnerstag, 29. April 2010 von Ciao Calotta

Als seien wir

Pure Lebensfreude

funkelt aus deinen Augen,

als unser Lächeln eins wurde

und uns über die

Grenzen des Alltags trug,

als seien wir

leicht wie Luft,

leicht wie ein

ungedachter Gedanke,

leicht wie ein wirklicher

werdender Traum.

Hans Kruppa

Charlie Chaplins Weisheit

Freitag, 16. April 2010 von Ciao Calotta


Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man „REIFE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
aber heute weiß ich, das ist „SELBSTLIEBE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und nenne es „BEWUSSTHEIT“.

Als ich mich zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute „HERZENSWEISHEIT“.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN !

Charlie Chaplin
an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959

Zeitläufte – Der Hutsalon

Sonntag, 11. April 2010 von Ciao Calotta

Am Hofe werde ich Madam Claire genannt.

Ich kreire Hüte nach dem neusten Schrei und alle lieben und schätzen meine Hutcreationen. Mein Salon ist mitten in der Stadt unter den Arkaden am Marktplatz. Die Pacht ist sehr hoch, es ist eben eine teure Gegend. Aber es hat sich gelohnt. An Markttagen habe ich bis zu 10 Kunden.

In einer früheren Zeit, als ich noch am Hofe als Näherin arbeitete, nannte man mich Christine. Aber die Zeiten ändern sich, Gott sei Dank. Heute zähle ich zu einer der angesehendsten Frauen der Stadt.

Gerade bin ich mit ein paar neuen Modellen fertig geworden.

Diese Creation in verruchtem Rot bestellte Signora Praeti. Trés chic. Ihre Freunde nennen sie Julietta.

Sie ist eine, na sie wissen schon, Halbweltdame.

Sie verdankt ihren Ruf dem Umstande, dass Sie in Wien von Kaiserin Maria Theresia, wegen ihrer Buhlerei fortgewiesen wurde, und dem Marquise Sanvitiali aus Parma, oder vielmehr hunderttausend Goldstücken, die er für ihre Gunst bezahlte.

Dieses ausergewöhnliche Hütchen, geschmückt mit kleinen, roten Röschen, kleinen Vögelchen und einem roten Federbusch, wurde schon mit 30 Goldstücken für sie von einem Verehrer bezahlt.

Das Hütchen wird der Signora mit ihrer schwarzen Lockenpracht wunderbar stehen. Sie ist ja auch ein wunderhübsches Persönchen mit so einer zarten, porzellanenen Haut. So eine reine Haut sieht man hier selten. Sind doch die meisten Gesichtchen der Damen durch Pockennarben gekennzeichnet.

War es der junge Comte Giovanelli oder der Graf Sparda, der das Hütchen bezahlte? Egal – bezahlt ist bezahlt. Was kümmert mich das wetteifern der jungen Herrn, wenn die Goldstücke in meinem Beutel klimpern.

Oh, da ist ja auch der neue Jagdhut des Markgrafen.

Ein prächtiger schwarzer Filzhut mit kostbaren Silberborten, edlen langen Goldfasanen- und Straußenfedern. Verziert mit einer samtenen Rosette und einem handbemalte Medallion, auf dem ein Hirsch zu sehen ist. Wie hieß doch gleich die Malerin? Genau, Ludovike Simanowiz.

Alles teurer Schnickschnack für einen Jagdhut, aber wenn der Herr Markraf das so möchte muß es so sein.

Der tolle Herr Margraf soll um seine Gemahlin mal wieder zu ärgern, auf der Schloßrampe in den Speisesaal geritten sein. Man stelle sich vor: Dort habe er sein Pferd auf den Tisch geführt, um Reiterkunststücke aufzuführen. Die Markgräfin speiste gerade mit Gästen aus Ludwigsburg und dem Hof. Reihenweisen sind die Damen in Ohnmacht gefallen und die Herren waren damit beschäftigt, den Damen frische Luft zuzufächeln. Für den Einen oder Anderen eine bestimmt angenehme Art seiner Lieblingsdame näher zu kommen.

Aber zurück zum Markgrafen. Den tollen Markgraf nennt man ihn auch, wegen seiner amorösen Abenteuern, seinen derben Späßen, aber auch weil er sich dem Ausbau der Dörfer sowie der Entwicklung von Land- und Forstwirtschaft widmet. Er ist bestrebt die Lebensverhältnisse zu verbessern, sagt man. Seine Untertanen danken es ihm jedenfalls mit Fleiss, Gehorsam und pünktlichem zahlen ihrer Steuern.
Wirklich ein toller Mann, meine Verehrung Herr Markgraf.

Oje, jetzt hätte ich fast meinen dringendsten Auftrag vor lauter plappern vergessen. Ganz fertig ist er noch nicht. Um 11 Uhr beehrt mich die Marquise Saint Saes und möchte diesen Traum von Hut abholen.

Noch ein Schleifchen hier, und noch eins da und alle natürlich in rosa, ihrer Lieblingsfarbe.

Sie liebt Schleifchen und Rüschen, die schöne Maitresse-en-titre. Und alles muss aus einzigartigen Seiden- oder Brokatstoffe sein. Nur vom Feinsten. Je exotischer desto besser.

Man stelle sich vor, Madame besitzt sechs Mäuse, welche sie vor eine kleine Kutsche schirrt. Doch diese waren so ungezogen und bissen in Madames schöne Hände.

Diese Woche hat sie seine Durchlaucht nicht zur Jagd begleitet, weil sie anscheinend wegen dem Vorfall mit den Mäusen, schlecht Laune hatte. Um ihre Laune zu bessern, ließ seine Durchlaucht, natürlich durch die Marquise Saint Saes, dieses entzückende rosa Sonnenhütchen anfertigen. Auch ich bin fertig mit der Ausschmückung.

Geich ist es 10 Uhr. Nun muß ich mich aber sputen. Es ist Zeit den Salon zu öffnen. Meine Kunden können sehr ungeduldig werden und das  kann ich mir nicht leisten.

Wenn ich sie verärgere, bin ich morgen vielleicht schon wieder ein Niemand.

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