by Ciao Calotta | Februar 4, 2011 1:24 pm
Nun habe ich es endlich geschafft.
Ich habe meine Abschlussarbeit „Psychologischer Berater“ geboren. Die Geburt verlief relativ unkompliziert. Mein Geburtshelfer, der Doktor, hatte mich gut darauf vorbereitet. Nochmals „Danke, Doc“.
Die letzten Wochen des Fernstudiums waren hart, so wie halt die letzten Wochen bei einer Schwangerschaft auch verlaufen. Zwei Jahre sind eine lange Zeit. Immer schwerer fällt das morgentliche Aufstehen zur Arbeit und das bisschen Haushalt.
Aber mein Hauptproblem war die Abschlussarbeit. Mir wollte einfach kein Thema einfallen.
Was ist mir denn in letzter Zeit beruflich so aufgefallen? Meine Antwort folgte wie aus der Pistole geschossen. „Führung“ ist in der Zeitarbeit immer noch ein wenig beachtetes Gebiet. Und schon war das Thema besamt: „Führungsstile in der Dienstleistung Zeitarbeit“.
Aber was gehört alles inhaltlich dazu und wie setzte ich das Ganze um? Fragen über Fragen und selten Antworten.
Ich habe doch Wikipedia als Quelle. Was soll da schief gehen? Aber diese Seifenblase zerplatzte recht schnell. Ich stellte mal wieder fest: wer lesen kann ist im Vorteil. Ich las die Regeln durch und stellte fest, dass Wikipedia als Quelle in der Abschlussarbeit nicht anerkannt wird. Das hiess für mich „Ab zur Bücherei und zwar mit einer großen Tasche.“ Correll, Riemann, Maslow, Lewin, Tannenbaum und Schmidt, Blanchard, K. Zigarmi und P. Zigarmi begleiteten mich durch diese erste Zeit.
In den ersten Wochen war mir oft schwindelig und ich fühlte mich richtig schlecht. Kapitel für Kapitel wurde vom „Doc“ untersucht und manchmal auch verarztet.
Letzten Sonntag war es dann soweit: Die Abschlussarbeit war fertig und musste nur nur noch formatiert werden. Nun begannen die Wehen. Die Arbeit umfasste sage und schreibe 30 Seiten von nur 20 erlaubten. Das brauch ich, das brauch ich, brauch ich das wirklich? Eine schmerzvolle Zeit begann. Es wollte einfach nicht merklich kürzer werden.
Ich hab doch einen Haus-Doc vom Fach? dachte so für mich. Und da war sie „die perfekte Lösung“.
Seite für Seite verabschiedete ich mich von Schreibfehlern, unnötigem G’schreibsel und Schnick schnack.
Und heute Mittag hab ich sie dann zur Post gebracht, meine Abschlussarbeit:
„20 Seiten,
in 10 Wochen,
Papier 90 g schwer,
Deckblatt, Inhaltsverzeichnis
und Literaturnachweisen.“
Eure
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