Und nun, wenn alle Uhren schlagen,
So haben wir uns was zu sagen,
Was feierlich und hoffnungsvoll
Die ernste Stunde weihen soll.
Zuerst ein Prosit in der Runde!
Ein helles, und aus frohem Munde!
Ward nicht erreicht ein jedes Ziel,
Wir leben doch, und das ist viel.
Noch einen Blick dem alten Jahre,
Dann legt es auf die Totenbahre!
Ein neues grünt im vollen Saft!
Ihm gelte unsre ganze Kraft!
Wir fragen nicht: Was wird es bringen?
Viel lieber wollen wir es zwingen,
Daß es mit uns nach vorne treibt,
Nicht rückwärts geht, nicht stehen bleibt.
Nicht schwächlich, was sie bringt, zu tragen,
Die Zeit zu lenken, laßt uns wagen!
Dann hat es weiter nicht Gefahr.
In diesem Sinne: Prost Neujahr!
(Ludwig Thoma, 1867-1921)
Eure
Es war einmal eine Insel, wo alle verschiedenen Gefühle lebten. Das Glück, die Traurigkeit, das Wissen und all die Anderen….. auch die Liebe. Eines Tages meldete man den Gefühlen, dass die Insel sinken wird. So bereiteten sie ihre Schiffe vor und verließen die Insel. Nur die Liebe wollte bis zum letzten Moment bleiben.
Als die Insel unterging, rief sie um Hilfe. Der Reichtum war in der Nähe mit einem Luxusschiff. Die Liebe fragte ihn: Reichtum, kannst du mir helfen? – Nein, weil ich zuviel Geld und Gold auf meinem Schiff habe, so hab ich keinen Platz für dich.
Die Liebe fragte sodann den Hochmut um Hilfe, der auch in der Nähe mit seinem wunderschönen Boot vorbeifuhr. Ich kann dir nicht helfen. Du bist ganz nass, du könntest mein Schiff beschmutzen.
Als die Traurigkeit nicht weit vorbeisegelte, fragte die Liebe: Traurigkeit, las mich mit dir gehen! Oooh… Liebe, ich bin soo traurig, ich möchte besser alleine bleiben.
Auch das Glück ist weiter gefahren. Es war sooo glücklich, dass es die Liebe nicht hörte…
Und plötzlich hörte die Liebe eine Stimme: Komm, komm mit! Ich nehme dich mit. Das war ein alter Mann, der gesprochen hatte.
Die Liebe war so glücklich, so zufrieden, dass es nicht nach seinem Namen gefragt hat. Als beide auf festem Boden ankamen, ging der Alte weg. Die Liebe merkte, wie viel es dem Alten schuldete und fragte das Wissen: Wer hat mir geholfen?
Das war die Zeit, antwortete das Wissen. Die Zeit?!?, fragte die Liebe, aber warum hat die Zeit mich gerettet? Das Wissen lächelte weise und antwortete ihr:
Weil nur die Zeit verstehen kann, wie wichtig Liebe im Leben ist……
Ich lese immer wieder gerne dieses Gedicht. Leider ist der Verfasser unbekannt.
Zeit verbinde ich mit Salvatore Dali’s Bildern. Tolle Videos gibt es bei you tube über Salvatore Dali und seine Bilder.
Eure
1. Es hat sich halt eröffnet
Das himmlische Tor,
Die Engelein die kugelten
Ganz haufenweise vor.
Die Bubele die Madele,
Die schlagen Putzigagele,
Bald auf und bald unter,
Bald hin und bald her,
Bald rüber und bald nüber,
Das gefällt uns gar so sehr.
2. Drum halten wir fein stille
Und sagen kein Wort,
Sonst laufen uns die Engelein
Gleich alle wieder fort.
Die Bubele die Madele,
Die schlagen Putzigagele,
Bald auf und bald unter,
Bald hin und bald her,
Bald rüber und bald nüber,
Das gefällt uns gar so sehr.
aus dem Schwabenland
Christine hatte die Idee “Lieblingsweihnachtsgedichte”