Hier bin ich zu Hause, in Sontheim bin ich daheim

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Tessa werde ich gerufen und bin eine kleine Yorkidame und weiß, dass ich im Stadtteil Sontheim wohne.
Das hat mir Frauchen über Sontheim erzählt:

Sontheim liegt im Neckarbecken südwestlich der Altstadt von Heilbronn am rechten Ufer des Neckars. Hier mündet von Süden kommend die Schozach in ihn, nachdem sie hundert Meter zuvor noch von rechts den aus Richtung Flein heranziehenden Deinenbach aufgenommen hat. Der historische Ortskern Sontheims liegt auf einem Hügel am Deinenbach, der den Ort durchfließt. Im Westen schließt sich der Heilbronner Stadtteil Horkheim an, im Süden stößt die hier leicht ansteigende Sontheimer Gemarkung auf die Gemeinden Talheim und Flein. Im Osten reicht die Gemarkung bis zu den Heilbronner Bergen und stößt bei dem Weiler Donnbronn an die der Gemeinde Untergruppenbach. Neben einem Teil des bewaldeten Schweinsbergs umfasst sie auch den von Weinbergen bedeckten Staufenberg, den „Hausberg“ Sontheims.
Die ältesten Funde auf der Markung von Sontheim datieren auf die frühe fränkische Landnahme in Südwestdeutschland zur Zeit der Merowinger. Sontheim ist vermutlich eine vom fränkischen Königshof in Heilbronn aus erfolgte Ausbausiedlung. Sont- bezeichnet die von Heilbronn aus gesehen südliche Lage des Ortes, die Nachsilbe -heim ist typisch für fränkische Gründungen. Der historische Ortskern liegt bei der katholischen Martinuskirche, an die nördlich angrenzend sich vermutlich jeher ein Herrenhof befand.
Bereits 1427 war der Ort größtenteils in Besitz des Deutschen Ordens, dessen Heilbronner Kommende 1225 gegründet wurde und im Deutschhof zu Heilbronn residierte. Der Orden hatte möglicherweise schon bald nach Gründung der Heilbronner Kommende die Ortsherrschaft in Sontheim ausgeübt, da die Sontheimer Ländereien den größten geschlossenen Teil des Kommendebesitzes ausmachten. Der Orden erwarb den gesamten Ort bis auf die Gült des Heilbronner Spitals und einige Grundzinse der Herren von Gemmingen in Talheim. Der Orden hatte außerdem auch das Patronatsrecht der Sontheimer Kirche. Im Bauernkrieg 1525 schlossen sich die Sontheimer Bauern den Böckinger Bauern an. Als im Dreißigjährigen Krieg das protestantische Lager die Oberhand in der Gegend um Heilbronn gewann, zog König Gustav II. Adolf den Ordensbesitz ein und schenkte Sontheim an die protestantisch gesinnte Stadt Heilbronn.
1688 ließ Deutschordenskomtur Georg Adolf von Speth eine große Sommerresidenz östlich des Ortes errichten, die in der Folgezeit zum Quartier mehrerer Feldherren wurde. 1693 war Sontheim Quartier des Markgrafen Christian Ernst von Brandenburg-Bayreuth, blieb jedoch trotz französischen Beschusses von Kriegsschäden des Pfälzischen Erbfolgekriegs verschont. Während des polnischen Thronfolgekriegs in den 1730er Jahren war Prinz Eugen von Savoyen zu Gast im Sommerhaus, 1746 gastierte dort der kaiserliche Feldmarschall Fürst Lobkowiß. Um 1760 entstand in Sontheim außerdem noch das Landgut des italienischen Kaufmanns und Tabakfabrikanten Francesco Antonio Bianchi, vormals Diener bei der italienischen Kaufmannsfamilie Venino.
Im 18. Jahrhundert stieg die Einwohnerzahl bedeutend an. Um 1700 gab es 88 Untertanen, 1746 wurden bereits 148 Untertanen und Schutzverwandte gezählt. Auf jeden Untertanen kamen etwa 5-6 Familienangehörige.
Bei der Mediatisierung des Deutschordensbesitzes kam das bäuerliche Dorf Sontheim im November 1805 als selbständige Gemeinde an Württemberg. In der Mitte des 19. Jahrhunderts hatte Sontheim etwa 1000 Einwohner und war noch ein reines Weingärtner- und Bauerndorf.
e Industrialisierung in den späten 1860er Jahren führte zu einem raschen Wachstum, durch Industrieansiedlungen längs der Sontheimer Landwehr wuchsen Sontheim und Heilbronn praktisch zusammen. Es entstanden zahlreiche Industriebetriebe in Sontheim. Um 1900 erhielt Sontheim mit dem Bahnhof Sontheim Anschluss an die schmalspurige Bottwartalbahn Marbach am Neckar–Heilbronn Süd. Der Ort wurde außerdem auch durch eine Linie der Straßenbahn Heilbronn an die Nachbarstadt Heilbronn angeschlossen, diese wiederum wurde 1951 durch den bis 1960 verkehrenden Oberleitungsbus Heilbronn ersetzt.

Im Jahr 1900 hatte Sontheim bereits 2164 Einwohner.
1906 wurde die evangelische Kirchengemeinde (heute: Matthäuskirchengemeinde Heilbronn-Sontheim) gegründet.
Das Wachstum der Gemeinde führte zum Bau zahlreicher für die Gemeinde wichtiger Bauten, darunter das Postamt (1904), das Rathaus (1905), das Israelitische Landesasyl (1907), das Ackermannstift (1908) sowie das katholische Schwesternheim (1909). Das Wachstum der Gemeinde setzte sich unvermindert fort. 1910 hatte Sontheim bereits 2900 Einwohner, 1924 waren es 3300 Einwohner. Die beiden größten Betriebe des Ortes, Ackermann und Wolko, boten zusammen über 2000 Arbeitsplätze.
Am 1. Oktober 1938 erfolgte die Eingemeindung des damals rund 4000 Einwohner zählenden Ortes nach Heilbronn. Zwar hatte Sontheim eine gute wirtschaftliche Situation vorzuweisen und wäre aus dieser Sicht keine Eingemeindung in die größere Nachbarstadt nötig gewesen, doch hatte Heilbronn zu jener Zeit die verschuldeten Gemeinden Böckingen und Neckargartach aus wirtschaftlicher Not heraus eingemeindet und bedingte die Eingemeindung von Sontheim als finanziellen Ausgleich.
Bei den Luftangriffen auf Heilbronn blieb Sontheim im Zweiten Weltkrieg vor größeren Zerstörungen verschont. (Wikipedia)

Puhhhh, jetzt raucht aber mein Köpfle. Ich weiß nur, dass der Utzname von Sontheim – Saureiter ist.
Anscheinend gab es hier sehr viele Geschichten vom Saureiter, aber die hier gefällt mir am besten:
Ein großes Schlachtfest sollte stattfinden und wie das in einem Ort üblich ist, sind alle dabei. Der Metzger wetzte die Messer und wollte die Sau holen. Aber irgendwie wurde er der Sau nicht habhaft. So mussten die Anderen mithelfen. Es wurde eine richtige Treibjagd. Auf einmal schoss die Sau geradezu auf den Metzger zu und hat ihn auf dem Rücken mitgenommen. Der Metzger ritt rückwärts auf der Sau unter Gelächter von dannen. Hoffentlich war es nicht mein Lieblingsmetzger Braun.
Der Brunnen steht im Herzen von Sontheim. (Kurt Tassotti)
Da wäre ich gerne dabei gewesen. Nicht wegen dem Sauritt, der war zwar bestimmt ganz lustig. Aber das Wort Schlachtfest hört sich irgendwie nach Essen an. Und Essen ist meine große Leidenschaft.

Mehr Geschichten von mir und Lilli, meiner Freundin, gibt es demnächst. Wir sind dann die Superheldinnen Shedevil und Silverfox. Wir lösen Kriminalfälle in und um Heilbronn. Lasst euch überraschen.

Eure Tessa

Pfote