Kulturcafe – Schokolade

Heute war Premiere für unser Kulturcafe.

In der Cafeteria des Seniorenheims präsentierte ich heute das Thema „Schokolade“. Überpünktlich kamen die Herrschaften vom Betreuten Wohnen.  Der erste 10er Tisch war schon belegt. Herr Beyer, auch ein Ehrenamtler, und ich versorgten sie mit Kaffee, , heißer Schokolade, Schokokuchen und darauf aber bitte Sahne.

Nach und nach kamen die Senioren von den Etagen und Ruck Zuck waren zwei weitere Tische g efüllt. Zu Wiener Kaffeehausmusik bedienten wir diese weiteren Tische.

Endlich war es soweit. Ich begrüßte die Seniorinnen und Senioren und entführte sie in die Welt der Schokolade.

Schokolade wächst nicht auf den Bäumen – oder doch?

Von mir in DINA 4 ausgedruckte Bilder von Kakaobäumen, Kakoaofrüchten, Kakaobohnen und gemahlenem Kakaopulver erklärten den Weg von der Frucht am Baum zur Schokoladenfabrik.

Die Kakaobohne wir in einer Rösterei weiterverarbeitet. Bei Temperaturen von 100 bis 160 Grad Celsius werden die Bohnen geröstet, um dann anschließend im Mahlwerk zerkleinert zu werden. Hier wird die Schale der Bohne mittels einem Rüttler entfernt. Dann werden die Früchte weiter zermahlen, dadurch tritt die Kakaobutter aus. Durch die Butter verbinden sich die Bruchstücke zu einer dunkelbraunen Kakaomasse, die anschließend mit Zucker und Milchpulver vermischt wird. Zum Schluss wird die Masse gewalzt und bleibt als trockener Film auf der Walze liegen.

Beim Conchieren wird die Schokolade stundenlang gerührt und erwärmt. Dadurch strömt das Fett wieder aus und verteilt sich gleichmäßig, eine zarte und flüssige Masse entsteht. Unerwünschte Geruchs- und Geschmacksstoffe verflüchtigen sich. Dann wird die Schokolade in vorgewärmte Formen gegeben, durch das Abkühlen der Formen ziehen diese sich zusammen. Ein Vorgang, der als Austafeln bezeichnet wird. Wenn die Schokolade fest ist, kann sie dann in Schokoladenpapier verpackt werden.

Die Kaffeehausmusik, der Duft des Kaffees und der Geruch der Schokolade bewirken eine besondere Stimmung. Die Damen und Herren unterhalten sich angeregt und ich gehe von Tisch zu Tisch und beantworte die Fragen.

Zwei kleine Schokoladengeschichten erheitern die Gesellschaft. Herr Beyer und ich bereiten nun für jeden eine Kugel Schokoeis auf Desserttellern zu. Eine kleine Aufmerksamkeit des Hauses. Es wird an  den Tischen noch geratscht und getratscht.  So manche Erinnerung an Schokoladenerlebnisse werden erzählt und darüber herzlich gelacht.

Noch eine kleine Abschiedsgeschichte und alle gehen beschwingt in ihre Zimmer.

Wir sehen es genauso wie Michael Levine: „Chemisch gesehen ist Schokolade tatsächlich das vollkommenste  Nahrungsmittel der Welt.
Eure

Sabine

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