Entspannte Weihnachten

Wieder einmal stehen die Weihnachtsfeiertage vor der Tür und es herrscht reges Treiben im Weihnachtsland.

Lisa und Nico helfen kräftig bei den Weihnachtsvorbereitungen mit. Beide machen eine Ausbildung zum christlich geprüften Weihnachtshelfer. Sie müssen in jeder Abteilung zwei Wochen absolvieren.

Lisa näht momentan vormittags in der Puppenabteilung Abendkleider für die Barbies. Mittags hilft sie Geschenke hübsch zu verpacken und abends bearbeitet sie die Wunschzettelliste im Computer. Ein harter und langer Tag.

Nico kontrolliert die Spielekonsolen ob sie funktionieren und nachmittags ist er im Warenlager und räumt die Päckchen in das für sie vorgesehene Regale.Ab Morgen hilft er beim beladen der Schlitten mit den Geschenken für Heiligabend.

Beim Abendessen treffen sich die Zwei und Nico meint zu Lisa: „Langsam wird mir Weihnachten zuviel. Nico hier, Nico da. Ich finde es wirklich schön die Wünsche der Kinder zu erfüllen, aber langsam werden sie immer ausgefallenener und verrückter und die Arbeit immer schwerer. Ich fühle mich total überfordert und habe kaum mehr Hunger.“                                                                                                                           „Mir geht es genauso,“ mein Lisa. Hier ein Schleifchen und dort ein Rüschchen, dann noch verpacken und abends die Datenpflege. Mir raucht der Kopf. Ich habe jeden Abend Kopfschmerzen und schlafe nur ein paar Stunden und liege dann wach im Bett.“

Rosa setzt sich zu den Zweien an den Tisch. Sie ist auch noch in der Ausbildung und mit beiden gut befreundet. „Seid mir nicht böse, ich habe eurem Gespäch zugehört. Kennt ihr Calotta? fragt sie. Nein kommt aus beider Munde. „Wer ist Calotta und was macht sie?“ fragt Nico.

„Calotta ist eine Freundin von mir. Sie kennt verschiedene Entspannungsmethoden“, erklärt Rosa. „Äh, was?“ fragt Lisa. „Calotta hilft mit verschiedenen Techniken Stress  zu bewältigen“ fügt Rosa hinzu. „Stress was soll das sein?“ fragt Lisa. „Genau darüber habt ihr gerade gesprochen. Ein empfundener Spannungszustand, der den Körper in Alarmbereitschaft versetzt. Das Gefühl der Überforderung, Essstörungen, Kopfschmerzen, Schlafprobleme sind Folgen von Stress, aber darüber kann euch Calotta mehr erzählen. „Aber was kann man denn dagegen tun, das hört sich ja grausig an“, flüstert Lisa mit zarter Stimme. „Da weiß Calotta Rat. Es gibt wie ich vorher gesagt habe verschiedene Methoden diesen Spannungszustand in den Griff zu bekommen. Ich bin zum Beispiel Freitags in der Schutzengel-Yoga- Gruppe. Seit ich dort trainiere,  fühle ich mich viel besser und ruhiger. Aber jetzt muß ich los. Bei den Renntieren gab es heute Nacht Nachwuchs. Ich will die Eltern und das Kleine besuchen. Ciao.“

„Komm Nico wir schauen mal bei Calotta vorbei, vielleicht hat sie Zeit für uns.“ „Ich weiß nicht,“ murmelt Nico.  „Auf komm, du Faulpelz. Wir können uns ja mal anhören was sie uns rät. Schließlich ist bald Weihnachten und da möchten wir doch fröhlich mitfeiern“ meint Lisa mit einem kleinen blitzen in den Augen.

2013-12-21 17.41.35Bild genehmigt von Ramona Hanf

Ich wünsche Euch ein fröhliches und entspanntes Weihnachtsfest.

Im neuen Jahr erscheint mein E-Book „Ciao Calotta“. Darin wird Calotta über ihre Reise durch die Entspannungtechniken berichten.

Eure

Sabinestern2

 

 

 

 

Geht es Euch manchmal auch so?

Habt ihr im Haushalt auch Geräte an denen ihr hängt und mit denen ihr besonders gut hantiert?

Bei mir gibt es viele. Meine Apfelreibe aus Glas, die bestimmt schon 60 Jahre auf dem Buckel hat. Sie reibt so feines Mus. Oder mein Krauthobel von meiner Oma. Er schneidet nocht heute fein das Kraut für Salat. Eine große Hilfe ist auch der Teigschaber, den ich liebevoll Schabi nenne.

Aber nichts hält ewig, diese Erfahrung machte ich vor 4 Wochen. DerTeigschaber ist gebrochen. Mein bestes Stück. 5 jahre hat mich bei sämtlichen Genüssen wie Pudding, Sahnes, Teige, Quarspeisen, Apfelmus, Kartoffelbrei begleitet. Mir ging es wie Spongebob in der Episode mit Wendy, seinem Pfannenwender. (http://de.spongepedia.org/index.php/Wendy)

Aus Silikon war der neue Teigschaber. So schön wie er auch aussah,ich kam überhaupt nicht mit ihm zurecht. Ich trauerte um Schabi.

 Gestern bummelte ich durch die Stadt und sehe in einem 1 € Ständer einen Teigschaber, der genauso aussah wie Schabi. Was habe ich mich gefreut. Sofort kaufte ich 3 Stück, denn die Frau von heute beugt vor.

 Heute kommt Schabi 2 zum Einsatz. Mal sehen was wir Leckeres zaubern.

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 Eure

Sabine stern2

 

 

Pomp, Glanz und auch ein Tanzerl

barockdame Wir befinden uns im Zeitalter des Rokokos.

Dekor ist alles. Das frivole Treiben am Hofe bestimmt Mode und Lebenseinstellung. Phantasievolle Maskenfeste lösen einander ab und keine Dekorationsidee ist zu kühn oder zu verrückt. Die Vergänglichkeit des Augenblicks wird gefeiert. Gleichzeitig beginnt aber auch der Aufbruch in die Aufklärung.

Die Frauen sind fröhliche, verspielte, betont erotische Geschöpfe.

Um ihre Neugierde auf das eine oder ander Accesoire zu befriedigen, werde ich das incognito lüften.

Was trägt den die Baronin für einen schwarzen Fleck auf der Wange?

Ein Mouche – Ein Schönheitspflästerchen, das auf ausgesuchte Stellen getragen wurde. Je nach Standort trägt das Mouches einen anderen Namen.

Das Galante – auf der Wange

Das Leidenschaftliche – am Augenwinkel

Das Kokette – am Mundwinkel

Das Mörderische – am Busen

Die Kleidung ist wie alles in dieser Gesellschaft verfeinert. Glänzende Stoffe, kostbare Spitzen sowie aufwendige Stickereien von oft hochdotierten (aber leider selten bezahlten) Stickerinnen zieren Kleider, Westen und Jacken. Ein Hofkleid kann durchaus den Gegenwert eines gesamten Landgutes haben, gute Spitzen sind teurer als Diamanten und werden auch als Halsschmuck getragen.

L’amour“ wurde Gegenstand eines vergnüglichen und

spannenden Glückspiels.“Le jeu“ hat gesellschaftlich abzulaufen. Es unterliegt anerkannten Regeln. Der Fächer wird zu einem Requisit qui est trés important in diesem Spiel. Man kann ihn diskret sprechen lassen.

Was sagt mir Madame ? –Suive-moi! Folge mir? (re. geschl. vor dem Gesicht) Wer würde dieser Aufforderung widerstehen, messieurs?

Interessant ist das Gestell unter dem Kleid -Panier– Brotkörbchen. Hergestellt wird das Panier aus Korbgeflecht oder Fischgebein. Es betont die Hüfte und lässt die schmale Tallie wirken, die teilweise bis auf 40 cm mit einem Mieder gechnürt wurde. Dies gilt als besonders erotisch.

Zu den Strümpfen trägt man ein Strumpfband. Es ist die hohe Zeit des Strumpfbandes. Sinnbild schmachtender Liebe und verstohlener Lust. Ein skandalöses Accessoire der weiblichen Toilette, der sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Das Rascheln beim laufen der Damen nennt man fou fou und gilt als absolutes muß. Auch die Namen der Stofffarben sind sehr orginell Gossendreck, vergifteter Affe, purpurner Floh oder Pipi vom Dauphin.

Ich muß auch die Perücke erwähnen, die jede Dame oder jeden Herrn schmückte.

Nach dem Tragen wurde sie allerdings in einen Vogelkäfig gelegt, damit die Vögel sie von Parasiten befreien konnte.

Das Neuste erzählte Herr Mozart von seiner Reise.

Verwundert beschreibt er die beheizten Schuhe der Französinnen. Hier haben die Frauenzimmer nichts als chaufretten unter den Füssen, kleine hölzerne und mit Blech gefüllte Kästchen, die durchlöchert sind, darin ein glühender Ziegel, oder heisse Aschen, oder erdene Kästel mit Glut gefüllt. Mich erstaunten auch die Pariser Klosetts mit Wasserspülunge ebenso wie in London den grad erst erfundenen Blitzableiter und merkwürdig berührte mich die Tea-Time.

Wolfgang A. Mozart war ein begeisterter Tänzer. Er versäumte weder die öffentlichen Maskenbälle im Theater, noch die Hausbälle von Freunden.

In einem Brief schreibt er:

Vergangene Woche habe ich in meiner Wohnung einen Ball gegeben. Wir haben abends um 6 uhr angefangen und um 7 uhr aufgehört, – was nur eine Stunde? – Nein Nein – Morgens um 7 uhr;

 Mozart komponierte für die Tanzformen seiner Zeit. Insgesamt sind uns aus seiner Feder rund 130 Menuette, 40 Kontratänze, 49 Deutsche und 6 Ländler überliefert.

Die Kontratänze des 18 Jahrhunderts lassen sich nach der Art der Aufstellung und des Tanzablaufs in zwei Gruppen einteilen:

1. in der Tanzform der Anglaise – in einer Gassenaufstellung und

2. in der Careéaufstellung – im Viereck, Cottillon oder Quadrille genannt.

Country Dances finden sich schon im 17. Jahrhundert und wurden dann nach Frankreich unter dem Namen Contredance gebracht.

Zur Zeit Mozarts war die Tanzmode stark von Frankreich geprägt und Kontratänze waren sehr beliebt. Diese Tänze regten dazu an, immer wieder neue Figurenkombinationen zu erfinden. Sie sind ein Spiel mit bewegten Linien und Formen in Raum und Zeit.

Und wie das Wolferl sagen würde:

….ach kommt geschwind her ihr lieben, wir machen ein tanzerl.

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 Eure

Sabine stern2