Gedanken in der Adventszeit

Die Adventszeit ist eine sehr schöne, aber auch besinnliche Zeit.

Schön ist was unser Auge sieht und wir wahrnehmen. Besinnlich sind unsere Gedanken und Empfindungen.

Wenn ich jetzt spazieren gehen, erfreue ich mich an den ausgefallenen Lichtspielereien in unserem Stadtteil und auch der Lichtergirlanden und den dekorierten Geschäften der Innenstadt. Es riecht so herrlich nach Zimt, Nelken und Orangen; nach Frieden und Freude.

Jeden Tag endecke ich bei meinen Spaziergängen etwas Neues. Die Menschen scheinen glücklich zu sein.

Wir sind es. An den Weihnachtstagen trifft sich die Familie. Der eine Sohn reist aus Amerika an, unsere zwei Studenten aus Aachen und Hamburg. Und das Töchterle mit ihrem Mann, um die Ecke, ergänzt die Runde.

Aber es gibt auch Menschen, die diese Zeit gar nicht mögen, wie meine Freundin. sie hasst Weihnachten. Gefühlsdusselei, Kommerz und religiöser Krims Krams.  Das einzig Gute sei, dass wir nicht arbeiten müssten. Sie lebt allein. Eine feste Beziehung hatte sie noch nie und fühlt sich von der Welt belogen und betrogen. Ein Freund von mir wurde dieses Jahr von seiner Frau verlassen. Aus dieser Beziehung entstanden zwei goldige Kinder. Er hat keine Lust Weihnachten zu feiern und hadert mit seinem Schicksal.

Ich habe meine Freundin zu Weihnachten eingeladen und sie hat die Einladung gerne angenommen. Mein Freund besucht uns an Sylvester. Wir werden diese Zeit zusammen genießen und viel Spaß haben.

Aber wieviele Menschen gibt es , die Niemanden haben, den sie besuchen können? Gibt es nicht vielleicht Jemanden in eurem Bekanntenkreis, den ihr einladen könntet mit euch zu feiern und ein wenig heile Welt zu schenken?

Eure

Sabinestern2

 

 2014-10-15 21.13.48

 

Die Geschichte vom Regenbogen

 2014-10-09 20.57.36

 Es war einmal, da fingen alle Farben auf der Welt einen Streit an. Jede behauptete, die beste, die wichtigste, die nützlichste, die bevorzugte Farbe zu sein:

Grün sagte; „Ganz klar, dass ich die wichtigste Farbe bin. Ich bin das Symbol des Lebens und der Hoffnung. Ich wurde für das Gras, die Bäume, die Blätter ausgewählt – ohne mich würden alle Tiere sterben. Schaut euch die Landschaft an und ihr werdet sehen, dass ich am häufigsten vorkomme.“
Blau unterbrach: „Du denkst nur an die Erde, aber sieh einmal den Himmel und das Meer an. Das Wasser ist die Grundlage des Lebens und es wird von den Wolken aus dem blauen Meer aufgesogen. Der Himmel gibt Raum und Frieden und Heiterkeit. Ohne meinen Frieden wärt ich alle nur Wichtigtuer.“
Gelb kicherte: „Ihr seid alle so furchtbar ernst. Ich bringe Lachen, Fröhlichkeit und Wärme in die Welt. Die Sonne ist gelb, der Mond ist gelb, die Sterne sind gelb. Jedes mal, wenn man eine Sonnenblume betrachtet, beginnt die Welt zu lächeln. Ohne mich gäbe es keinen Spaß.“
Orange begann als nächste ihr Eigenlob zu singen: „Ich bin die Farbe der Gesundheit und Kraft. Ich mag wohl selten vorkommen, doch bin ich wertvoll, denn ich diene den Bedürfnissen des Menschenlebens. Ich bin Träger der meisten Vitamine. Denkt an Karotten und Kürbisse, Orangen und Mangos. Ich hänge nicht die ganze Zeit herum, aber wenn ich bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang den Himmel erfülle, dann ist meine Schönheit so auffällig, dass niemand einen weiteren Gedanken an eine von euch verschwendet.“
Rot konnte es nicht länger aushalten. Er schrie heraus: „Ich bin der Herrscher über euch alle, Blut, Lebensblut. Ich bin die Farbe der Gefahr und Tapferkeit. Ich bin bereit, für eine Sache zu kämpfen. Ich bringe Feuer ins Blut. Ohne mich wäre die Erde leer wie der Mond. Ich bin die Farbe der Leidenschaft und der Liebe; die rote Rose, der rote Mohn.“
Violett sprach viel ruhiger als alle anderen, jedoch nicht weniger entschlossen: „Denkt an mich. Ich bin die Farbe des Mystischen. Ihr bemerkt mich kaum, aber ohne mich werdet ihr alle belanglos. Ich stehe für Denken und Überlegen, Zwielicht und tiefes Wasser. Ihr braucht mich als Gleichgewicht und Gegensatz, für das Gebet und den inneren Frieden.“

Und so fuhren die Farben fort, sich zu rühmen, jede davon überzeugt, die beste zu sein. Ihr Streit wurde immer lauter. Plötzlich zuckte ein strahlend weißer Blitz auf; ein Donner rollte und dröhnte. Es begann unbarmherzig zu regnen. Die Farben kauerten ängstlich aneinander.
Da sprach der Regen: „Ihr närrischen Farben streitet untereinander, jede versucht, die anderen zu dominieren. Wisst ihr denn nicht, dass Gott euch alle für einen bestimmten Zweck gemacht hat, einzigartig und verschieden? Er liebt euch alle, er will euch alle. Reicht euch die Hände und kommt mit mir. Wir werden euch in einem großen, farbigen Bogen über den Himmel spannen, zur Erinnerung daran, dass er euch alle liebt, dass ihr in Frieden zusammenleben könnt; ein Versprechen, dass er bei euch ist – ein Zeichen der Hoffnung auf ein Morgen.“
Und wann immer Gott die Welt mit einem ausgibigen Regen gewaschen hat, setzt er den Regenbogen an den Himmel, und wenn wir ihn sehen, sollten wir daran denken:
Er will, dass wir alle einander schätzen.

Habe immer Verständnis für dich und für andere!
Jeder sieht die Welt so wie er kann. Denn jeder hat seine Prägungen und seinen eigenen Blickwinkel. Viele können auch einfach nicht aus ihrer „Haut“ heraus und dies kann man niemandem vorwerfen. Erkenne und verstehe die Menschen. Vergebe und vertraue, habe Mut anders zu sein, ausgeglichen und weise. Dann kannst du vieles an Unverständnis loslassen und in Liebe noch mehr erstrahlen.

 

2014-10-09 21.16.01

Danke an http://www.ma-la-ma.de/fischpredigt/index.php/component/content/article/81-sonstiges/808-regenbogengeschichte

 Eure

Sabine stern2

Ob schwarz, ob braun, ob aschen,ich liebe alle Taschen

Unser diesjähriger Urlaub führte uns, wie schon so oft, in das schöne Venetien. Das kleine Städtchen Ca di valle an der Adria wird für die nächsten Tage unser gewähltes Urlaubsziel sein.

Wie in jedem kleinen Städtchen, gibt es auch hier, einmal in der Woche einen Markt. Lederjacken, Handschuhe, Taschen, Textilien und alle Arten von Krims Krams kann man dort kaufen. Mittlerweile ist es zu einem Sport geworden um das begehrte Objekt mit dem Händler zu feilschen.

Mir geht es so wie vielen Frauen – ich liebe außer Schuhen, die passenden Handtaschen dazu. Italien ist nun mal das Paradies für schicke, ausgefallene Handtaschen.

Zu dem Thema Handtaschen habe ich eine nette Geschichte erlebt.  Ich möchte sie euch nicht vorenthalten.

Wir schlenderten über den Markt und es kam wie es kommen musste. Ich sah sie, es war Liebe auf den ersten Blick. Ein kleines, schwarzes, von der Form her ausgefallenes, süßes Täschchen.

„Was soll diese Tasche kosten?“ fragte ich die rothaarige Verkäuferin, mit gleichgültiger Stimme. „35 Euro“, sagte sie zu mir. „Das ist mir zu teuer“, antwortete ich. „Ich mache dir einen guten Preis. Signora, was möchtest du bezahlen?“flüsterte sie mir zu. Ich überlegte kurz und nannte die Summe von 25 Euro.  „Oh, mamma mia, das geht nicht. Du bekommst sie für 30 Euro, du bist so eine nette Frau“, meinte sie schmeichelnd zu mir. Nach kurzem hin und her spazierte ich, mit leuchtenden Augen und 25 Euro weniger in meinem Geldbeutel, zurück ins Hotel.

Heute steht Venedig auf unserem Plan. Das heißt, durch die malerischen Gässchen flanieren, die grandiosen Palazzi bestaunen und einen Espresso am Markusplatz trinken, der zwar teuer ist, aber jeden Cent, in diesem Fall Euro, wert ist. Es hat so seinen Charme dort zu sitzen, die Leute zu beobachten, sich von den schicken Kellner bedienen zu lassen und den Musikern zu lauschen. Das ist einfach herrlich.

Shoppen kann man auch in Venedig, aber Frau muß da schon etwas tiefer in den Geldbeutel greifen. Wir schlenderten an den Läden von Dior, Cartier, Prada, Fendi usw., Namen mit Sang und Klang, vorbei. Das nächste Gässchen führte uns am Hotel San Zulian, verschiedenen Maskenläden und Lokalen entlang.

Ich traute meinen Augen nicht, dort drüben war ein Lederwarengeschäft und dort hingen, mein gestern gekauftes, süßes Handtäschchen in braun, rot, lia, blau, in bestimmt 16 Farben und Kombinationen. Zum Preis, ihr werdet es kaum glauben von 18 Euro.

Ich war geschockt, aber nicht lange genug. Ein braunes Handtäschchen zum Preis von 15 Euro, nannte ich nach fünf Minuten mein eigen.

Zwischen Freude und etwas Ärger hingerissen, beschließe ich für die Zukunft, erst einen Bummel durch Venedig zu machen, bevor ich mir etwas Neues kaufe.

Oder wie die Parodie: Drum prüfe wer sich ewig bindet, ob sich nicht noch was besseres findet.

Eure

Sabinestern2

2014-09-23 14.30.01

2014-09-18 10.01.29

Leben

IMG_0788

Ich liebe das Leben, die Liebe, die Welt, 
hab ich auch manchmal nicht so viel Geld.
So habe ich gelernt:

Geschenke des Lebens kann man nicht kaufen,
So muß man manch Hürde nehmen oder umlaufen.
Mal tief traurig nach rechts und dann auch wieder nach links heiter,
dreht sich das Karussell des Lebens weiter.
Drum rate ich dir gern hier
zu diesem LEBENS-Elixier:
„Bejahe das Leben so wie es ist,
und sehe es nicht als Perfektionist.“

                                     S. Scherer

Eure Sabinestern2

Steinmännchen

 

 

Ich freue mich jedesmal , wenn ich auf ein Steinmännchen treffe.

Man trifft sie überall. Einige von ihnen erfüllen die Funktion einer Wegmakierung.

Sie wachsen, indem Menschen immer wieder Steine aufeinander legen. Sie sehen aus wie Türmchen.

Auch am Wasser findet man sie. Dort weisen sie auf eventuelle Gefahren hin.

Ihre Bedeutung ist kulturell und auch religiös.

In Skandinavien schützen sie die Wanderer vor Trollen, die gerne Fremde mit ihren Streichen ärgern.        Die Steinmännchen  in Tibet sind mit allerlei geeschmückt. Es zieren sie Fahnen, Tierskeletten und bunte Farben. Damit sollen entweder gute Geister gewürdigt werden oder den bösen Geistern  wird auf diese Weise gezeigt, dass sie unerwünscht sind.

Pilger und Touristen glauben an die magischen Kräfte der Steinmännchen. Diejenenigen, die sie als Wegmakierung hinterlassen haben, sollen hierhere gesund und munter hierher zurückkehren.

Da wir sehr gerne wandern wird es nicht lange dauern, bis ich wieder einen Stein auf so ein Männchen setzen darf. Ich freu mich schon ;-)

Eure Sabinestern22008-04-11 10.42.09 CIMG1976