Ich mache die Augen auf und schließe sie gleich wieder. Als hätte ich die ganze Nacht in einem Steinbruch gearbeitet und schwere Steine geschleppt. Mein Kopf tut weh und meine Glieder schmerzen fürchterlich.
Klingelingeling.
Noch 5 Minuten nuschle ich so halbwach vor mich hin.
Klingelingeling, das ist doch nicht mein Wecker. Es hört sich viel zarter und heller an. Ich versuche nochmal mein linkes Auge zu öffnen, es klappt und bleibt offen und nun probiere ich es mit meinem rechten Auge. Auch dieser Versuch klappt.
Klingelingeling. Ich sehe nichts. Woher kommt nur dieses Klingelingeling?
„Hier bin ich.“
Ich höre ein feines, aber klares Stimmchen.
Jetzt ist es soweit, jetzt höre ich auch schon Stimmen. In den letzten Wochen habe ich zwar mehr als sonst gearbeitet, aber hört man deswegen gleich fremde Stimmen?
Ganz vorsichtig drehe ich meinen Kopf und schaue suchend durch das Zimmer.
Nichts, ich sehe nichts. Mir ist ganz unheimlich.
„Schau doch mal auf das Kissen neben dir, da bin ich.“
Ich traue meinen Augen nicht. Auf meinem Kissen sitzt ein kleines, vielleicht zwanzig Zentimeter großes, süsses, entzückendes, türkisfarbenes Mädchen mit durchsichtigen, feinen Flügeln.
„Du siehst schon richtig. Ich bin Clementinchen, deine Glücksfee. Ich wollte dich besuchen.
Wir Glücksfeen im Regenbogenland haben uns Sorgen um dich gemacht. Du hast in letzter Zeit viel gearbeitet und nicht viel Spass und Freude gehabt. Wir vermissen das Funkeln in deinen Augen und dein warmes, so ansteckendes Lachen.
Deswegen habe ich meine Farbpalette mitgebracht. Ein bisschen Farbe wirkt oft Wunder.
türkisgrün für deine wunderschönen Augen und ein zartes pink auf deine vollen Lippen. Das gefällt mir. Noch ein bisschen pfirsichfarben auf deine Wangen und ein Klecks samtbraun auf deine Haut. Voila, fertig. Ja, das bist wieder du.“ Clementinchen klatscht in ihre Händchen und schwirrt begeistert um mich herum.
RRRRRRRRrrrrrring. Das klingt ja grausam. Mein Wecker klingelt.
Clementinchen? Wo bist du? Sollte ich das nur geträumt haben. Kein Clementinchen.
Ich schaue aus dem Fenster. Die Sonne ist schon zu sehen und die Luft riecht herrlich. Was für ein schöner Tag.
Als ich vor dem Spiegel stehe und mein Blick auf die Lidschattenpalette fällt, lächle ich. „Ein bisschen türkisgrün für deine …“.
Danke Clementinchen.
Eure
Es kamen einmal ein paar Suchende zu einem alten Zenmeister.
“Herr”, fragten sie “was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Wir wären auch gerne so glücklich wie du.”
Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: “Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich.”
Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platzte heraus: “Bitte, treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?”
Es kam die gleiche Antwort: “Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ist und wenn ich esse, dann esse ich.”
Die Unruhe und den Unmut der Suchenden spürend fügte der Meister nach einer Weile hinzu: “Sicher liegt auch Ihr und Ihr geht auch und Ihr esst. Aber während Ihr liegt, denkt Ihr schon ans Aufstehen. Während Ihr aufsteht, überlegt Ihr wohin Ihr geht und während Ihr geht, fragt Ihr Euch, was Ihr essen werdet. So sind Eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo Ihr gerade seid. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt. Lasst Euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und Ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein.”
(Quelle unbekannt)
Geschichte des Kondoms.
Seine Geschichte lässt sich über Jahrtausende zurückverfolgen.
1200 v. Chr. Bereits die alten Ägypter sollen sich mit Kondomen vor Krankheiten und Infektionen geschützt haben. Minos, König von Kreta, benutzt Kondome aus Ziegenblasen.
1564 Der italienische Arzt Fallopio verwendet beim Geschlechtsverkehr in Flüssigkeit getränkte Leinensäcke als Schutz vor der ansteckenden Krankheit Syphilis, die Seefahrer aus Amerika mitbrachten.
1655 Der englische Hofarzt bei Charles II, Dr. Condom, empfiehlt Hammeldärme zur Infektions- und Empfängnisverhütung und wird dafür zum Ritter geschlagen. Er gab dem Verhütungsmittel vermutlich seinen Namen.
Eine andere Erklärung für die Namensherkunft könnten die italienischen Worte „condus“ (= Behältnis) bzw. „con“ (ital./lat. „cum” = „mit“) und „doma“ (lat. „domus“ = „Haus“ oder Kuppel“) darstellen.
1671 Madame de Sévigné beklagte in einem Brief an ihre Tochter, die Gummihaut sei ein „Bollwerk gegen das Vergnügen, aber ein Spinnweb gegen die Gefahr“.
1750 Casanova, der wohl berühmteste Liebhaber der Geschichte, benutzt im 18. Jahrhundert Kondome. Zu seiner Zeit wird der „redingote anglaise“, (= englischer Reitmantel) noch von Hand gefertigt und in Luxusausführungen mit Samt und Seide gefüttert. Selbstverständlich werden die kostbaren Stücke mehrfach benutzt, zwischendurch getrocknet und – falls nötig – mit Knochenleim und Tierdarm sorgfältig repariert.
1839 Das bereits seit längerem bekannte Naturprodukt „Kautschuk“ begründet schließlich den Siegeszug des Kondoms. Der Amerikaner Charles Goodyear (1800–1860) macht den Pflanzensaft Kautschuk dauerhaft elastisch und entwickelt 1838 das Verfahren der Vulkanisation.
1855 Goodyear stellt das erste Gummi-Kondom her. Es hat noch eine Längsnaht und eine Wandstärke von 1–2 mm. (heute: 0,06 mm)
1901 Julius Fromm perfektioniert die Kondom-Produktion, indem er Glaskolben in eine Latexlösung eintaucht. Auf diese Weise entstehen hauchdünne Kondome.
1919 Fromm stellt erstmals maschinell gefertigte Kondome her.
1951 Das elektrische Prüfverfahren für Kondome wird eingeführt. Davor gab es nur so genannte „Wasser-Berst-Prüfungen“.
1959 Verkauf und Werbung von Kondomen werden gemäß Gewerbeordnung § 41a verboten: „Mittel oder Gegenstände, die zur Verhütung der Empfängnis oder zur Verhütung von Geschlechtskrankheiten dienen, dürfen in Werbeautomaten an öffentlichen Plätzen, Wegen und Straßen nicht feilgeboten werden.“ (Dieses Gesetz wurde inzwischen aufgehoben.)
1960 Feuchtigkeitsbeschichtete Kondome kommen in Mode und erhöhen den Gebrauchskomfort.
1968 Die Kondome können mit Spermiziden beschichtet werden und haben somit Spermien abtötende Wirkung.
1981 Die Kondome werden mit Aromastoffen versehen und in Deutschland wird das erste Qualitätssiegel für Kondome erteilt: DLF-Gütesiegel.
1988 Studenten eröffnen den ersten condomi-Shop in Deutschland.
1996 Kondome waren in Europa seit 1996 nach DIN EN 600 normiert. Diese Norm regelte einerseits die Größe (mindestens 17 Zentimeter lang und 4,4–5,6 Zentimeter breit), andererseits die Testverfahren, nach denen die Präservative auf ihre Haltbarkeit, Festigkeit und Dichtigkeit geprüft werden.
2002 Es gilt die internationale Norm EN ISO 4074, abgestimmt zwischen CEN + ISO, die unter anderem einen flexibleren Spielraum für Normierung der Größe einräumt.
Heute Kondome haben sich als wirksames Verhütungsmittel etabliert. Sie sind das einzige Verhütungsmittel, das vor ungewollter Schwangerschaft und gleichzeitig vor Infektionen schützt.
Nettes Video bei Recherche gefunden.
Foto: APA/dpa/Jan-Peter Kasper
Fischblasenkondom aus dem 18. Jahrhundert
Vor ein paar Jahren besuchte ich von “pro familia” die Austellung “Die Geschichte des Kondoms.” Es war sehr interessant. Nun sind mir die Unterlagen in die Hände gefallen und ich dachte, dies könnte Euch interessieren.
Eure
In früherer Zeit hatten die Damen meisten ihr Riechsalzfläschchen griffbereit, um damit Ohnmachten, die durch die eng geschnürten Korsetts begünstigt wurden, vorzubeugen.
Heute kann Riechsalz eine beruhigende Wirkung bei Stress und vielen Situationen haben, wo du erst einmal tief durchatmen musst.
Als Zutaten benötigst du:
3 Esslöffel Glaubersalz
1 Teelöffel Vanillzucker
1 Prise gemahlenener Zimt
1 Prise gemahlene Gewürznelke
1 Prise gemahlener Anis
1 Prise gemahlener Ingwer
1 Teelöffel Parfümöl
1/2 Teelöffel 70% igen Alkohol
Alsdann werden die Gewürze und das Salz in einem Gefäß gut miteinander vermischt. Dann das Parfümöl im Alkohol auflösen und unter ständigem Umrühren tropfenweise der Mischung beigeben, bis die gewünschte Parfümierung erreicht ist.
Damit ist das Riechsalz fertig und du kannst es in ein Glasfläschchen abfüllen.
Viel Spass beim ausprobieren und experimentieren
Eure
Und nun, wenn alle Uhren schlagen,
So haben wir uns was zu sagen,
Was feierlich und hoffnungsvoll
Die ernste Stunde weihen soll.
Zuerst ein Prosit in der Runde!
Ein helles, und aus frohem Munde!
Ward nicht erreicht ein jedes Ziel,
Wir leben doch, und das ist viel.
Noch einen Blick dem alten Jahre,
Dann legt es auf die Totenbahre!
Ein neues grünt im vollen Saft!
Ihm gelte unsre ganze Kraft!
Wir fragen nicht: Was wird es bringen?
Viel lieber wollen wir es zwingen,
Daß es mit uns nach vorne treibt,
Nicht rückwärts geht, nicht stehen bleibt.
Nicht schwächlich, was sie bringt, zu tragen,
Die Zeit zu lenken, laßt uns wagen!
Dann hat es weiter nicht Gefahr.
In diesem Sinne: Prost Neujahr!
(Ludwig Thoma, 1867-1921)
Eure