Ciao Calotta

Die Liebe und die Zeit

Freitag, 16. Dezember 2011 von Ciao Calotta

Es war einmal eine Insel, wo alle verschiedenen Gefühle lebten. Das Glück, die Traurigkeit, das Wissen und all die Anderen….. auch die Liebe. Eines Tages meldete man den Gefühlen, dass die Insel sinken wird. So bereiteten sie ihre Schiffe vor und verließen die Insel. Nur die Liebe wollte bis zum letzten Moment bleiben.

Als die Insel unterging, rief sie um Hilfe. Der Reichtum war in der Nähe mit einem Luxusschiff. Die Liebe fragte ihn: Reichtum, kannst du mir helfen? – Nein, weil ich zuviel Geld und Gold auf meinem Schiff habe, so hab ich keinen Platz für dich.

Die Liebe fragte sodann den Hochmut um Hilfe, der auch in der Nähe mit seinem wunderschönen Boot vorbeifuhr. Ich kann dir nicht helfen. Du bist ganz nass, du könntest mein Schiff beschmutzen.

Als die Traurigkeit nicht weit vorbeisegelte, fragte die Liebe: Traurigkeit, las mich mit dir gehen! Oooh… Liebe, ich bin soo traurig, ich möchte besser alleine bleiben.

Auch das Glück ist weiter gefahren. Es war sooo glücklich, dass es die Liebe nicht hörte…

Und plötzlich hörte die Liebe eine Stimme: Komm, komm mit! Ich nehme dich mit. Das war ein alter Mann, der gesprochen hatte.

Die Liebe war so glücklich, so zufrieden, dass es nicht nach seinem Namen gefragt hat. Als beide auf festem Boden ankamen, ging der Alte weg. Die Liebe merkte, wie viel es dem Alten schuldete und fragte das Wissen: Wer hat mir geholfen?

Das war die Zeit, antwortete das Wissen. Die Zeit?!?, fragte die Liebe, aber warum hat die Zeit mich gerettet? Das Wissen lächelte weise und antwortete ihr:

Weil nur die Zeit verstehen kann, wie wichtig Liebe im Leben ist……

 

 

Ich lese immer wieder gerne dieses Gedicht. Leider ist der Verfasser unbekannt.

Zeit verbinde ich mit Salvatore Dali’s Bildern. Tolle Videos gibt es bei you tube über Salvatore Dali und seine Bilder.

Eure

Sabine

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Mein Lieblingsweihnachtslied

Montag, 05. Dezember 2011 von Ciao Calotta

animaatjes

es hat sich heut eröffnet

Es hat ……..

1. Es hat sich halt eröffnet
Das himmlische Tor,
Die Engelein die kugelten
Ganz haufenweise vor.
Die Bubele die Madele,
Die schlagen Putzigagele,
Bald auf und bald unter,
Bald hin und bald her,
Bald rüber und bald nüber,
Das gefällt uns gar so sehr.

2. Drum halten wir fein stille
Und sagen kein Wort,
Sonst laufen uns die Engelein
Gleich alle wieder fort.
Die Bubele die Madele,
Die schlagen Putzigagele,
Bald auf und bald unter,
Bald hin und bald her,
Bald rüber und bald nüber,
Das gefällt uns gar so sehr.

 aus dem Schwabenland

Christine hatte die Idee “Lieblingsweihnachtsgedichte”

Eure Sabine

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Herbsttag

Donnerstag, 24. November 2011 von Ciao Calotta

Morgens ist es zwar recht kühl, aber dann lässt die Sonne ihre wärmenden Sonnenstrahlen durch die Äste der Bäume spicken.  Die Autos sind mit mit einer weißen, durchsichtigen Schicht Reif eingehüllt, der sich beugend den Sonnenstrahlen überlässt.Bei jedem Hauch sieht man den Atem, der sich in die Luft wie eine Sprechblase einbringt. Farben von zartem Ockergelb, warmen Orange, kräftigem Rot und sattem Braun tragen  die Blätter als Kleid der Bäume. Kastanien und Nüsse liegen am Wegesrand und möchten beachtet werden. Das schon gefallenen Laub auf dem Weg raschelt geheimnisvoll unter dem Tritt des Fußes. Ein Lächeln zaubert sich auf mein Gesicht. Herbst, was bist du in diesem Jahr für eine wunderschöne Jahreszeit.

Eure Sabine

 

 

 

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Gedanken an meine Reha

Samstag, 10. September 2011 von Ciao Calotta

Seit Dienstag bin ich wieder zu Hause in Heilbronn bei meinem Mann und unserer Yorkihündin Tessa. Was habe ich mein Zuhause vermisst und doch vermisse ich auch Hüttenbühl, die Rehaklinik, die auch ”Hübü” genannt wird.

Vor 6 Wochen bin ich dort angereist, als eine Frau, die sich selber nicht wiedererkannte.

Ich fühlte mich immer müde und ausgelaugt. Das Konzentrieren fiel mir schwer, schlief in der Nacht gerade mal 3 Stunden, hatte zu nichts Lust und verlor den Spaß an vielen schönen Aktivitäten.

Immer mehr Bekannte fragten mich was mit mir los sei. Der Besuch beim Hausarzt brachte die Diagnose “Burn out.”

Dann ging alles ganz schnell. Innerhalb von 2 Monaten bekam ich von der Rentenversicherung den bewilligten Bescheid für eine Reha mit dem Ziel “Rehaklinik Hüttenbühl” in Bad Dürrheim. Eine psychosomatische Klinik im Schwarzwald. 6 Wochen sollte ich dort verbringen. Ich war bestürzt, hatte ich doch mit höchstens 2 bis 3 Wochen gerechnet. Aber dann beruhigte ich mich und ließ alles auf mich zukommen.

“Nette Gegend, schönes und modernes Haus”, dachte ich so für mich.

In Hüttenbühl empfing mich eine nette Schwester und brachte mich zu meinem Zimmer. Dieses war klein, hatte alles was ich benötigte und gefiel mir. Mein Domizil für die nächsten 6 Wochen.

Zum Auspacken hatte ich noch eine Stunde Zeit. Pünktlich um 12:30 Uhr gab es im Speisesaal das Mittagessen. Als ich dort eintrat überkamen mich Erinnerungen an meine Internatszeit, die nicht gerade toll waren. Das fängt ja gut an, dachte ich für mich.

Nach dem Essen hatte ich einen Termin zum Erstgespräch mit meinem Arzt und Therapeuten.

Vor dem Abendessen sollte ich noch kurz in mein Postfach am Empfang schauen, denn dort befand sich mein Plan für die Wochenaktivitäten. Termine, Termine, Termine. Mir rauchte der Kopf.

Angelika meine Hübü-Patin, sie war schon die 5. Woche da, zeigte mir die verschiedenen Einrichtungen, wie Badebereich, Waschmaschine, Turnhalle, Teeküche und Therapieräume der Station. So manchen Tipp von Angelika lernte ich später schätzen. Hundemüde fiel ich ins Bett.

Am Anfang fiel es mir sehr schwer, mich an den Wochenplan zu gewöhnen und auf alles einzulassen, aber von Woche zu Woche fiel es mir leichter und somit ging es mir auch besser.

Ich stellte fest, dass ich sehr großes Glück mit meinem Therapeuten und der Bezugsgruppe in der Gruppentherapie hatte. Sie waren alle ganz toll. Ob Sigi, der immer mehr aufblühte; Ralf, das humorvolle Sensibelchen; Sabine, die so gerne noch geblieben wäre; Elfi, die vor Lebenslust sprühte; Birgit, die wieder langsam Spaß am Leben fand; Susi, dem Wirbelwind und Joe, dem Master of Disaster.

In Hübü befanden sich Menschen, von denen man verstanden wurde, die ähnlichen Probleme verbanden. So schnell wird man zu Hause solche Leute nicht finden.

Ob Gabi, die ich liebevoll “Paradiesvogel” nannte; Angelika, die Ruhige; Lisa, die so gerne schläft, Manu und Heidi, mit denen sich eine innige Freundschaft entwickelte; Mamiko, die süsse, musikalische Japanerin, die mir ein so wundervolles Abschiedskonzert bescherte oder die Bubens: Horst, Herbert aus Kölle, Herbert, der große Maler, Herbert, der Ruhige, Erhard, Jürgen, Uwe, Heinz, Thomas und Sven mit denen ich mich prächtig und neckend verstanden habe.

Wir alle fühlten uns wie eine große Familie und jeder war für Jeden da. Dieses Gefühl war sehr schön, welches ich nur bei meinem Mann erlebe.

Mit diesem Blog wünsche ich euch allen, dass sich eure Ziele und Wünsche erfüllen und bedanke mich für eure Freundschaft.

Denkt einfach an einen Regenbogen mit Namen Hübü, der uns alle trägt und immer wieder Kraft gibt, denn zusammen waren wir unschlagbar.

Eure
Sabine

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Rotkäppchen, die etwas andere Geschichte

Mittwoch, 29. Juni 2011 von Ciao Calotta

 

Gerade habe ich Rotkäppchen abgeholt. Eine Plastikspinne mit einem roten Nanocachebehälter.

Sie war an einer Regenrinne an dem Freigängerheim der JVA in Heilbronn seit einem Jahr befestigt. “Rotkäppchen gehörte zu den Märchencaches, die ich rund um Heilbronn verstecke.

Aber was ist ein Cache? Der Begriff gehört zu dem Hobby “Geocaching”. Er ist ein Behälter, der zumindest ein Logbuch und je nach Größe verschiedene Kleinigkeiten, wie Geocoins oder Travelbugs (Tauschgegenstände) beinhaltet, die dann an einem besonderen Ort versteckt und mittels GPS-Daten von Geocachern gesucht werden, wie bei einer Schnitzeljagd.

Nano-Caches sind besonders kleine Cache-Behälter in Größe eines Fingerhutes oder kleiner.
Sie kommen überall dort zum Einsatz, wo das Verstecken eines größeren Behälters nicht möglich ist. Mittlerweile gibt es immer mehr neue, kreative Ideen um einen Cachebehälter zu Verstecken.

Rotkäppchen, ein roter Nano wurde von mir in den Körper einer Plastikspinne gefriemelt und an der Regenrinne des Freigängerheims magnetisch befästigt.

Aber warum gerade an diesem Ort?

Der Gedanke kam mir bei einem Tatort, der sich um sogenannte Rotkäppchen handelte. Und das Freigängerheim an der Straße passte zu dem Gedanken.

Häftlinge, vor allem Gewalttäter, üben auf viele Frauen eine eigenartige Faszination aus. Je nach Bedürfnis projizieren sie in die Männer hinter Gittern entweder Heldentum oder Hilfsbedürftigkeit. Doch die Frauen, von den Wärtern höhnisch “Rotkäppchen” genannt, helfen dabei zuallererst sich selbst. Von Doja Hacker

Letzte Woche erhielt ich nun eine E-mail in der man mich darauf aufmerksam machte, dass Rotkäppchen vom Sicherheitsdienst der JVA entfernt wurde. Ich könnte beim Sicherheitsdienst einen Termin ausmachen und Rotkäppchen abholen.

Heute war nun der Tag “R”.

Ich parkte in einer Seitenstraße und ging mit sicheren Schritten zum Tor der JVA. Dort traff ich den Sicherheitsbeamten, der mir eine haarsträubende Geschichte von meinem “Rotkäppchen” erzählte.

So könnte es gewesen sein: Die Sicherheitsbeamten haben einen Freigänger längere Zeit beobachtet. Sie ertappten und überführten ihn wie er Drogen aus dem kleinen Nano nahm. Und das nicht zum ersten Mal.

Mir wurde abwechselnd heiß und kalt. An so etwas habe ich nicht mal im Traum gedacht.

Ich sah mich schon in Handschellen abgeführt, aber so weit kam es dann doch “Gott sei Dank” nicht. Der freundliche Sicherheitsbeamte übergab mir “Rotkäppchen” und meinte dazu: “Wäre für Geocaching eine nette Idee gewesen, aber ……….”

Schade, aber manchmal sollte man vielleicht doch erst über Ort und die Folgen nachdenken, bevor man einen Cache versteckt. Die Menschen sind halt doch manchmal schlechter, als man glaubt.

Zu diesem Erlebnis habe ich mir eine “Jailers” erstanden. Taschen, die richtig schick sind.

Mein “Rotkäppchen” bekommt jetzt erstmal einen Platz bei mir im Schrank, bis mir eine neuer Ort und ein neues Märchen für den nächsten Cache einfällt.

Mir schwebt da schon was im Kopf herum -”Sesam öffne dich” ………………………

Eure

Sabine

Es wird momentan keine neuen Caches geben, da am Wochenende in einem anderen Cache von uns ein Päckchen mit grünem, eindeutigen Inhalt gefunden wurde. So macht für uns “Geocaching” keinen Spass. Ich habe alle Märchencaches  (12) von uns deaktiviert.

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