Ciao Calotta

Die Gräfin bittet zum Bad

Mittwoch, 15. Februar 2012 von Ciao Calotta

„Alltag im Barock“ von Gabriele Praschl- Bichler beschreibt die Pflege und Hygiene.

Hier ein kleiner Ausschnitt für Interessierte.

Um von der im 17. und 18. Jahrhundert nur mit geringen Aufwand, wie die trockene Toilette, betriebene Körperpflege zu erhalten, muss man zuerst einmal versuchen, die zeitgenössische Angst vor Wasser nachzuempfinden. Man fürchtete, dass sie in die Haut eindringende Stoffe, Wasser und Luft die Organe schädigen könnten. Diese Anschauung als lachhaft abzutun, würde der barocken Gesellschaft gegenüber eine grobe Ungerechtigkeit darstellen, da auch der Mensch des 21. Jahrhunderts seinen Körper nur denjenigen Pflegemitteln aussetzt, die Wissenschaft und Naturheilkunde empfehlen oder als ungefährlich bezeichnen.

Grundsätzlich scheint man umfangreiche Säuberungen nur anlässlich hoher feste oder offizieller Anlässe durchgeführt zu haben.

Die Reinigung im Haus nimmt man gewöhnlich mit Hilfe von Waschschüsseln vor, die sich im Schlafzimmer befinden. Vollbäder wurden in Badehäusern genommen. (S. 75, 76)

Private Badezimmer waren eine seltene Luxuseinrichtung und eine Sensation.

Diejenigen, welche naß baden wollen; setzten sich in eine Bade=Wanne, die mit Wasser angefüllt ist. Zu diesen Stuben nun ist insgemein iemand bestellet, welches denen Bade=Gästen aufwartet, auch ist insgemein ein Bader bey der Hand, wenn jemand schröpfen will …… (Zedler ,3.Bd., S. 98)

In einer Eintragung von Engelbert Kaempfer vom 17.4. 1683, der sich auf Reisen von Schweden

nach Russland befindet, erfährt man von den dortigen für Mittel- und Südeuropäer ungwöhnlich fortschrittlichen sanitären Einrichtungen, wo sogar „Bauern …. eine Badestube oder ein abgesondertes Badehaus … haben.“

Ich stelle es mir auch ganz schön kompliziert vor, wenn ein Hofstaat, der etwa 800 Menschen betraf, öfter baden wöllte. Die Wege wären zu lang jeden Einzelnen zu erreichen. Zusätzliche Räume mit Öfen zum erhitzen des Wassers und jede Menge Personal wären nötig gewesen.

Na da bin ich aber froh, dass ich baden kann wann ich möchte.

Ich habe ein ein pflegendes, harmonisierendes und wohltuendes Bad für euch kreiert.

 

Das Gräfin zu Waldenburg Bad

2 EL Jojobaöl

2 EL Avocadoöl

400 g Sahne

10 Tropfen Bergamotte Parfümöl

Dazu ein Glässchen Prosecco und viel Spass bei dem Genuß der Sinne

Eure

Sabine

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Ein Riechsalzfläschchen gehört in jedes Damentäschchen

Montag, 16. Januar 2012 von Ciao Calotta

 

In früherer Zeit hatten die Damen meisten ihr Riechsalzfläschchen griffbereit, um damit Ohnmachten, die durch die eng geschnürten Korsetts begünstigt wurden, vorzubeugen.

Heute kann Riechsalz eine beruhigende Wirkung bei Stress und vielen Situationen haben, wo du erst einmal tief durchatmen musst.

 

Als Zutaten benötigst du:

3 Esslöffel Glaubersalz

1 Teelöffel Vanillzucker

1 Prise gemahlenener Zimt

1 Prise gemahlene Gewürznelke

1 Prise gemahlener Anis

1 Prise gemahlener Ingwer

1 Teelöffel Parfümöl

1/2 Teelöffel 70% igen Alkohol

Alsdann werden die Gewürze und das Salz in einem Gefäß gut miteinander vermischt. Dann das Parfümöl im Alkohol auflösen und unter ständigem Umrühren tropfenweise der Mischung beigeben, bis die gewünschte Parfümierung erreicht ist.

Damit ist das Riechsalz fertig und du kannst es in ein Glasfläschchen abfüllen.

Viel Spass beim ausprobieren und experimentieren

Eure

Sabine

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Die Tulpe, die Blume des Barock

Montag, 16. Januar 2012 von Ciao Calotta

Als Lieblingsblume des Barock zierte die leuchtende Pracht der Tulpen fürstliche Gärten und blühte selbst in bürgerlichen Stuben. Damals hatte die Pflanze exotischer Herkunft bereits eine recht bewegte Vergangenheit hinter sich.

Die Blume aus der Gattung der Liliengewächse war hoch geschätzt und weit verbreitet.  In der Barockzeit längst kein Neuling mehr.

Um  1556 hatte  Ghiselin de Busbecq als Gesandter des deutschen Kaisers Ferdinand , die Ahnen der Tulpe am osmanischen Hof kennengelernt. Dort wuchsen sie wild oder in wunderschönen Gärten. Die Regierungszeit Soleimans II wurde die “Tulpenzeit” genannt. Was die Lilie den Bourbonen, war die Tulpe den Osmanen.

Busbecq schickte Tulpenzwiebel nach Wien. Dort wurden sie von Charles L’Ecluse kultiviert und vermehrt. In den folgenden Jahrzehhnten blühten die Tulpen in immer mehr fürstlichen Lustgärten und zierten so manches Anwesenen eines wohlhabenden Patrizier, vor allem in Süddeutschland.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts kam sie vor allem in Holland und Frankreich in Mode.

Der Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach hat ab 1715, “in seinem Carlsruhe ein Eden sich erbaut”. Als herrlichste von allen , als “elegantissima spezies” galt die Tulpe, die in der Gunst des Markgrafen an erster Stelle stand. Markgraf Karl Wilhelm  war nicht nur ein Liebhaber  sondern auch ein Kenner der Pflanzenwelt. So ließ er an seinem Hofe neue Tulpensorten züchten. 1725 wurden im Karlsruher Garten 559 Tulpensorten gezählt.

Auf Blumenporträts im Goldrahmen mit weißblauer Schärpe geschmückt, prangen drei Tulpen unter hochherrschaftlichen, in goldenen Lettern gedruckte Namen: Sybilla Augusta, Markgräfin von Baden, Markgraf Louis von Baden  und Prinz August von Baden. Sie nehmen die ersten Plätze in der Blumengalerie ein, mit der der Markgraff Karl Wilhelm seine Schätze  vor Vergänglichkeit bewahren wollte.

“Nichts kan die Augen mehr vergnügen und diejenigen ergötzen, welche von dem, was schön ist, recht zu uhrteilen wissen.”

Die Abkömmlinge der “Tulipa turcarum” finden wir heute in Blumenläden, Gartencenter und in unseren Gärten. Dort sind sie nicht mehr wegzudenken. Ich freue mich schon auf ihre Blüte.

Den ausführlichen Artikel von Brigitte Wormbs fand ich in: Eine barocke Schöne mit Vergangenheit. In: In Baden-Württemberg : Kultur-Leben-Natur 41 (1994), Nr. 1, S. 2-9.

Eure

Sabine

 

 

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Barocker Theatersommer La fête champêtre

Dienstag, 28. Juni 2011 von Ciao Calotta

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