
Beglückt, beglückt,
Wer dich erblickt,
Und deinen Himmel trinket,
Wenn dein Gesicht
Voll Engellicht
Den Gruß des Friedens winket.
Ein süßer Blick,
Ein Wink, ein Nick,
Glänzt mir wie Frühlingssonnen;
Den ganzen Tag
Sinn’ ich ihm nach,
Und schweb’ in Himmelswonnen.
Dein holdes Bild
Führt mich so mild
An sanfter Blumenkette;
In meinem Arm
Erwacht es warm,
Und geht mit mir zu Bette.
Beglückt, beglückt,
Wer dich erblickt,
Und deinen Himmel trinket,
Wem süßer Blick
Und Wink und Nick
Zum süßern Kusse winket.
Ludwig Heinrich Christoph Hölty
Wolfgang A. Mozart war ein begeisterter Tänzer. Er versäumte weder die öffentlichen Maskenbälle im Theater, noch die Hausbälle von Freunden.
In einem Brief schreibt er:
Vergangene Woche habe ich in meiner Wohnung einen Ball gegeben. Wir haben abends um 6 uhr angefangen und um 7 uhr aufgehört, – was nur eine Stunde? – Nein Nein – Morgens um 7 uhr;
Mozart komponierte für die Tanzformen seiner Zeit. Insgesamt sind uns aus seiner Feder rund 130 Menuette, 40 Kontratänze, 49 Deutsche und 6 Ländler überliefert.
Zur Zeit Mozarts war die Tanzmode stark von Frankreich geprägt und Kontratänze waren sehr beliebt. Diese Tänze regten dazu an, immer wieder neue Figurenkombinationen zu erfinden. Sie sind ein Spiel mit bewegten Linien und Formen in Raum und Zeit.
Und wie das Wolferl sagen würde:
….ach kommt geschwind her ihr lieben, wir machen ein tanzerl.
Das Neuste erzählte Mozart von seiner Reise. Verwundert beschreibt er die beheizten Schuhe der Französinnen:
Hier haben die Frauenzimmer nichts als Chaufretten unter den Füssen, kleine hölzerne und mit Blech gefüllte Kästchen, die durchlöchert sind, darin ein glühender Ziegel, oder heisse Aschen, oder erdene Kästel mit Glut gefüllt. Mich erstaunten auch die Pariser Klosetts mit Wasserspülunge ebenso wie in London den grad erst erfundenen Blitzableiter und merkwürdig berührte ihn die Tea-Time.
Eure
Sabine![]()

Der reiche FürstPreisend mit viel schönen Reden
Ihrer Länder Wert und Zahl,
Saßen viele deutsche Fürsten
Einst zu Worms im Kaisersaal.
Herrlich, sprach der Fürst von Sachsen,
Ist mein Land und seine Macht,
Silber hegen seine Berge
Wohl in manchem tiefen Schacht.
Seht mein Land in üpp’ger Fülle,
Sprach der Kurfürst von dem Rhein,
Goldne Saaten in den Tälern,
Auf den Bergen edlen Wein!
Große Städte, reiche Klöster,
Ludwig, Herr zu Bayern, sprach,
Schaffen, daß mein Land den euren
Wohl nicht steht an Schätzen nach.
Eberhard, der mit dem Barte,
Würtembergs geliebter Herr,
Sprach: Mein Land hat kleine Städte,
Trägt nicht Berge silberschwer;
Doch ein Kleinod hält’s verborgen: -
Daß in Wäldern, noch so groß,
Ich mein Haupt kann kühnlich legen
Jedem Untertan in Schoß.
Und es rief der Herr von Sachsen,
Der von Bayern, der vom Rhein:
Graf im Bart! Ihr seid der Reichste,
Euer Land trägt Edelstein!