Ciao Calotta

So könnte es gewesen sein …. oder alles Gute zum Geburtstag

Sonntag, 17. April 2011 von Ciao Calotta

Es war einmal im schönen Ludwigsburg.

Dort wohnt die Prinzessin Janine von Geocaching.

Ritter Sven von Stahlross ist ihr „Ritter der Leidenschaft“. Fürst von Arbeit hat einen Auftrag für Ritter von Stahlross. Er soll seine Besitzungen im Nachbarland prüfen. Schweren Herzens macht er sich auf den Weg. Prinzessin Janine winkt ihm zu und tupft sich verstohlen mit einem Spitzentaschentuch ein paar Tränen von der Wange.

Die Zeit vergeht und wieder einmal schaut Prinzessin Janine sehnsüchtig aus dem kleinen Turmfenster, ihrem Lieblingsplatz, und hält Ausschau nach ihrem Liebsten. Die wärmenden Frühlingssommerstrahlen spiegeln sich in ihrem goldblonen Haar. Ein kleines Lächeln huscht über ihr Gesicht bei dem Gedanken an ihren Liebsten und ein leichter Seufzer, der ihre Sehnsucht ausdrückt, entweicht ihr. Doch was ist das? Sie kneift die Augen zusammen um besser sehen zu können. In der Ferne ist ein Reitertrupp, der sich geradezu auf das Schloss bewegt. Ritter Sven ist es nicht. Er ist nur mit drei Mannen unterwegs und diesen Trupp begleiten 40, wenn nicht sogar 50 Reiter. Ein Schrei entrinnt ihrem Mund. „Der platierte Ritter von Guttenberg“. Ein raubender, plündernder Ritter. Keine Burg war vor ihm sicher. Mit allen Mannen stürmte er die Burg „…..  Straße“ und entführte die Prinzessin Janine auf seine Burg bei Haßmersheim.

Die Kunde vom Raub der Janine von Geocaching verbreitete sich schnell. Auch Thorsten von Dunkel, einem Waffenbruder von Ritter Sven von Stahlross, kam dies zu Ohren. Ritter Sven, der nach seinem erfüllten Auftrag bei ihm auf dem Schloss weilte, ließ sofort sein Pferd satteln. Thorsten von Dunkel schloß sich mit seinen Mannen an und schon bald setzte sich der ganze Tross in Bewegung. Auch Maid Maike, eine Freundin von Prinzessin Janine, die sich sehr um das Wohl von Janine sorgte, begleitete sie. Der Astrologe Kröllchen und die Kräuterhexe Sternchen schlossen sich auch an. Schnell kamen sie voran und nach einem Zweitagesmarsch erblickten sie im Abendrot Burg Guttenberg. Stolz erhob sie sich über dem Fluße Neckar. Sie bezogen in der Kannengießer Heuberge Quatier. Im Morgengrauen brachen Ritter Sven und Ritter Thorsten mit ihrem Gefolge auf. Zuvor befragten sie den Astrologen Kröllchen nach dem Stand der Sterne und ließen sich auch von der Kräuterhexe Sternchen die Hühnerknochen werfen. Beide versprachen einen schnellen Sieg. Die Burg Guttenberg wurde, wie prophezeit, in Windeseile eingenommen. Der platierte Ritter zu Guttenberg wurde durch einen Schwertstich von Ritter Sven von Stahlross gefährlich verletzt.

Er hauchte auf dem Sterbebett die Worte: Der Schlüssel zur Kammer von der Prinzessin ist – „Im Tisch“. Prinzessin Janine von Geocaching wurde von ihrem Liebsten befreit und alle feierten ein ausgelassenes Fest. Der Narrenkai trieb so mancherlei Späße. Reichlich flossen Bier, Schnaps,Wein und Fleisch vom zahmen Schwein und Hausgefieder bruzelten auf dem Herd der Küche. Prinzessin Janine und Ritter Sven flanierten Hand in Hand im Licht des Mondes und lauschten den Klängen der Spielmannsleut Geyers, bevor sich ihre Lippen zu einem innigen Kuss trafen.

 

Eure

Sabine

 

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Zeitläufte – Der Hutsalon

Sonntag, 11. April 2010 von Ciao Calotta

Am Hofe werde ich Madam Claire genannt.

Ich kreire Hüte nach dem neusten Schrei und alle lieben und schätzen meine Hutcreationen. Mein Salon ist mitten in der Stadt unter den Arkaden am Marktplatz. Die Pacht ist sehr hoch, es ist eben eine teure Gegend. Aber es hat sich gelohnt. An Markttagen habe ich bis zu 10 Kunden.

In einer früheren Zeit, als ich noch am Hofe als Näherin arbeitete, nannte man mich Christine. Aber die Zeiten ändern sich, Gott sei Dank. Heute zähle ich zu einer der angesehendsten Frauen der Stadt.

Gerade bin ich mit ein paar neuen Modellen fertig geworden.

Diese Creation in verruchtem Rot bestellte Signora Praeti. Trés chic. Ihre Freunde nennen sie Julietta.

Sie ist eine, na sie wissen schon, Halbweltdame.

Sie verdankt ihren Ruf dem Umstande, dass Sie in Wien von Kaiserin Maria Theresia, wegen ihrer Buhlerei fortgewiesen wurde, und dem Marquise Sanvitiali aus Parma, oder vielmehr hunderttausend Goldstücken, die er für ihre Gunst bezahlte.

Dieses ausergewöhnliche Hütchen, geschmückt mit kleinen, roten Röschen, kleinen Vögelchen und einem roten Federbusch, wurde schon mit 30 Goldstücken für sie von einem Verehrer bezahlt.

Das Hütchen wird der Signora mit ihrer schwarzen Lockenpracht wunderbar stehen. Sie ist ja auch ein wunderhübsches Persönchen mit so einer zarten, porzellanenen Haut. So eine reine Haut sieht man hier selten. Sind doch die meisten Gesichtchen der Damen durch Pockennarben gekennzeichnet.

War es der junge Comte Giovanelli oder der Graf Sparda, der das Hütchen bezahlte? Egal – bezahlt ist bezahlt. Was kümmert mich das wetteifern der jungen Herrn, wenn die Goldstücke in meinem Beutel klimpern.

Oh, da ist ja auch der neue Jagdhut des Markgrafen.

Ein prächtiger schwarzer Filzhut mit kostbaren Silberborten, edlen langen Goldfasanen- und Straußenfedern. Verziert mit einer samtenen Rosette und einem handbemalte Medallion, auf dem ein Hirsch zu sehen ist. Wie hieß doch gleich die Malerin? Genau, Ludovike Simanowiz.

Alles teurer Schnickschnack für einen Jagdhut, aber wenn der Herr Markraf das so möchte muß es so sein.

Der tolle Herr Margraf soll um seine Gemahlin mal wieder zu ärgern, auf der Schloßrampe in den Speisesaal geritten sein. Man stelle sich vor: Dort habe er sein Pferd auf den Tisch geführt, um Reiterkunststücke aufzuführen. Die Markgräfin speiste gerade mit Gästen aus Ludwigsburg und dem Hof. Reihenweisen sind die Damen in Ohnmacht gefallen und die Herren waren damit beschäftigt, den Damen frische Luft zuzufächeln. Für den Einen oder Anderen eine bestimmt angenehme Art seiner Lieblingsdame näher zu kommen.

Aber zurück zum Markgrafen. Den tollen Markgraf nennt man ihn auch, wegen seiner amorösen Abenteuern, seinen derben Späßen, aber auch weil er sich dem Ausbau der Dörfer sowie der Entwicklung von Land- und Forstwirtschaft widmet. Er ist bestrebt die Lebensverhältnisse zu verbessern, sagt man. Seine Untertanen danken es ihm jedenfalls mit Fleiss, Gehorsam und pünktlichem zahlen ihrer Steuern.
Wirklich ein toller Mann, meine Verehrung Herr Markgraf.

Oje, jetzt hätte ich fast meinen dringendsten Auftrag vor lauter plappern vergessen. Ganz fertig ist er noch nicht. Um 11 Uhr beehrt mich die Marquise Saint Saes und möchte diesen Traum von Hut abholen.

Noch ein Schleifchen hier, und noch eins da und alle natürlich in rosa, ihrer Lieblingsfarbe.

Sie liebt Schleifchen und Rüschen, die schöne Maitresse-en-titre. Und alles muss aus einzigartigen Seiden- oder Brokatstoffe sein. Nur vom Feinsten. Je exotischer desto besser.

Man stelle sich vor, Madame besitzt sechs Mäuse, welche sie vor eine kleine Kutsche schirrt. Doch diese waren so ungezogen und bissen in Madames schöne Hände.

Diese Woche hat sie seine Durchlaucht nicht zur Jagd begleitet, weil sie anscheinend wegen dem Vorfall mit den Mäusen, schlecht Laune hatte. Um ihre Laune zu bessern, ließ seine Durchlaucht, natürlich durch die Marquise Saint Saes, dieses entzückende rosa Sonnenhütchen anfertigen. Auch ich bin fertig mit der Ausschmückung.

Geich ist es 10 Uhr. Nun muß ich mich aber sputen. Es ist Zeit den Salon zu öffnen. Meine Kunden können sehr ungeduldig werden und das kann ich mir nicht leisten.

Wenn ich sie verärgere, bin ich morgen vielleicht schon wieder ein Niemand.

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Holzarbeiten im 18. Jahrhundert

Samstag, 13. März 2010 von Ciao Calotta

Ein kleiner Baumwollfaden

Samstag, 26. September 2009 von Ciao Calotta

Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden, der hatte Angst, dass es nicht ausreicht, so, wie er war: “Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach”, sagte er sich, “und für einen Pullover zu kurz. An andere anzuknüpfen, habe ich viel zu viele Hemmungen. Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht, dazu bin ich zu blass und farblos. Ja, wenn ich aus Lurex wäre, dann könnte ich eine Stola verzieren oder ein Kleid. Aber so?! Es reicht nicht! Was kann ich schon? Niemand braucht mich. Niemand mag mich – und ich mich selbst am wenigsten.”
So sprach der kleine Baumwollfaden, legte traurige Musik auf und fühlte sich ganz niederge-schlagen in seinem Selbstmitleid.
Währenddessen läuft draußen in der kalten Nacht ein Klümpchen Wachs in der beängstigenden Dunkelheit verzweifelt umher. “Für eine dicke Weihnachtskerze bin ich viel zu klein” jammert es “und wärmen kann ich kleines Ding alleine auch niemanden. Um Schmuck für eine tolle große Kerze zu sein, bin ich zu langweilig. Ach was soll ich denn nur tun, so alleine in der Dunkelheit?”
Da kommt das kleine Klümpchen Wachs am Häuschen des Baumwollfadens vorbei! Und da es so sehr fror und seine Angst so riesig war, klopfte es schüchten an die Türe.
Als es den niedergeschlagenen kleinen Baumwollfaden sah, kam ihm ein wundeschöner Gedanke. Eifrig sagte das Wachs: “Lass dich doch nicht so hängen, du Baumwollfaden. Ich hab’ da so eine Idee: Wir beide tun uns zusammen. Für eine große Weihnachtskerze bist du zwar als Docht zu kurz und ich hab’ dafür nicht genug Wachs, aber für ein Teelicht reicht es allemal. Es ist doch viel besser, ein kleines Licht anzuzünden, als immer nur über die Dunkelheit zu jammern!”
Ein kleines Lächeln huschte über das Gesicht des Baumwollfadens und er wurde plötzlich ganz glücklich. Er tat sich mit dem Klümpchen Wachs zusammen und sagte: “Nun hat mein Dasein doch einen Sinn.”
Wer weiß, vielleicht gibt es in der Welt noch mehr kurze Baumwollfäden und kleine Wachsklümpchen, die sich zusammentun könnten, um der Welt zu leuchten?! (Verfasser noch unbekannt)

Eure
Sabinestern2

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Etwas zu Goethe

Freitag, 25. September 2009 von Ciao Calotta

Hab ich mal vor längerer Zeit gefunden, weiß nicht mehr woher. Ich fand es richtig nett.

Johann Wolfgang von Goethe befand sich in vornehmer Gesellschaft und wurde vom Sohn des Gastgebers wie folgt angesprochen: Hochverehrter Herr Geheimrat, auch wenn Sie Deutschlands Dichterfürst sind, möchte ich Ihnen dennoch die Wette anbieten, dass ich Ihnen zwei Wörter sagen kann, aus denen selbst Sie keinen Reim machen können. Goethe antwortete: Junger Mann, ich nehme diese Wette gerne an, nennen Sie mir die zwei Wörter. Der junge Mann antwortete: Die zwei Wörter sind Haustürklingel und Mädchenbusen.

Nachdem Goethe sich einige Minuten zurückgezogen hatte, lieferte als Beweis dafür, dass er tatsächlich Deutschlands Dichterfürst sei, das folgende Gedicht:

Die Haustürklingel an der Wand,
der Mädchenbusen an der Hand
sind beides Dinge wohlverwandt.
Denn, wenn man beide leis´ berührt,
man innen drinnen deutlich spührt,
dass unten draußen einer steht,
der sehnsuchtsvoll nach Einlass fleht.

Eure
Sabinestern2

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