Zeitläufte – Wie es Euch gefällt

h6s bleichEines Abends im Sommer wird zu Ehren des Prinzen Carl ein Fest gefeiert. Gäste von nah und fern werden erwartet.

Kutschen mit prächtigen Pferdegespannen fahren im Schlosshof vor. Damen in seidenen, reich bestickten Kleidern und Herren mit goldenen Borten und glitzernden Orden an ihren Gilets, werden von Lakaien über die große Treppe, in den Marmorsaal geleitet.

Im Schein von tausend Kerzen, die sich in den vielen Spiegeln wieder reflektieren, sieht man die hohen Herrschaften flanieren.

Es wird zu Tisch gebeten. Erlesene Speisen und Weine werden an der Tafel von einer viel zahl Diener serviert. Im Hintergrund erklingen zauberhafte Klänge eines Blockflötenquartetts.

Nachdem die Tafel durch den Prinzen aufgehoben wird, begibt man sich in das Schlosstheater. Im Theater wird ein neues Stück aufgeführt, an dem der Prinz selber mitwirkt, umringt von Schönen in Schäferinnenkostümen.

An verschiedenen Stellen im Park wurden kleine Bühnen errichtet. Auf der kleinen Seebühne spielen italienische Komödianten, Artisten bezaubern hier und da mit ihren Kunststücken, und so manch Sonderbares oder Kurioses sieht man in der großen Allee beim kleinen See.

Aus einer Ecke hört man Schwerter klingen und aus einer anderen sieht man Falken wie Pfeile durch die Luft schießen um ihre Opfer zu schlagen.

Imposant sind auch die Wasserspiele, Wassertropfen – die sich tänzelnd nach einer Melodie bewegen. Und bei dem großen Feuerwerk sieht der Himmel wie eine Farbpalette aus, den Pinsel eingetaucht in Farben um Formen zu kreieren. Nebel und Schwefelgeruch hängt in der Luft. Die Morgendämmerung steigt auf und ein neuer Tag beginnt.

Jeder findet Das zur Zerstreuung, was ihm gefällt.

Eure
Sabinestern2

Pulcinella – der Akrobat

comm blüba1Dies ist eine neapolitanische Maske mit Ursprung in Kampanien, deren körperlicher Aspekt sie aussehen lässt wie ein Hahn. Die Nase hat die Form des Schnabels, genannt „Alten pullus gallinaceus“. Es wird vermutet, die Etymologie des Wortes leite sich von dem Wort „Pulliciniello“ dass pulcino oder Küken heißt, ab.

Der Pullcinella ist ein dümmlicher Diener. Er ist mit seiner auffallenden Nase auch sonst nicht gerade eine imponierende Erscheinung. Meistens hat er einen Buckel, der größer ist als sein Bauch. Trotzdem ist er flink und wendig.

Er kann sowohl dumm als auch schlau, mutig oder feige sein, und er verfügt über eine sehr lebendige Ausdruckskraft, wie der typische Neapolitaner.

Tiepolo verewigte ihn auf mehreren Gemälden, die nun im Museum des 18. Jahrhunderts in Venedig (Cà Rezzonico) bestaunt werden können.

Sein Kostüm besteht aus einem weißen Mantel mit einem Gürtel, einem langen schwarzen Hut und einer Maske, die eine krumme Nase und Falten hat.

Eure
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Arleccina – das Kammerkätzchen

maike arleccArlecchina ist eine Figur aus der Commedia dellárte.

Sie ist heiter, sich selbst behauptend, kokett und gewitzt, aber auch satirisch als naiv gekennzeichnet. Als Zofe einer adligen Dame ist sie listig und kein Blatt vor den Mund nehmend.

Intrigen liebt sie und versteht sich nicht nur aufs Inszenieren, sondern auch aufs Verwischen. So arrangiert sie heimliche Tête-à-Tête für ihre Herrin und setzt ihrem Herrn Hörner auf.

Vor aufdringlichen Männern weiß sie sich zu wehren,wenn auch manchmal mit einer Ohrfeige.

Warum heiratet man einen reichen Mann? Etwa aus Liebe? Wohl eher wegen dem mit Goldstücken prall gefüllten Geldbeutel. Unverblümt gibt sie ihre Kommentare ab.

In Arlecchino ist sie schon immer verliebt, leider nimmt es der mit der Treue nicht so genau. Sie tracktiert ihn, auch mit Schlägen, bis dieser endlich aufgibt und ihr einen Ehering auf den Finger schiebt.

Eure
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Commedia dellárte

vmesse2_thumb Zur Commedia dellárte gehören die typischen Figuren, die vom Publikum an der Körperhaltung, der Maske, dem Klang der Stimme und an der Art der Gesten erkannt, belacht und geliebt werden. Man nennt sie auch Stehgreiftheater.

Der Schauspieler drückte sich meisterhaft in Wort oder Gebärde aus. Die Themen der Stücke stammen aus Romanen und Gedichten, aus Komödien und Farcen und Spielereien am Hofe. Die Commedia wurde vom Geist der Renaissance getragen mit ihrer vollen Lebensfreude und Optimismus, den nicht mal die Kirche brechen konnte.

Handwerker schlossen sich in Venedig und in anderen größeren Städten zu Schauspieltruppen zusammen. Sie spielten auf Märkten zur Belustigung. Es war aber auch in Mode gekommen Komödianten bei Festen am Hofe spielen zu lassen, weil ihre Geschichten amüsant waren. Sie nannten ihre Spielweise „dellárte“. Was heißen sollte: Handwerk des Theaterspielens.

Bereits 1509 kann man in Venedig eine Verlautbarung lesen:

Seit einiger Zeit ist in unserer Stadt Mode geworden, bei Festen, Hochzeiten und Gastmählern Komödien zu spielen, in sogar eigens dazu errichteten Gebäuden. Dabei werden von maskierten Personen unflätige Reden geführt und schändliche, schamlose Dinge getan.

Arlecchino, Brighella, Pantalone und die anderen Typen der Commedia hatten die Bühne erobert.
Eure Sabine stern2

Ciao Calotta

sabse Hello World,

jetzt ist meine Seite endlich da. Danke, für das Helfen, Prof.

Mit „Ciao Calotta“ verfolge ich das Ziel Andere aus dem Alltag zu entführen, Informatives weiterzugeben und vielleicht auch ein bisschen zu verzaubern.

Aber vor Allem: „Ciao Calotta“ soll Spaß machen. Bei Twitter zu finden unter ciao_calotta.

Eure
Sabinestern2