Leben

IMG_0788

Ich liebe das Leben, die Liebe, die Welt, 
hab ich auch manchmal nicht so viel Geld.
So habe ich gelernt:

Geschenke des Lebens kann man nicht kaufen,
So muß man manch Hürde nehmen oder umlaufen.
Mal tief traurig nach rechts und dann auch wieder nach links heiter,
dreht sich das Karussell des Lebens weiter.
Drum rate ich dir gern hier
zu diesem LEBENS-Elixier:
„Bejahe das Leben so wie es ist,
und sehe es nicht als Perfektionist.“

                                     S. Scherer

Eure Sabinestern2

Lebenskunst

„Jugend ist nicht ein Lebensabschnitt, sie ist ein Geisteszustand. Sie ist Schwung des Willens, Regsamkeit der Phantasie, Stärke der Gefühle, Sieg des Mutes über dir Feigheit, Triumph der Abenteuerlust über die Trägheit.Niemand wird alt, weil er eine Anzahl Jahre hinter sich gebracht hat. Man wird nur alt, wenn man seinen Idealen Lebewohl sagt.

Mit den jahren runzelt die Haut, mit dem Verzicht auf Begeisterung aber runzelt die Seele. Sorgen, Zweifel, Mangel an Selbstvertrauen, angst und Hoffnungslosigkeit, das sind die langen, langen Jahre, die das Haupt zur Erde ziehen und den Geist in den Staub beugen.

Ob siebzig oder siebzehn, im Herzen eines jeden Menschen wohnt die Sehnsucht nach dem Wunderbaren. Du bist so jung wie deine Zuversicht, so alt wie deine Zweifel. so jung wie deine Hoffnung, so alt wie deine Verzagtheit.

So lange die botschaften der Schönheit, Freude, Kühnheit, Größe, Macht von der Erde, den Menschen und dem Unendlichen dein Herz erreichen, – solange bist du jung.“

Mario Betti

Ich habe dieses Gedicht in dem Magazin „natürlich gesund & munter“ gelesen und war hellbegeistert. Mario Betti war mir vorher nicht bekannt.

Eure

Sabine

 

Gedanken über das Alter

Heute besuchte ich eine gute Freundin und wie es so ist, kamen wir auch auf das Thema Alter zu sprechen. Ich erinnerte mich an eine Geschichte , die Dieter Hildebrandt geschrieben hat, die ich richtig passen fand.

Das Alter tritt ein. Unhöflich, ungezogen und ohne anzuklopfen. Plötzlich steht es im Raum. Man schaut es an, ist überrascht, sagt:“Ach, da bist Du ja. Kommst Du nicht etwas zu früh?“ Es sagt: „Hast du mich nicht kommen sehen?“ „Nein,“ sage ich, „ich hatte keine Zeit, ich war zu sehr mit der Jugend beschäftigt.“ Es nickt und murmelt mürrisch: „Sie sind alle nicht vorbereitet. Altern muß man üben. Manche beherrschen es schon in jungen Jahren.“ Ich werde es lernen. Ich liebe das Alter.“ Das Alter mustert mich verächtlich: „Wenn du mir jetzt noch diesen dümmsten Satz zumutest, der je zu diesem Thema gesagt wurde, nämlich, dass man immer so alt wäre, wie man sich fühle, während doch die Mehrzahl immer nur spielt, als wäre sie jünger als ihr Alter, dann bist Du bereits zur Hälfte in der Gruft!“ Ich war so empört darüber, das mich das Alter duzt, dass ich die Gruft glatt überhörte. „Verlassen sie sofort mein Haus!“ schrie ich. Das Alter lächelte und verließ das Haus. Als ich am nächsten Morgen aufwachte, saß es an meinem Bett, grinste und sagte: „Hallo Alter.“

Es wohnt jetzt bei mir. Ich hasse es. aber es hilft nichts. Es ist nicht umzubringen. Unverwüstlich. Ach so, und dieser immer wieder einschlagende Satz, den mein Alter so zynisch kommentiert. Ich weiss jetzt wie er lauten muss: So wie man sich fühlt, so alt ist man auch.

von Dieter Hildebrandt

(Tagesspiegel 18.03.2008)

Eure

Sabine