Gedanken in der Adventszeit

Die Adventszeit ist eine sehr schöne, aber auch besinnliche Zeit.

Schön ist was unser Auge sieht und wir wahrnehmen. Besinnlich sind unsere Gedanken und Empfindungen.

Wenn ich jetzt spazieren gehen, erfreue ich mich an den ausgefallenen Lichtspielereien in unserem Stadtteil und auch der Lichtergirlanden und den dekorierten Geschäften der Innenstadt. Es riecht so herrlich nach Zimt, Nelken und Orangen; nach Frieden und Freude.

Jeden Tag endecke ich bei meinen Spaziergängen etwas Neues. Die Menschen scheinen glücklich zu sein.

Wir sind es. An den Weihnachtstagen trifft sich die Familie. Der eine Sohn reist aus Amerika an, unsere zwei Studenten aus Aachen und Hamburg. Und das Töchterle mit ihrem Mann, um die Ecke, ergänzt die Runde.

Aber es gibt auch Menschen, die diese Zeit gar nicht mögen, wie meine Freundin. sie hasst Weihnachten. Gefühlsdusselei, Kommerz und religiöser Krims Krams.  Das einzig Gute sei, dass wir nicht arbeiten müssten. Sie lebt allein. Eine feste Beziehung hatte sie noch nie und fühlt sich von der Welt belogen und betrogen. Ein Freund von mir wurde dieses Jahr von seiner Frau verlassen. Aus dieser Beziehung entstanden zwei goldige Kinder. Er hat keine Lust Weihnachten zu feiern und hadert mit seinem Schicksal.

Ich habe meine Freundin zu Weihnachten eingeladen und sie hat die Einladung gerne angenommen. Mein Freund besucht uns an Sylvester. Wir werden diese Zeit zusammen genießen und viel Spaß haben.

Aber wieviele Menschen gibt es , die Niemanden haben, den sie besuchen können? Gibt es nicht vielleicht Jemanden in eurem Bekanntenkreis, den ihr einladen könntet mit euch zu feiern und ein wenig heile Welt zu schenken?

Eure

Sabinestern2

 

 2014-10-15 21.13.48