Der Chiemsee – unendliche Weiten und Möglichkeiten

Für unser Reiseziel im September haben wir uns den Chiemsee ausgesucht. Eine Woche wollten wir ihn und seine Umgebung erkunden. Einmal vor anno dazumal habe ich ihn besucht und mein Hamburger Jung kannte ihn gar nicht.

Tag 1: Unsere Ankunft am Chiemsee war nach 5 Std. stressiger Autofahrt. Aber unser Hotel „Gästehaus Westernacher in Prien“ und der Blick auf den See entschädigten uns. Unser Zimmer ist schön groß und das Personal sehr freundlich und nett. Tessa unser kleiner Yorki ist gleich der Star und wird mit Leckerlis verwöhnt. Unter unserem Zimmer liegt der Gourmettempel. Bei einem Espresso und einem Stück Himbeertorte erwachten die Lebensgeister wieder. Wir beschließen das Städle zu erkunden. Mit der Zugfahrt vom Bahnhof zur Strandpromenade, der Chiemseebahn, einem leckeren Abendesse im Hotel und einem Abendspaziergang an der Seepromenade, beenden wir unseren ersten Tag.

hotel_schlossblick_chiemsee_front 2015-09-12 18.42.37 2015-09-12 18.41.56 2015-09-12 18.09.27 2015-09-12 18.12.17 2015-09-12 18.38.58

Tag 2: Nach einem ausgiebigen Frühstück in einem tollen Ambiente machen wir uns auf unsere Wanderung nach Gstadt. Der Weg führt uns 12 km am Seeufer entlang. Ein idyllischer Wanderweg erwartet uns. Die Sonne lacht und die Temperaturen könnten mit 25 Grad nicht besser sein. Aber auch den schönsten Weg merken wir Sesselpupser irgendwann in den Beinen. Unsere Tessa läuft fleißig und mit Freude diesen Weg. Ab und zu geht sie an den See was trinken und marschiert weiter. Bei einem feinen Essen stärken wir uns für den Rückweg per Dampfer. Die Sonnenstrahlen küssen uns auf Deck und langsam entspannen wir. Nach einem Nickerchen und einer Abendrunde an der Strandpromenade lassen wir uns Bier und Essen richtig schmecken. Alle Drei fallen müde ins Bett.

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Tag 3: Heute faulenzen wir, dachte ich. Es regnet. „Komm wir machen eine kleine Runde um Prien,“ meint mein Herzele. Gesagt – getan. Sie entwickelte sich zu einer schönen, aber auch längeren Runde mit 10 km. Dafür gabe es als Entschädigung, Kaffee aus eigener Rösterei und Prinzregententorte.

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Tag 4: Au und Autsch werden uns heute begleiten. Aber erstmal werden wir ausgiebig frühstücken. Eine große Inseltour mit dem Dampfer ist für heute geplant. Chieming und die Fraueninsel wollen wir heute besuchen. Die Überfahrt nach Chieming ist herrlich. Ein kleines Städtchen erwartet uns. Hier hat man bestimmt Erholung pur. Wir entdecken einen kleinen, sehr ansprechenden Imbiss. Fisch auf dem Holzbrett und ein Radler schmecken lecker. Am Seeufer auf einem Bänkchen genießen wir die Sonnenstrahlen bis zum nächsten Dampfer zur Fraueninsel. Die Fraueninsel ist eine sehr schöne Insel. Irgendwie erinnert sie uns an die Insel Burano bei Venedig. Kleine nette Handwerkerläden führen am Weg entlang. Nach Kaffee und Kuchen schippern wir zurück nach Prien.

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Tag 5: Wir wollen heute den Ratzinger Höhenweg, der um Prien liegt, bewandern. Es soll wieder angenehm warm werden. Wir haben wirklich Glück mit dem Wetter. Also los. Wir genießen den Ausblick auf den Chiemsee von Rimsting. Den kleinen Ort verlassen wir auf einem wunderschöenen Wanderweg. Niemand begegnet uns und wir genießen die Natur. Über Greimharting wandern wir zurücknach Prien. Beim Cafe Sole in Prien, einem Geheimtipp aus dem Buch „Der Chiemgau – weiß-blau und weltoffen“ gibt es selbstgebackenen Kuchen von Mama, wie uns die Tochter des Hauses erzählt. Ein entspannendens Bad im Prienavera rundet diesen wunderschönen Tag ab.

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Tag 6: Von weitem sehen wir immer die Insel von der Strandpromenade aus. Heute werden wir die Herreninsel besuchen. Mit dem Dampfer fahren wir hinüber. Wir entschließen uns für einen etwas versteckten Weg. Es ist ein Weg zum Träumen. Er lädt uns auf einen Spaziergang ein. Schnell noch um die Ecke und wir sehen das Ende der Achse zum Chiemsee und in der Ferne das Schloss, welches Ludwig II erbauen ließ. Wir flanieren die 900m lange Allee entlang. Der König Ludwig hat sich da mal wieder ein edles Plätzchen ausgesucht. Opulent dekorierte Brunnen mit Wasserspielen und fantastisch aussehenden Figuren. Das Schloss innen konnten wir leider wegen Tessa nicht besuchen. Langsam schlendern wir zur Anlegestelle und setzen wieder nach Prien über.

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Tag 7: Nocheinmal leckeres Frühstück, einen Spaziergang an der Strandpromenade und dann machen wir uns auf den Heimweg.

Fazit: Wir haben für den Juli 2016 ein längeres Wochenende gebucht. Dem Hamburger Jung hat es sehr gut gefallen. Besonders die Freundlichkeit gegenüber Hunden gilt zu erwähnen, das ist nicht überall so.

Der Chiemsee liegt landschaftlich sehr schön. Man hat viele Wandermöglichkeiten. Vom Seeuferspaziergang bis zur Almwanderung (beim nächsten Mal) und Gipfelbesteigung. Der Wassersport (Segeln) kommt nicht zu kurz und das Essen ist ein Genuß. Ausflüge nach Rosenheim, München, Salzburg sind schnell erreichte Ziele.

Eure

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Gedanken in der Adventszeit

Die Adventszeit ist eine sehr schöne, aber auch besinnliche Zeit.

Schön ist was unser Auge sieht und wir wahrnehmen. Besinnlich sind unsere Gedanken und Empfindungen.

Wenn ich jetzt spazieren gehen, erfreue ich mich an den ausgefallenen Lichtspielereien in unserem Stadtteil und auch der Lichtergirlanden und den dekorierten Geschäften der Innenstadt. Es riecht so herrlich nach Zimt, Nelken und Orangen; nach Frieden und Freude.

Jeden Tag endecke ich bei meinen Spaziergängen etwas Neues. Die Menschen scheinen glücklich zu sein.

Wir sind es. An den Weihnachtstagen trifft sich die Familie. Der eine Sohn reist aus Amerika an, unsere zwei Studenten aus Aachen und Hamburg. Und das Töchterle mit ihrem Mann, um die Ecke, ergänzt die Runde.

Aber es gibt auch Menschen, die diese Zeit gar nicht mögen, wie meine Freundin. sie hasst Weihnachten. Gefühlsdusselei, Kommerz und religiöser Krims Krams.  Das einzig Gute sei, dass wir nicht arbeiten müssten. Sie lebt allein. Eine feste Beziehung hatte sie noch nie und fühlt sich von der Welt belogen und betrogen. Ein Freund von mir wurde dieses Jahr von seiner Frau verlassen. Aus dieser Beziehung entstanden zwei goldige Kinder. Er hat keine Lust Weihnachten zu feiern und hadert mit seinem Schicksal.

Ich habe meine Freundin zu Weihnachten eingeladen und sie hat die Einladung gerne angenommen. Mein Freund besucht uns an Sylvester. Wir werden diese Zeit zusammen genießen und viel Spaß haben.

Aber wieviele Menschen gibt es , die Niemanden haben, den sie besuchen können? Gibt es nicht vielleicht Jemanden in eurem Bekanntenkreis, den ihr einladen könntet mit euch zu feiern und ein wenig heile Welt zu schenken?

Eure

Sabinestern2

 

 2014-10-15 21.13.48

 

Ob schwarz, ob braun, ob aschen,ich liebe alle Taschen

Unser diesjähriger Urlaub führte uns, wie schon so oft, in das schöne Venetien. Das kleine Städtchen Ca di valle an der Adria wird für die nächsten Tage unser gewähltes Urlaubsziel sein.

Wie in jedem kleinen Städtchen, gibt es auch hier, einmal in der Woche einen Markt. Lederjacken, Handschuhe, Taschen, Textilien und alle Arten von Krims Krams kann man dort kaufen. Mittlerweile ist es zu einem Sport geworden um das begehrte Objekt mit dem Händler zu feilschen.

Mir geht es so wie vielen Frauen – ich liebe außer Schuhen, die passenden Handtaschen dazu. Italien ist nun mal das Paradies für schicke, ausgefallene Handtaschen.

Zu dem Thema Handtaschen habe ich eine nette Geschichte erlebt.  Ich möchte sie euch nicht vorenthalten.

Wir schlenderten über den Markt und es kam wie es kommen musste. Ich sah sie, es war Liebe auf den ersten Blick. Ein kleines, schwarzes, von der Form her ausgefallenes, süßes Täschchen.

„Was soll diese Tasche kosten?“ fragte ich die rothaarige Verkäuferin, mit gleichgültiger Stimme. „35 Euro“, sagte sie zu mir. „Das ist mir zu teuer“, antwortete ich. „Ich mache dir einen guten Preis. Signora, was möchtest du bezahlen?“flüsterte sie mir zu. Ich überlegte kurz und nannte die Summe von 25 Euro.  „Oh, mamma mia, das geht nicht. Du bekommst sie für 30 Euro, du bist so eine nette Frau“, meinte sie schmeichelnd zu mir. Nach kurzem hin und her spazierte ich, mit leuchtenden Augen und 25 Euro weniger in meinem Geldbeutel, zurück ins Hotel.

Heute steht Venedig auf unserem Plan. Das heißt, durch die malerischen Gässchen flanieren, die grandiosen Palazzi bestaunen und einen Espresso am Markusplatz trinken, der zwar teuer ist, aber jeden Cent, in diesem Fall Euro, wert ist. Es hat so seinen Charme dort zu sitzen, die Leute zu beobachten, sich von den schicken Kellner bedienen zu lassen und den Musikern zu lauschen. Das ist einfach herrlich.

Shoppen kann man auch in Venedig, aber Frau muß da schon etwas tiefer in den Geldbeutel greifen. Wir schlenderten an den Läden von Dior, Cartier, Prada, Fendi usw., Namen mit Sang und Klang, vorbei. Das nächste Gässchen führte uns am Hotel San Zulian, verschiedenen Maskenläden und Lokalen entlang.

Ich traute meinen Augen nicht, dort drüben war ein Lederwarengeschäft und dort hingen, mein gestern gekauftes, süßes Handtäschchen in braun, rot, lia, blau, in bestimmt 16 Farben und Kombinationen. Zum Preis, ihr werdet es kaum glauben von 18 Euro.

Ich war geschockt, aber nicht lange genug. Ein braunes Handtäschchen zum Preis von 15 Euro, nannte ich nach fünf Minuten mein eigen.

Zwischen Freude und etwas Ärger hingerissen, beschließe ich für die Zukunft, erst einen Bummel durch Venedig zu machen, bevor ich mir etwas Neues kaufe.

Oder wie die Parodie: Drum prüfe wer sich ewig bindet, ob sich nicht noch was besseres findet.

Eure

Sabinestern2

2014-09-23 14.30.01

2014-09-18 10.01.29

Entspannte Weihnachten

Wieder einmal stehen die Weihnachtsfeiertage vor der Tür und es herrscht reges Treiben im Weihnachtsland.

Lisa und Nico helfen kräftig bei den Weihnachtsvorbereitungen mit. Beide machen eine Ausbildung zum christlich geprüften Weihnachtshelfer. Sie müssen in jeder Abteilung zwei Wochen absolvieren.

Lisa näht momentan vormittags in der Puppenabteilung Abendkleider für die Barbies. Mittags hilft sie Geschenke hübsch zu verpacken und abends bearbeitet sie die Wunschzettelliste im Computer. Ein harter und langer Tag.

Nico kontrolliert die Spielekonsolen ob sie funktionieren und nachmittags ist er im Warenlager und räumt die Päckchen in das für sie vorgesehene Regale.Ab Morgen hilft er beim beladen der Schlitten mit den Geschenken für Heiligabend.

Beim Abendessen treffen sich die Zwei und Nico meint zu Lisa: „Langsam wird mir Weihnachten zuviel. Nico hier, Nico da. Ich finde es wirklich schön die Wünsche der Kinder zu erfüllen, aber langsam werden sie immer ausgefallenener und verrückter und die Arbeit immer schwerer. Ich fühle mich total überfordert und habe kaum mehr Hunger.“                                                                                                                           „Mir geht es genauso,“ mein Lisa. Hier ein Schleifchen und dort ein Rüschchen, dann noch verpacken und abends die Datenpflege. Mir raucht der Kopf. Ich habe jeden Abend Kopfschmerzen und schlafe nur ein paar Stunden und liege dann wach im Bett.“

Rosa setzt sich zu den Zweien an den Tisch. Sie ist auch noch in der Ausbildung und mit beiden gut befreundet. „Seid mir nicht böse, ich habe eurem Gespäch zugehört. Kennt ihr Calotta? fragt sie. Nein kommt aus beider Munde. „Wer ist Calotta und was macht sie?“ fragt Nico.

„Calotta ist eine Freundin von mir. Sie kennt verschiedene Entspannungsmethoden“, erklärt Rosa. „Äh, was?“ fragt Lisa. „Calotta hilft mit verschiedenen Techniken Stress  zu bewältigen“ fügt Rosa hinzu. „Stress was soll das sein?“ fragt Lisa. „Genau darüber habt ihr gerade gesprochen. Ein empfundener Spannungszustand, der den Körper in Alarmbereitschaft versetzt. Das Gefühl der Überforderung, Essstörungen, Kopfschmerzen, Schlafprobleme sind Folgen von Stress, aber darüber kann euch Calotta mehr erzählen. „Aber was kann man denn dagegen tun, das hört sich ja grausig an“, flüstert Lisa mit zarter Stimme. „Da weiß Calotta Rat. Es gibt wie ich vorher gesagt habe verschiedene Methoden diesen Spannungszustand in den Griff zu bekommen. Ich bin zum Beispiel Freitags in der Schutzengel-Yoga- Gruppe. Seit ich dort trainiere,  fühle ich mich viel besser und ruhiger. Aber jetzt muß ich los. Bei den Renntieren gab es heute Nacht Nachwuchs. Ich will die Eltern und das Kleine besuchen. Ciao.“

„Komm Nico wir schauen mal bei Calotta vorbei, vielleicht hat sie Zeit für uns.“ „Ich weiß nicht,“ murmelt Nico.  „Auf komm, du Faulpelz. Wir können uns ja mal anhören was sie uns rät. Schließlich ist bald Weihnachten und da möchten wir doch fröhlich mitfeiern“ meint Lisa mit einem kleinen blitzen in den Augen.

2013-12-21 17.41.35Bild genehmigt von Ramona Hanf

Ich wünsche Euch ein fröhliches und entspanntes Weihnachtsfest.

Im neuen Jahr erscheint mein E-Book „Ciao Calotta“. Darin wird Calotta über ihre Reise durch die Entspannungtechniken berichten.

Eure

Sabinestern2

 

 

 

 

Darf ich bitten ……

Es ist schon fast 9 Uhr. Jetzt aber hurtig.

Drei neue Tänze habe ich vorbereitet und ein paar werden wir wiederholen. Schnell die Treppe hinauf und in den kleinen Saal.

Dreierschritt, Walzerschritt, Pendelschritt, Kolofassung im Frontkreis – das ist der Trias schwirrt es mir im Kopf herum. Leise summe ich die Melodie vor mich hin.

Frau Böhlke hat schon einige Stühle aufgestellt. Wie früher in der Tanzstunde. Eine Reihe am Fenster und gegenüber auf der anderen Saalseite die andere Reihe.

Und schon kommen sie – meine Tanzmädels. Pünktlich wie immer und schick sehen sie wieder aus.

Heute sind es 20 tanzfreudige Seniorinnen, die mich erwartungsvoll anschauen. Erstmal ein Geburtstagsständchen für Frau Elstner, die am Montag ihren 78 Geburtstag feierte. Sie verteilt an alle etwas Süsses. Das ist so Brauch an Geburtstagen.

Karle, die Schlossmaus habe ich heute als Geschichte zum vorlesen und zur Einstimmung gewählt.

Und dann tanzen wir: Langsamen Walzer, internationale Volkstänzen und alte Deutsche Tänze.

Zum Schluss gleite ich mit Frau Schütz, einer rüstigen 90 Jährigen, zu einem Walzer übers Parkett.

Die Zeit ist wie im Fluge vergangen und es war wieder wunderschön.

Danke meine werten Damen.

Nettes Video zu dem Thema  bei Youtube gefunden.

Eure

Sabine