Ob schwarz, ob braun, ob aschen,ich liebe alle Taschen

Unser diesjähriger Urlaub führte uns, wie schon so oft, in das schöne Venetien. Das kleine Städtchen Ca di valle an der Adria wird für die nächsten Tage unser gewähltes Urlaubsziel sein.

Wie in jedem kleinen Städtchen, gibt es auch hier, einmal in der Woche einen Markt. Lederjacken, Handschuhe, Taschen, Textilien und alle Arten von Krims Krams kann man dort kaufen. Mittlerweile ist es zu einem Sport geworden um das begehrte Objekt mit dem Händler zu feilschen.

Mir geht es so wie vielen Frauen – ich liebe außer Schuhen, die passenden Handtaschen dazu. Italien ist nun mal das Paradies für schicke, ausgefallene Handtaschen.

Zu dem Thema Handtaschen habe ich eine nette Geschichte erlebt.  Ich möchte sie euch nicht vorenthalten.

Wir schlenderten über den Markt und es kam wie es kommen musste. Ich sah sie, es war Liebe auf den ersten Blick. Ein kleines, schwarzes, von der Form her ausgefallenes, süßes Täschchen.

„Was soll diese Tasche kosten?“ fragte ich die rothaarige Verkäuferin, mit gleichgültiger Stimme. „35 Euro“, sagte sie zu mir. „Das ist mir zu teuer“, antwortete ich. „Ich mache dir einen guten Preis. Signora, was möchtest du bezahlen?“flüsterte sie mir zu. Ich überlegte kurz und nannte die Summe von 25 Euro.  „Oh, mamma mia, das geht nicht. Du bekommst sie für 30 Euro, du bist so eine nette Frau“, meinte sie schmeichelnd zu mir. Nach kurzem hin und her spazierte ich, mit leuchtenden Augen und 25 Euro weniger in meinem Geldbeutel, zurück ins Hotel.

Heute steht Venedig auf unserem Plan. Das heißt, durch die malerischen Gässchen flanieren, die grandiosen Palazzi bestaunen und einen Espresso am Markusplatz trinken, der zwar teuer ist, aber jeden Cent, in diesem Fall Euro, wert ist. Es hat so seinen Charme dort zu sitzen, die Leute zu beobachten, sich von den schicken Kellner bedienen zu lassen und den Musikern zu lauschen. Das ist einfach herrlich.

Shoppen kann man auch in Venedig, aber Frau muß da schon etwas tiefer in den Geldbeutel greifen. Wir schlenderten an den Läden von Dior, Cartier, Prada, Fendi usw., Namen mit Sang und Klang, vorbei. Das nächste Gässchen führte uns am Hotel San Zulian, verschiedenen Maskenläden und Lokalen entlang.

Ich traute meinen Augen nicht, dort drüben war ein Lederwarengeschäft und dort hingen, mein gestern gekauftes, süßes Handtäschchen in braun, rot, lia, blau, in bestimmt 16 Farben und Kombinationen. Zum Preis, ihr werdet es kaum glauben von 18 Euro.

Ich war geschockt, aber nicht lange genug. Ein braunes Handtäschchen zum Preis von 15 Euro, nannte ich nach fünf Minuten mein eigen.

Zwischen Freude und etwas Ärger hingerissen, beschließe ich für die Zukunft, erst einen Bummel durch Venedig zu machen, bevor ich mir etwas Neues kaufe.

Oder wie die Parodie: Drum prüfe wer sich ewig bindet, ob sich nicht noch was besseres findet.

Eure

Sabinestern2

2014-09-23 14.30.01

2014-09-18 10.01.29