Die Gräfin bittet zum Bad

„Alltag im Barock“ von Gabriele Praschl- Bichler beschreibt die Pflege und Hygiene.

Hier ein kleiner Ausschnitt für Interessierte.

Um von der im 17. und 18. Jahrhundert nur mit geringen Aufwand, wie die trockene Toilette, betriebene Körperpflege zu erhalten, muss man zuerst einmal versuchen, die zeitgenössische Angst vor Wasser nachzuempfinden. Man fürchtete, dass sie in die Haut eindringende Stoffe, Wasser und Luft die Organe schädigen könnten. Diese Anschauung als lachhaft abzutun, würde der barocken Gesellschaft gegenüber eine grobe Ungerechtigkeit darstellen, da auch der Mensch des 21. Jahrhunderts seinen Körper nur denjenigen Pflegemitteln aussetzt, die Wissenschaft und Naturheilkunde empfehlen oder als ungefährlich bezeichnen.

Grundsätzlich scheint man umfangreiche Säuberungen nur anlässlich hoher feste oder offizieller Anlässe durchgeführt zu haben.

Die Reinigung im Haus nimmt man gewöhnlich mit Hilfe von Waschschüsseln vor, die sich im Schlafzimmer befinden. Vollbäder wurden in Badehäusern genommen. (S. 75, 76)

Private Badezimmer waren eine seltene Luxuseinrichtung und eine Sensation.

Diejenigen, welche naß baden wollen; setzten sich in eine Bade=Wanne, die mit Wasser angefüllt ist. Zu diesen Stuben nun ist insgemein iemand bestellet, welches denen Bade=Gästen aufwartet, auch ist insgemein ein Bader bey der Hand, wenn jemand schröpfen will …… (Zedler ,3.Bd., S. 98)

In einer Eintragung von Engelbert Kaempfer vom 17.4. 1683, der sich auf Reisen von Schweden

nach Russland befindet, erfährt man von den dortigen für Mittel- und Südeuropäer ungwöhnlich fortschrittlichen sanitären Einrichtungen, wo sogar „Bauern …. eine Badestube oder ein abgesondertes Badehaus … haben.“

Ich stelle es mir auch ganz schön kompliziert vor, wenn ein Hofstaat, der etwa 800 Menschen betraf, öfter baden wöllte. Die Wege wären zu lang jeden Einzelnen zu erreichen. Zusätzliche Räume mit Öfen zum erhitzen des Wassers und jede Menge Personal wären nötig gewesen.

Na da bin ich aber froh, dass ich baden kann wann ich möchte.

Ich habe ein ein pflegendes, harmonisierendes und wohltuendes Bad für euch kreiert.

 

Das Gräfin zu Waldenburg Bad

2 EL Jojobaöl

2 EL Avocadoöl

400 g Sahne

10 Tropfen Bergamotte Parfümöl

Dazu ein Glässchen Prosecco und viel Spass bei dem Genuß der Sinne

Eure

Sabine