Ciao Calotta

Salutations, Napoléon, Empereur des Français

Dienstag, 12. Januar 2010 von Ciao Calotta

Was ist denn hier los? Was ist denn das für ein Rummel? Karle reibt sich die Äuglein aus.

Königin Charlotte Mathilde ist nervös. Kaiser Napoleon wird mit seiner Gattin Josephine zu Besuch an den Hof König Friedrichs kommen. Johann, der Kammerdiener seiner Hoheit Friedrich I. erzählt beim 2. Frühstück von der Ankunft und den dazu gehörigen Vorbereitungen. Karle hört gespannt zu. Johann scheint gut gelaunt zu sein. Er legt Karle ein Stückchen Hefezopf hin.

Karle grubbelt die Zuckerkörner aus seinen Barthaaren. Mhmmm, lecker. Er hört weiter zu was Johann den Anderen erzählt. Da Napoleon gerne mit Gefolge zu Reisen pflegt, wird im Schlosshof ein Biwak errichtet. Lagerfeuer, Schweiß, Flüche und der leichte Geruch von Schießpulver zieht durch Karles Sinne.

Karle sieht im Hof Soldaten, die ihre Uniformen nähen. Oder das liebe Hausfrauchen, die Marketenderin, wie sie ihrem Mann den Marsch bläst, weil er etwas auf dem Hocker eingenickt ist.

Ein Reiter kommt auf einem schwer schnaubenden braunen Pferd geritten. In wenigen Minuten wird Napoleon und die Kutsche seiner Gattin Josephine nebst Höflingen und den restlichen Soldaten eintreffen.

Und da ist er, Karle schnappt nach Luft: Napoleon, der Kaiser der Franzosen. Wie so oft reitet er auf Marengo, seinem treuen Pferd, das ihn zu so mancher Schlacht getragen hat. Ein wunderschönes, stattliches Pferd, denkt Karle und das trägt einen so kleinen Mann.

Die Kutsche der Kaiserin fährt in den Hof. Gleich nachdem sie hält, springen drei Diener an den Schlag um ihn zu öffnen und den Herrschaften herauszuhelfen. Karle kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die schönen Pferde, die prächtige Kutsche und dann noch diese wunderschöne Dame. Mit ihren Augen schaut sie in Richtung Küchenbau. Sie blinzelt, was für ein koketter Augenaufschlag, denkt Karle. Bilde ich mir das wieder ein oder blinzelt sie mir zu?

Nacheinander verschwinden die Höflinge im Alten Corps de Logis. Sie werden sich etwas frisch machen und sich dann auf der Terrasse des Neuen Corps de Logis zeigen. Dieser Tage wird die Vermählung von Jerome Bonaparte, dem zukünftigen König von Westphalen und der Tochter des Hauses Katharina, geplant und heute Abend wird die Verlobung offiziell verkündet.

Karle knabbert gerade an einem ergatterten Stückchen Speck, als Anna, eines der Silbermädchen, in die Küche kommt. Stellt euch vor, was ich gerade aus dem Ofenrohr gehört habe, kicher. Unser Herr König Friedrich I.,, Anna knickst, begrüsste seine Majestät den Kaiser Napoleone Bonaparte, Anna knickst. Und was macht der? Er läuft um den 2,11m großen und bestimmt 200kg schweren Friedrich rum, blickt auf und sagt: “Ich wusste gar nicht, dass sich die Haut überhaupt so weit ausdehnen kann!” Darauf entgegnete Friedrich: “Und ich bin erstaunt, dass in einem so kleinen Kopf soviel Gift stecken kann!”

Karle hustet und hustet, hat er sich doch an dem Stückchen Speckschwarte verschluckt.

Anna erzählt weiter: Erst war ganz ruhig und wir Dienerschaft dachten schon, die Fetzen fliegen geich, als wir aufeinmal schallendes Gelächter hörten und durch das Schlüsselloch sah Hans wie sich die zwei Herren in den Armen lagen. Ein komisches Bild war das. Der große Dicke und der kleine Schlanke.

Das ganze Küchenpersonal lachte und auch Karle streichelte über sein Bäuchlein, das vom Lachen weh tat.

In der Küche ist es einfach schön. Doch nachher werde ich mich kurz nach draussen schleichen und mir die Hoheiten anschauen. Vielleicht sehe ich sie nochmal, die wunderschöne Kaiserin?

Eure
Sabine

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Tessa macht sich über den Weihnachtsmarkt Gedanken

Mittwoch, 04. November 2009 von Ciao Calotta

tessaFrauchen sagt: “Bald ist Weihnachtsmarkt”. Ein bisschen kann ich mich noch an letztes Jahr erinnern. So wie das eben eine kleine Yorkidame wie ich kann.

Manchmal bin ich froh, daß ich 2,5 kg wiege und in Frauchens Handtasche passe. Bei so vielen Beinen, die da laufen wird einem kleinen Hund ganz schwummrig. Aber ich darf mit Frauchen und Herrchen mit und zwar wenn es ganz doll wird – in der Tasche.

Auf dem Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg war immer viel los, aber wir wohnen jetzt in Heilbronn. Ob es bei dem Weihnachtsmarkt in Heilbronn auch so viele leckere Düfte gibt?

Zimt, Nelken, eine Prise Piment, ein Hauch von Muskat, Zitrone und Orange und noch der Geruch von vergorenen Trauben. Brrrrrrr, aber Frauchen und Herrchen schmeckt es. Es würde sie aufwärmen. Ich finde den Duft von Wurst und Fleisch viel besser. Ab und zu darf ich auch von den wilden Kartoffeln probieren, aber von dem Schokofrüchtespieß krieg ich nichts. Es sei nicht gut für meine Zähne, sagt Frauchen. Bestimmt will sie ihn allein für sich haben.

Ich freue mich schon darauf. Vielleicht kommt mich Gini besuchen und wir gehen dann zusammen auf den Weihnachtsmarkt. Sie darf dann auch mit in die Tasche. Ich mache mich auch ganz klein.

Eure

TessaPfote

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Ich heiße Tessa ….

Sonntag, 25. Oktober 2009 von Ciao Calotta

tessaWir sind eine ganz tolle kleine Familie.
Wir, das heißt Frauchen, Herrchen und ich.

Entschuldigung, ich bin ein Mini-Yorksshire Terrier und heiße Tessa. Geboren bin ich in Wolfsburg als “Indra von Terrys Checkpoint”. In meinem Impfpass steht “silver tan”.

Mein erstes Frauchen war schon etwas älter und ist gestorben und so kam ich nach einem halben Jahr wieder zurück in den Zwinger.

“Wir schauen uns den kleinen Hund mal an”, sagte Frauchen zu Herrchen. Es war Liebe auf den ersten Blick und sie nahmen mich gleich mit.

Zwei Tage später fuhren wir dann nach Ludwigsburg. Das war nämlich Frauchens Heimat. Herrchen wohnte bis dahin in Wolfsburg, ist aber Hamburger und zog mit mir nach Ludwigsburg. Jetzt wird es mir zu kompliziert.

Also wir fuhren nach Ludwigsburg in Frauchens Zuhause. Garten – herrlich, und viel Platz zum Tollen. Genau das richtige für mich. Da muss es doch einen Haken geben? Der Haken hieß Gini. Sie ist auch ein Yorki und gehört zur Familie von Frauchens Tochter, die auch dort lebt. Gini ist schon etwas älter, ist aber eine richtige Dame. Während ich gern im Garten grabe, passt sie auf, dass sie sich ja nicht dreckig macht. Sie ist wie eine ältere Schwester. Immer meint sie mir sagen zu müssen, was ich tun soll. Wenn ich dann nicht folge, machen wir “Ohren zwicken” und “Beine beißen”. Wir müssen ja schließlich feststellen, wer die Herrschaft hat. Leider meistens Gini, aber ich lass sie ja gewinnen vor lauter Respekt.

Ludwigsburg ist sehr schön. Es hat ein großes Schloss und zwei kleinere. Im großen Schloss gibt es einen Park mit ganz arg vielen Gerüchen. Ich kann mich gar nicht satt riechen. Das eine kleine Schloss ist ein Jagdschloss. Da darf ich wegen den Hirschen und Rehen nicht rein. Man hat Angst ich könnte sie erlegen. Ich bin froh, wenn mir keiner was tut! Aber Frauchen sagt, das hänge mit dem Wort “Gerechtigkeit” zusammen. Es würde ja auch größere Hunde geben und in jedem Hund stecke ein Jagdtrieb. Ich habe auch einen, habe ich festgestellt: wenn die Tauben in meinen Garten kommen, laufe ich auch bellend hinter ihnen her. Mit hoch erhobenem Kopf und aufgestellter Rute springe ich danach zu Frauchen und hole mir mein Lob ab, wie fein ich das gemacht habe.

Das andere kleine Schlösschen liegt an einem noch kleineren See. Da spazieren wir immer drum rum. Ich passe dann aber auf, dass ich ja nicht nass werde.

Die Spaziergänge mit Frauchen und Herrchen genieße ich. Egal ob sie mit mir in den Wald oder über Felder und Wiesen streifen. Das passiert jetzt noch viel öfter, denn sie haben ein neues Hobby: Geocaching. Jemand tut in eine Tupperschüssel irgendwas und versteckt sie dann irgendwo und dann suchen wir sie. Das macht Spaß.

Ruft mich da nicht Frauchen? Dann spute ich mich mal lieber, vielleicht hat sie was Leckeres für mich oder wir gehen Gassi. Tschüüüüüüüss.

Eure
TessaPfote

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Karle entdeckt Eberhard Ludwig

Samstag, 17. Oktober 2009 von Ciao Calotta

Maus_100Mhhhh, geht es mir gut. Das Stückchen Käse von Seppl war so lecker. Karle strich über sein Bäuchlein. Heute möchte ich auf eine weitere Erkundungstour im Schloss gehen. Aber warum heißt Schloss Ludwigsburg, eigentlich Ludwigsburg.

Im Mai 1704 klopfte der Herzog Eberhard Ludwig in Begleitung des Baumeisters Jenisch mit einem silbernen Hämmerchen auf den Grundstein und sagte: Dies sei die Ludwigsburg.

Es sollte ein Jagdlustschloss werden. Das alte Jagdhaus genügt den Ansprüchen nicht mehr um große Feste zu feiern. Die Jagd war schließlich eine große Leidenschaft des Herzogs. Er stiftete den Hubertusorden für die Jagd. Ein begehrter Orden. Und bald wurde aus dem Jagdlustschloss eine Residenz und dann das größte Barockschloss. So steht es geschrieben.

Hab ich ihn nicht gerade gesehen, fragte sich Karle. Er rieb mit seinen samtweichen Pfoten in seinen Äuglein. Ja, es war Eberhard Ludwig. Ehrfurchtsvoll schaute Karle wie der Herzog würdevoll die Schlosstreppe hinaufschritt, gefolgt von seinem schwarzen, treuen Hund Mélac. Karle schaute mit großen Äuglein den beiden nach.

Oben auf der Treppe empfängt der Herzog seine Mätresse Wilhelmine von Gräfeniz. Ach, ist die schön. Der Herzog begrüßt sie mit einem Handkuss und schaut ihr tief in die wunderschönen Augen. Karle wurde es ganz warm ums Herz. Ich kann gar nicht glauben das die Ludwigsburger sie nicht mögen. Wer so schön ist, kann doch nicht böse sein.

Karle huscht am Rand der Treppe hinauf. Puh, ich komm ganz außer Atem. Nach der ersten Treppe macht Karle eine kurze Pause. Er schaut sich um und sieht ein Deckengemälde. Ich kann mich nicht sattsehen, denkt Karle. Diese wunderschönen Farben und die lieblichen Figuren. Ist das nicht sie, die Gräfenitz. Lächelt sich mich nicht von diesem Bild aus an?

Knurrrrrrrr, war das schon wieder mein Magen? Mal sehen was ich hier zu essen finden kann. Schnell huscht Karle die Treppe weiter nach oben. Da steht der Seppl in seiner roten Livree mit großen goldenen Knöpfen. Seppl kennt Rosine, eine Küchenmagd. Von ihr bekommt Seppl immer die leckeren Brote zugesteckt. Gerade wird er abgelöst und geht in die Essstube der Diener. Ich werde ihm natürlich sofort unauffällig folgen. Aber schnell muss ich nochmal einen Blick auf das Deckengemälde werfen. Na sowas, hat sie mir etwa zugezwinkert?

Schloß_LB

Eure
Sabinestern2

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