Der Chiemsee – unendliche Weiten und Möglichkeiten

Für unser Reiseziel im September haben wir uns den Chiemsee ausgesucht. Eine Woche wollten wir ihn und seine Umgebung erkunden. Einmal vor anno dazumal habe ich ihn besucht und mein Hamburger Jung kannte ihn gar nicht.

Tag 1: Unsere Ankunft am Chiemsee war nach 5 Std. stressiger Autofahrt. Aber unser Hotel „Gästehaus Westernacher in Prien“ und der Blick auf den See entschädigten uns. Unser Zimmer ist schön groß und das Personal sehr freundlich und nett. Tessa unser kleiner Yorki ist gleich der Star und wird mit Leckerlis verwöhnt. Unter unserem Zimmer liegt der Gourmettempel. Bei einem Espresso und einem Stück Himbeertorte erwachten die Lebensgeister wieder. Wir beschließen das Städle zu erkunden. Mit der Zugfahrt vom Bahnhof zur Strandpromenade, der Chiemseebahn, einem leckeren Abendesse im Hotel und einem Abendspaziergang an der Seepromenade, beenden wir unseren ersten Tag.

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Tag 2: Nach einem ausgiebigen Frühstück in einem tollen Ambiente machen wir uns auf unsere Wanderung nach Gstadt. Der Weg führt uns 12 km am Seeufer entlang. Ein idyllischer Wanderweg erwartet uns. Die Sonne lacht und die Temperaturen könnten mit 25 Grad nicht besser sein. Aber auch den schönsten Weg merken wir Sesselpupser irgendwann in den Beinen. Unsere Tessa läuft fleißig und mit Freude diesen Weg. Ab und zu geht sie an den See was trinken und marschiert weiter. Bei einem feinen Essen stärken wir uns für den Rückweg per Dampfer. Die Sonnenstrahlen küssen uns auf Deck und langsam entspannen wir. Nach einem Nickerchen und einer Abendrunde an der Strandpromenade lassen wir uns Bier und Essen richtig schmecken. Alle Drei fallen müde ins Bett.

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Tag 3: Heute faulenzen wir, dachte ich. Es regnet. „Komm wir machen eine kleine Runde um Prien,“ meint mein Herzele. Gesagt – getan. Sie entwickelte sich zu einer schönen, aber auch längeren Runde mit 10 km. Dafür gabe es als Entschädigung, Kaffee aus eigener Rösterei und Prinzregententorte.

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Tag 4: Au und Autsch werden uns heute begleiten. Aber erstmal werden wir ausgiebig frühstücken. Eine große Inseltour mit dem Dampfer ist für heute geplant. Chieming und die Fraueninsel wollen wir heute besuchen. Die Überfahrt nach Chieming ist herrlich. Ein kleines Städtchen erwartet uns. Hier hat man bestimmt Erholung pur. Wir entdecken einen kleinen, sehr ansprechenden Imbiss. Fisch auf dem Holzbrett und ein Radler schmecken lecker. Am Seeufer auf einem Bänkchen genießen wir die Sonnenstrahlen bis zum nächsten Dampfer zur Fraueninsel. Die Fraueninsel ist eine sehr schöne Insel. Irgendwie erinnert sie uns an die Insel Burano bei Venedig. Kleine nette Handwerkerläden führen am Weg entlang. Nach Kaffee und Kuchen schippern wir zurück nach Prien.

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Tag 5: Wir wollen heute den Ratzinger Höhenweg, der um Prien liegt, bewandern. Es soll wieder angenehm warm werden. Wir haben wirklich Glück mit dem Wetter. Also los. Wir genießen den Ausblick auf den Chiemsee von Rimsting. Den kleinen Ort verlassen wir auf einem wunderschöenen Wanderweg. Niemand begegnet uns und wir genießen die Natur. Über Greimharting wandern wir zurücknach Prien. Beim Cafe Sole in Prien, einem Geheimtipp aus dem Buch „Der Chiemgau – weiß-blau und weltoffen“ gibt es selbstgebackenen Kuchen von Mama, wie uns die Tochter des Hauses erzählt. Ein entspannendens Bad im Prienavera rundet diesen wunderschönen Tag ab.

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Tag 6: Von weitem sehen wir immer die Insel von der Strandpromenade aus. Heute werden wir die Herreninsel besuchen. Mit dem Dampfer fahren wir hinüber. Wir entschließen uns für einen etwas versteckten Weg. Es ist ein Weg zum Träumen. Er lädt uns auf einen Spaziergang ein. Schnell noch um die Ecke und wir sehen das Ende der Achse zum Chiemsee und in der Ferne das Schloss, welches Ludwig II erbauen ließ. Wir flanieren die 900m lange Allee entlang. Der König Ludwig hat sich da mal wieder ein edles Plätzchen ausgesucht. Opulent dekorierte Brunnen mit Wasserspielen und fantastisch aussehenden Figuren. Das Schloss innen konnten wir leider wegen Tessa nicht besuchen. Langsam schlendern wir zur Anlegestelle und setzen wieder nach Prien über.

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Tag 7: Nocheinmal leckeres Frühstück, einen Spaziergang an der Strandpromenade und dann machen wir uns auf den Heimweg.

Fazit: Wir haben für den Juli 2016 ein längeres Wochenende gebucht. Dem Hamburger Jung hat es sehr gut gefallen. Besonders die Freundlichkeit gegenüber Hunden gilt zu erwähnen, das ist nicht überall so.

Der Chiemsee liegt landschaftlich sehr schön. Man hat viele Wandermöglichkeiten. Vom Seeuferspaziergang bis zur Almwanderung (beim nächsten Mal) und Gipfelbesteigung. Der Wassersport (Segeln) kommt nicht zu kurz und das Essen ist ein Genuß. Ausflüge nach Rosenheim, München, Salzburg sind schnell erreichte Ziele.

Eure

Sabinestern2

Städtetrip nach Rothenburg ob der Tauber

Im Juni suchten wir uns für einen Wochenendbesuch das Städtchen Rothenburg ob der Tauber aus. Wir heißt: Detlef meine bessere Hälfte, Tessa unsere Yorkidame und ich.

Bei herrlichem Sonnenschein machen wir uns auf den Weg.  Dieses Mal sind wir mit dem Auto unterwegs. Für die Fahrt nach Rothenburg brauchten wir eine starke Stunde. Mit dem Zug wären wir drei Stunden unterwegs gewesen.

Fasziniert betrachten wir die Stadtmauer und die vielen Türme. Durch das Spitaltor gelangten wir zu unserem Wochenendzuhause dem „Gerberhaus“. Ich war begeistert. Es sah sehr gemütlich aus und wurde mit viel Liebe ausgetattet. Ein Blick in die Gasträume löste bei mir entzücken aus. Hier ein bisschen Deko und dort noch ein bisschen Schnick Schnack. Wir wurden von der Chefin herzlich begrüsst und zu unserem Zimmer im ersten Stock gebracht. Auf halbem Weg nach draußen ging es zu einem kleinen Biergarten und einer überdachten Lounge. In unserem Zimmer empfieng uns angenehme Kühle und ein kuscheliges Himmelbett.

Schnell packten wir aus und suchten uns in der Nähe ein Gasthaus zum Essen. Schweinebraten und Knödel stärkten uns für unsere Wanderung. Der Mühlenweg steht heute auf unserem Programm.

Mit beschwingtem Schritt maschierten wir zum Spitaltor hinaus und den etwas steilen Weg nach unten zur Gipsmühle. Einen wunderschöner Weg wanderten wir an der Tauber entlang. Die zwitschernden Vögel und das Plätschern des Wasser begleiteten uns. Wir entschlossen uns für einen Waldweg Richtung Tobberschlösschen. Dort hatten wir einen tollen Ausblick auf die Stadt.

Ein kleiner Pfad führte uns wieder nach unten zur Fuchsmühle. Vorbei am Haus der Taubertaler Alpakas, auf einen idyllischen Wiesenweg, der uns dann auf den Weg zu zum Burgtor und dem Burggarten brachte. Müde spazierten wir durch’s Städtle bis zum Hotel. Im Biergarten gab es dann erst mal einen Espresso und Erdbeerkuchen. Unser Blick entdeckte die Stadtmauer, die direkt am Hotel vorbeiführte.

Nach dem Duschen und ein paar Minuten ausstrecken auf dem Bett , erkundeten wir dieses bezaubernde Mittelalterstädtchen. Kein Kaufhaus, nur bezaubernde kleine Geschäfte reihten sich hier aneinander. Unser Weg führte uns zum Marktplatz, dem Treffpunkt für Einheimische und Gäste. Wir schauten uns die imposante Rathausfassade an und den Turm mit seiner Aussichtsplattform. Dann setzten wir uns auf die Stufen. Von da hatten wir einen herrlichen Blick auf die Patritzierhäuser.

Dort vorne ist der Markusturm. Nicht weit davon entfernt ist der Treppeenaufgang zum Stadtmauerweg. Die Treppe war steil und der Weg schmal. Rechts der hölzerne Handlauf, links die Steinmauer mit den Schießscharten. In der steinigen Wand sind die Sponsoren eingeritzt, die nach dem 2. Weltkrieg geholfen haben , das Städtchen zu restaurieren. Kurz vor unserem Hotel führte der Weg wieder nach unten. Im Biergarten tranken wir noch einen Absacker und dann ab ins Himmelbett.

Wir haben wunderbar geschlafen. Der Frühstücksraum begrüßte uns mit einem fantastischen Buffet. Von Caprese über echten Lachs, hausgemachte Marmeladen, allerlei Obst, verschiedene Variationen von Eiern ………. Lecker und sehr gut.

Auf dem Programm steht ein Besuch des Kriminalmuseums, denn auch Hunde ist d er Besuchhier an der Leine erlaubt. Vier Stockwerke bedeutende deutsche Rechtskunde. Dazu zählten Folter- und Hinrichtungsinstrumente, Halsgeigen, Richtschwerter, Richträder, mittelalterliche Gerichtstexte und Anleitungen zu. Die Schandmasken muß ich etwas ausführlicher erklären. Sie gehörten zu den Ehrenstrafen. Sie wurden dem Verurteilten bei kleinen Vergehen angelegt, um ihn der Lächerlichkeit preizugeben. So waren z. B. an der Maske große Ohren für Jemanden, der lauscht, oder eine heraushängende Zunge für Geschwätzigkeit. Wenn man hier im Museum so alles betrachtet, boten die vergangenen Epochen ein hartes Leben für den normalen Menschen. Der Gegensatz dazu war der Besuch im Weihnachtsmarktmuseum und dem rießengroßen Geschäft der Käthe Wohlfahrt.

Im Gasthaus zum Ochsen ließen wir uns an einem schattigen Plätzchen ein leckeres Mittagsessen munden. Nach diesem Genuß schlendern wir in Richtung zu unserem Auto. Nach 1 1/2 Stunden Fahrt erreichten wir unser home sweet home.

Mein Fazit: Rothenburg ist eine sehenswerte Stadt. Wenn man durch diese herrliche Stadt bummelt und diese wundervollen Architekturen betrachtet, fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt. Die Rothenburger sind freundlich und zuvorkommend.  für das leibliche Wohl sorgt ein großes Angebot. Preis/Leistung war für uns OK. Gerne schauen wir wieder einmal dort vorbei.

Eure

Sabine stern2

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