Erlebnis Valentinstag

2012-09-05 11.46.38 Vorgestern war Valentinstag. Selbst wir Hunde wissen was das für ein Tag ist.

Der Valentinstag am 14. Februar gilt in   einigen Ländern als Tag der Liebenden.

Im Spätmittelalter galt der Valentinstag auch als Lostag und wurde als solcher auch „Vielliebchenstag“ genannt. Seit dem 15. Jahrhundert wurden in England Valentinspaare gebildet, die sich kleine Geschenke oder Gedichte schicken. Die Paare bildeten sich durch Losen am Vorabend oder durch den ersten Kontakt am Valentinstag. Im Viktorianischen Zeitalter kam unter den Liebenden der Brauch auf, sich gegenseitig dekorierte Karten zu schicken.

Englische Auswanderer nahmen den Valentinsbrauch mit in die Vereinigten Staaten, und er kam so durch US-Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg in den westlichen Teil Deutschlands; 1950 veranstaltete man in Nürnberg den ersten „Valentinsball“. Allgemein bekannt wurde der Valentinstag durch die vor dem 14. Februar verstärkt einsetzende Werbung der Floristen und der Süßwarenindustrie.

Auch in Deutschland sind Blumen nach wie vor die häufigsten Geschenke am Valentinstag. Während über das Jahr hinweg hauptsächlich Frauen Blumen kaufen, sind es am Valentinstag überwiegend Männer.

In Japan beschenken am 14. Februar Frauen die Männer mit Schokolade. Auch junge Mädchen nehmen diesen Tag zum Anlass, ihren Angebeteten Schokolade zu schenken, die sie bestenfalls selbst gemacht haben. Dafür dürfen sie dann einen Monat später am White Day weiße Schokolade als Gegengeschenk erwarten.

In Südkorea gibt es zusätzlich zum Valentinstag und White Day noch den Black Day: wer am 14. Februar und am 14. März leer ausging, betrauert dies am 14. April und isst Jajangmyeon (자장면), Nudeln mit schwarzer Soße.

Mittlerweile erfreut sich dieser Tag auch in der Volksrepublik China bei jungen, am westlichen Lebensstil ausgerichteten Chinesen zunehmender Beliebtheit. Es gibt in China jedoch auch ein Pendant zum Valentinstag, der Qixi genannt und am siebten Tag des siebten Monats nach dem chinesischen Mondkalender gefeiert wird.

In Italien treffen sich die Liebespaare meist an Brücken oder auch Gewässern. Dort sind häufig Vorrichtungen angebracht, an denen man z. B. ein Fahrrad anschließen kann. Diese werden zweckentfremdet, indem einfach ein sogenanntes „Liebesschloss“ angebracht wird. Auf das Schloss schreiben die Liebenden ihre Initialen, manchmal mit Datum, bei großen Schlössern sieht man sogar aufgeklebte Fotos des Paares. Dieses Schloss wird angeschlossen, dann werfen die beiden jeder einen Schlüssel ins Wasser und wünschen sich dabei etwas. Obwohl die Wünsche danach nicht geäußert werden sollen, wünschen sich die meisten, die ewige Liebe gefunden zu haben.

In Finnland wird der Valentinstag als „Freundschaftstag“ gefeiert, an dem man − meist anonym − denen, die man sympathisch findet, Karten schickt oder kleine Geschenke übermittelt.

(Wikipedia)

Es muß Wochenende sein. Frauchen und Herrchen sitzen entspannt am Frühstückstisch und lassen sich richtig viel Zeit. Auf dem Tisch steht ein Vase mit einer roten Rose, Orangensaft, Tee, Müsli, selbstgemachter Marmelade und auch ein Glas Sekt darf heute nicht fehlen. Alles davon mag ich nicht.

Aber es riecht auch nach Fleisch. Heute Morgen hat Frauchen nämlich in einer Form ein leckeres Stück Putenoberkeule in den Backofen geschoben. Das duftet lecker. Der auf dem Tisch stehende frische Schinken ist aber auch nicht zu verachten. Ich mach mal ganz brav Sitz und schaue Frauchen mit meinem liebsten Blick an. Bis jetzt hat der immer geholfen, ein Leckerli zu bekommen.

„Tessa, schau mich nicht so an, du bekommst nichts“, meint Frauchen. Heute scheint mein Blick nicht zu helfen. Schmollend verziehe  ich mich in mein Körbchen und schaue den beiden beim Frühstücken zu.

Plötzlich höre ich ein Scharren an der Terrassentür und ein bekanntes Bellen. „Struppi“, jaule ich. „Struppi“, ruft Frauchen. Struppi ist der Yorki-Rüde von gegenüber und schon länger mein Freund. Ich stelle mich vor die Terassentür und schaue ihn durch die Scheibe an. Er sieht wieder schick aus. Anscheinend war er beim Friseur. Frauchen öffnet die Terrassentür und wir begrüssen uns stürmisch. „Ich habe dir etwas mitgebracht, Tessa“, meint Struppi. Jetzt sehe ich vor der Terrassentür ein Päckchen mit einer gelben Schleife liegen. „Ist das für mich?“ frage ich ihn. „Na klar, heute ist doch Valentinstag und du bist doch meine Freundin“, antwortet er. „Das ist aber lieb“, sage ich etwas verschüchtert. „Schnell noch ein Küsschen für dich und dann muß ich schnell nach Hause. Mein Herrchen ruft und sucht mich schon, flüstert mir Struppi zu.

Ich bin hin und weg. Struppi ist schon ein fescher Charmeur und ich mag ihn ganz doll. Nacher kommt meine Bewer-Freundin Lilli zu Besuch. Die wird ganz schön neidisch sein.

Aber  jetzt packe ich schnell mein Päckchen aus. Die gelbe Schleife  hebe ich unter meinem  Herzkissen im Körbchen auf.

TS - 1

2015-02-15 12.09.59

Eure Tessa

Pfote

Tessa erschnüffelt den Schwarzwald

 

Heute fahren wir in den Schwarzwald, wo auch immer der sein mag. Wir heißt Herrchen und ich Tessa, eine klein Yorkihündin.

Wir besuchen Frauchen, die schon solange von zu Hause fort ist. Sie muß sich nämlich erholen, sagt Herrchen. Ich frage mich von was und warum? Herrchen und ich sind doch immer ganz artig und lieb zu ihr. Aber Herrchen meint, das kommt vom zu vielen Stress in der Arbeit.

Was ist Stress?

Stress ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf Druck, Spannung oder Veränderung. Eine gewisse Dosis an Stress kann das Leben interessanter und weniger langweilig machen. Zu viel Stress jedoch kann schädlich sein und Krankheiten oder Unfälle verursachen.

Puhh, mein armes Frauchen. Das klingt aber nicht gut.

Gleich sind wir da. Hier ist also der Schwarzwald.

Ich sehe Frauchen schon. Sie sieht noch genauso aus wie früher. Doch wenn ich richtig hinschaue, stelle ich fest, dass ihre Augen wieder funkeln und ihr spitzbübisches Lächeln wieder da ist, das ich so an ihr liebe.

Schnell springe ich aus dem Auto und renne zu ihr und lasse mich ausgiebig streicheln und kraulen.

Wir machen gleich einen langen Spaziergang im Schwarzwald, sagt sie. Schwarzwald, klar hier ist es recht dunkel und unheimlich und es hat ganz arg viele Bäume, die fein duften. Daher also der Name Schwarzwald.

Vieles Unbekannte erschnüffle ich, es riecht nach Tieren, Blümchen und verschiedenen Hölzern. Aber diesen Duft kenn ich: Kaffee und  selbstgemachter Schwarzwälderkirschtorte und das mitten im Wald. Und nach der nächsten Biegung wissen wir auch warum dies hier so lecker riecht.

Ein Cafe gibt es hier , mitten im Wald. Frauchen hat das aber toll ausgesucht. Ein schönes Plätzchen. Schnuckelig sieht es hier aus.

„Ich heiße Sarah, höre ich eine interessante Simme sagen.“ Vor mir steht eine Colliehündin. „Meinem Herrchen gehört dieses Cafe hier mitten im Wald. Komm mit, wir spielen und tratschen ein wenig.“

Als ob Frauchen Sarah verstanden hätte, macht sie mich von der Leine los. Und so toben Sarah und ich um’s Haus.

Doch leider ruft mich Frauchen viel zu früh. Wir müssen zurück zu Frauchens Schwarzwaldzuhause. Dort gibt es nämlich bald Abendbrot und wir müssen schon noch ein ganz langes Stück laufen.

Wir bringen Frauchen auf’s Zimmer und schnell kuschle ich mich nochmal auf ihrem Schoß ein und genieße ihre Nähe, bevor Herrchen und ich nach Hause fahren.

Ich bin traurig, aber Herrchen sagt zu mir: „Tessa, bald fahren wir wieder zu Frauchen und dann nehmen wir sie wieder mit nach Hause.“

So schlafe ich beruhigt auf dem Rücksitz des Autos ein und träume davon, dass mir Frauchen einen leckeren Hundekuchen, aber ohne Kirschen, backt.

Eure

Tessa