Heute werde ich 7 Jahre alt

 

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Ich bin ein Mini-Yorksshire Terrier und heiße Tessa. Geboren bin ich in Wolfsburg als “Indra von Terrys Checkpoint”. In meinem Impfpass steht “silver tan”.

Heute habe ich meinen 7. Wurftag und bin schon ganz aufgeregt.

Meine Freundin feiert dieses Jahr nicht mit uns. Sie ist im Hundehimmel. Frauchen hat leckere Leberwurstkekse für meine Gäste und mich gebacken. Das waren Ginis und meine Lieblingskekse.

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Gerade habe ich mit Frauchen Lilli abgeholt.  Sie ist ein richtiger Wildfang mit ihren 9 Monaten, sagt Frauchen. Manchmal ist sie mir ein bisschen zu wild und dann belle ich sie energisch an. Das hilft immer. Aber ich mag sie. Wir spiele auch immer miteinander und schmusen auch viel. Sie hat sich in Schale geworfen, aber ich auch. Mit neuen Haarspängchen. „Gott sei Dank muß ich die nicht immer tragen,“ meint Lilli und da gebe ich ihr voll recht.

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Sie hat mir einen neuen Quietschi geschenkt, eine Gummihandel zum Trainieren.   Ich frage mich bloß was ich trainieren soll? Lilli wird es mir aber sicher noch sagen.

Frauchen hat uns beim Metzger eine Scheibe warmen Fleischkäse mitgebracht. “Zur Feier des Tages” hat sie gemeint. Ich liebe Fleischkäse, lecker. Wegen mir könnte es Fleischkäse jeden Tag zum Essen geben, aber Frauchen sagt, daß das nicht gesund für mich ist. Na ja, ich habe heute eine halbe Scheibe bekommen. Will mal zufrieden sein.

Nachher gehen wir im Sonnenschein spazieren. Darauf freue ich mich riesig. Wir fahren zum Fleiner See. Flein ist eine bekanntes Weinstädtchen. Mit Wein kenne ich mich nicht so aus, aber natürlich Herrchen und Frauchen. Sie gehen in Flein auch ab und zu in einem Landgasthof essen. Wie hieß der nochmal? Wo der Hahn kräht. “In unserem neu renovierten Restaurant erwartet Sie meine neue, unkonventionelle, regionale und bodenständige Küche auf hohem Niveau.” steht geschrieben. Den Wein kaufen Herrchen und Frauchen manchmal auch dort. Zu Hause trinken sie dann ein oder zwei Gläser und sind dann sehr lustig und albern, das gefällt mir.

Heute Abend bekomme ich noch Besuch von Struppi, meiner großen Liebe. Er ist vier Jahre  und recht lebhaft. Mit ihm kann man im Garten klasse spielen.  Ich tolle gerne mit ihm rum. Ich glaube Lilli mag ihn auch.

Lilli’s Frauchen und Herrchen besuchen mich auch noch.

Geschenke, Geschenk, Geschenke, wie ich mich freue. Schnell alles auspacken, -reißen.

Aber es ist auch schön, wenn dann gegen später meine Gäste gegangen sind und ich zu Herrchen und Frauchen auf’ das Sofa zum kuscheln kommen darf. Fest schmiege ich mich dann an beide und träume von diesem schönen Tag.

Eure
Tessa

 

Verschlafen

Verschlafen – fängt ja schon gut an.

Schnell aus den Feder und ab unter die Dusche. Brrrrrrrrrrrr eiskalt. Hab wieder nicht dran gedacht, dass sich das Wasser erst erwärmen muss. Jetzt fällt mir auch noch das Shampoo runter und knirsch – ich bücke mich und komme nicht mehr hoch. Das hat mir gerade noch gefehlt. Ich bewege mich wie Quasimodo und bin steif wie ein Brett. Da muss ich durch.

In zwei Stunden ist ein wichtiger Kundentermin bei einem mir noch nicht bekannten Kunden. Also mit Termin verschieben ist da nix und mein Kollege kann nicht einspringen.

Und da sehe ich sie. Ganz verschlafen steht sie in der Tür. Sie strahlt mich an und zaubert mir sofort ein Lächeln in das Gesicht. Sie kommt auf mich zu und ich halte den Atem an.
Ihre raue Zunge spüre ich an meinem Knöchel. Das kitzelt und ich mache einen kleinen, ungeschickten Sprung auf die Seite und knartsch – ich kann mich wieder bewegen.

Sie ist eine Zauberin, aber das weiß ich schon lange. Ich liebe sie, mein kleines, süßes Hundemädchen.

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Eure Sabinestern2

Heute bin ich 6 Hundejahre alt

tessaHeute werde ich 6 Jahre alt. Vor 51/2 haben mich Herrchen und Frauchen zu sich geholt.

Mein erstes Frauchen starb an einem Herzinfakt. Ich erinnere mich noch genau an diesen Tag. Viele Menschen in weißen Hosen und T-Shirts liefen hektisch in unserer Wohnung herum. Nachdem ich stundenlang geheult hatte, kamen sie mit einem großen Knall, denn sie haben die Tür aufgebrochen, in die Wohnung. Ein großer Starker Mann mit Bart nahm mich von meinem Frauchen weg und drückte mich unserer Nachbarin Frau Klose in den Arm. Dann nahmen sie mein Frauchen mit. Ein Mann in Uniform nahm mich auch mit und brachte mich zurück in den Zwinger aus dem ich stammte. Da ging es mir gar nicht gut. Ich bin sehr ängstlich geworden und die anderen drängten sich überall vor. Mir blieb zum Schluß kaum was zum Essen übrig und die warme Decke war auch von allen belegt.

Und dann kamen sie. Ein großer Mann mit Brille und eine kleinere Frau mit fröhlichen Augen.

„Ich möchte den kleinen Hund nur mal anschauen.“ sagte sie zu dem großen Mann.

Die anderen drängten sich wie üblich vor und stießen mich immer wieder auf die Seite. Das sah sie, meine Heldin. „Ach schau dir mal dieses kleine, süße, verängstigte Hundchen an“, sagte sie zu dem Mann. Der hob mich mit seinen kräftigen Händen hoch und legte mich in den Arm der Frau, „Ach, war das schön.“ Ich kuschelte mich ganz gemütlich in ihren Arm. „Meine Süße, du kommst mit uns nach Hause“, sagte sie. Dankbar schleckte ich ihre Hand.

Nun leben wir schon so lange zusammen und ich kann mir kein schöneres Zuhause vorstellen. Ich liebe unsere Spaziergänge in die Stadt, wenn ich dann mit Herrchen im großen Park toben kann oder auch wenn wir die die Weinberge entlang gehen und die schöne Aussicht genießen. Anderen Hunden gegenüber bin ich immer noch ängstlich bis auf meine Freundin Gini, die Yorkidame von Frauchens Tochter.

Nachher wird mein Geburtstag gefeiert. Es gibt Fleischkäse vom Metzger Braun und Kartoffelsalat. Natürlich nicht für Gini und mich. Frauchen hat uns leckere Leberwurstkekse gebacken. Vielleicht fällt doch noch ein Stückchen Fleischkäse für uns ab. Ich bin mal gespannt was ich für Geschenke bekomme. Vielleicht einen Knochen oder ein neues Spielzeug?

Tessa (2) Foto 03.05.12 23 02 05

  Vor 5 1/2 Jahren und Heute

Eure

Tessa Pfote

Tessa erschnüffelt den Schwarzwald

 

Heute fahren wir in den Schwarzwald, wo auch immer der sein mag. Wir heißt Herrchen und ich Tessa, eine klein Yorkihündin.

Wir besuchen Frauchen, die schon solange von zu Hause fort ist. Sie muß sich nämlich erholen, sagt Herrchen. Ich frage mich von was und warum? Herrchen und ich sind doch immer ganz artig und lieb zu ihr. Aber Herrchen meint, das kommt vom zu vielen Stress in der Arbeit.

Was ist Stress?

Stress ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf Druck, Spannung oder Veränderung. Eine gewisse Dosis an Stress kann das Leben interessanter und weniger langweilig machen. Zu viel Stress jedoch kann schädlich sein und Krankheiten oder Unfälle verursachen.

Puhh, mein armes Frauchen. Das klingt aber nicht gut.

Gleich sind wir da. Hier ist also der Schwarzwald.

Ich sehe Frauchen schon. Sie sieht noch genauso aus wie früher. Doch wenn ich richtig hinschaue, stelle ich fest, dass ihre Augen wieder funkeln und ihr spitzbübisches Lächeln wieder da ist, das ich so an ihr liebe.

Schnell springe ich aus dem Auto und renne zu ihr und lasse mich ausgiebig streicheln und kraulen.

Wir machen gleich einen langen Spaziergang im Schwarzwald, sagt sie. Schwarzwald, klar hier ist es recht dunkel und unheimlich und es hat ganz arg viele Bäume, die fein duften. Daher also der Name Schwarzwald.

Vieles Unbekannte erschnüffle ich, es riecht nach Tieren, Blümchen und verschiedenen Hölzern. Aber diesen Duft kenn ich: Kaffee und  selbstgemachter Schwarzwälderkirschtorte und das mitten im Wald. Und nach der nächsten Biegung wissen wir auch warum dies hier so lecker riecht.

Ein Cafe gibt es hier , mitten im Wald. Frauchen hat das aber toll ausgesucht. Ein schönes Plätzchen. Schnuckelig sieht es hier aus.

„Ich heiße Sarah, höre ich eine interessante Simme sagen.“ Vor mir steht eine Colliehündin. „Meinem Herrchen gehört dieses Cafe hier mitten im Wald. Komm mit, wir spielen und tratschen ein wenig.“

Als ob Frauchen Sarah verstanden hätte, macht sie mich von der Leine los. Und so toben Sarah und ich um’s Haus.

Doch leider ruft mich Frauchen viel zu früh. Wir müssen zurück zu Frauchens Schwarzwaldzuhause. Dort gibt es nämlich bald Abendbrot und wir müssen schon noch ein ganz langes Stück laufen.

Wir bringen Frauchen auf’s Zimmer und schnell kuschle ich mich nochmal auf ihrem Schoß ein und genieße ihre Nähe, bevor Herrchen und ich nach Hause fahren.

Ich bin traurig, aber Herrchen sagt zu mir: „Tessa, bald fahren wir wieder zu Frauchen und dann nehmen wir sie wieder mit nach Hause.“

So schlafe ich beruhigt auf dem Rücksitz des Autos ein und träume davon, dass mir Frauchen einen leckeren Hundekuchen, aber ohne Kirschen, backt.

Eure

Tessa