Skip to main content

Ich liebe sie

Verschlafen – das fängt ja schon gut an.

Schnell aus den Feder und ab unter die Dusche. Brrrrrrrrrrrr eiskalt.
Hab wieder nicht dran gedacht, dass sich das Wasser erst erwärmen muss.
Jetzt fällt mir auch noch das Shampoo runter und knirsch – ich bücke
mich und komme nicht mehr hoch. Das hat mir gerade noch gefehlt. Ich
bewege mich wie Quasimodo und bin steif wie ein Brett. Da muss ich
durch.

In zwei Stunden ist ein wichtiger Kundentermin bei einem mir noch nicht
bekannten Kunden. Also mit Termin verschieben ist da nix und mein
Kollege kann nicht einspringen.

Und da sehe ich sie. Ganz verschlafen steht sie in der Tür. Sie strahlt
mich an und zaubert mir sofort ein Lächeln in das Gesicht. Sie kommt auf
mich zu und ich halte den Atem an.

Ihre raue Zunge spüre ich an meinem Knöchel. Das kitzelt und ich mache
einen kleinen, ungeschickten Sprung auf die Seite und knartsch – ich
kann mich wieder bewegen.

Sie ist eine Zauberin, aber das weiß ich schon lange. Ich liebe sie,
mein kleines, süßes Hundemädchen.