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Das Barock

 

 

    

Das Wort Barock entstammt der portugiesischen Sprache, in der unregelmäßig geformte Perlen als barroco bezeichnet wurden, d. h. „schief“ oder „ungleichmäßig.

Barock wird in die Abschnitte Frühbarock (bis ca. 1650), Hochbarock (ca. 1650–1720) und Spätbarock oder Rokoko (ca. 1720–1770) gegliedert.

Einerseits ist das Barock das Zeitalter vom Dreißigjährigen Krieg,
Reformation und Inquisition und geprägt von der deutlichen Hinwendung
der Menschen zum jenseitigen Leben. Anderseits wird, gerade weil die
Welt ein „Jammertal“ ist, alles, was sie bietet, auch intensiv
ausgekostet. Prachtliebende Fürsten wie August der Starke und der
Sonnenkönig Ludwig der XIV sind Leitbilder für den gesamten Adel. Pracht
und Glanz entfalten sich an den Höfen Europas- wenn auch oft sehr steif
und pompös.

Das Theater entwickelt sich im Barocken Zeitalter und wird eine Multimediaerfahrung, mit dem gegenwärtigen architektonischen Raum anfangend.  Die Bühne verwandelt sich von einem romantischen Garten in das Interieur eines Palasts innerhalb von Sekunden. Der sichtbare Bühnenraum wird durch einen Rahmen eingeschränkt, der den Zuschauern erlaubt, nur eine spezifische Handlung zu sehen und ganz in die Illusion einzutauchen. Diese Illusionswirkung unterstützend verbirgt der Rahmen auch größtenteils die Maschinerie und Technologie. Diese Technologie beeinflusst den Inhalt der erzählten oder aufgeführten Stücke. Zum Beispiel für die in vielen Stücken praktizierte Konfliktlösung durch den Deus ex Machina. Götter waren im Stande – wörtlich – vom Himmel herunterzukommen und den Helden aus seiner gefährlichen, sogar absurden Situation zu retten. Die Vorstellung von der Welt als Theaterbühne Theatrum mundi entstand im Barock.



MODE:

Frauen im höfischen oder großbürgerlichen Bereich sind schon rein
äußerlich oft recht üppig und unterstreichen ihre Sinnlichkeit noch
durch prächtigste Kleidung.

Die Kleidung ist regional sehr unterschiedlich. Während die Frauen in
Spanien, Deutschland und Flamen unter dem religiös begründeten Diktat
der strengen „Spanischen Mode“ mit ihren steifen Miedern, der schwarzen
Farbe und den hochgeschlossenen Mühlstein – Spitzkragen stehen, brechen
die Französinnen und mehr noch die Italienerinnen dieses Diktat
selbstbewusst auf: Aus Mühlsteinkrägen werden offene Spitzenkragen über
tiefen Dekolletés, die vorgeschrieben sittsamen dunklen Farben werden
durch Gold, Silber und Weiß aufgehellt oder völlig ignoriert.

Die Schnitte sind pompös, die verschwenderisch verwendeten Stoffe schwer
und prächtig. zur Volumenerweiterung der Röcke werden zunächst steife
kegelförmige Reifröcke getragen, die aber dann zeitweilig von dicken, um
die Hüften geschnallten Lederwülsten abgelöst werden, die man als
„Weiberspeck“ bezeichnete.

Die Männer tragen zur Heerpauke (einer kugelrund ausgestopften kurzen
Hose)ein vollständig wattiertes Wams mit „Gänsebauch“- Optik, eine
insgesamt derartig steife Kleidung, die an Bequemlichkeit den
mittelalterlichen Rüstungen in nichts nachgestanden haben wird.

Der ständige Krieg mit seinen Landsknechten, die als Söldner ganz Europa
bereisen, bringt bis zur Jahrhundertmitte Belebung in die Mode. Sie
bevorzugen weite, grellbunte Kleidungsstücke(die Zerhauenen), die extrem
geschlitzt werden, und aus der ellenlang helles Unterfutter heraushängt:
Die Hosenform der „Pluderhosen“ wird von ihnen erfunden. Auch in der
höfischen und damit in der tonangebenden Gesellschaftsschicht wird der
Sitz der Kleidung lockerer (was sich aber nicht auf das weibliche
Schnürmieder bezieht). Die Eitelkeit – insbesondere die männliche –
feiert fröhliche Urständ und bringt Dinge hervor wie die „Rheingrafen“
(weite Hosenröcke mit Rüschensaum), Bänder und Schleifen an allen
Kleidungsteilen, rote hohe Absätze an den Schuhen und die
verschwenderische Verwendung von Spitzen.

Das Ganze gipfelt am Jahrhundertende in der bekannten Pracht des
französischen Hofes in Versailles zur Zeit des Sonnenkönigs.

In der Frauenkleidung reicht es zu der Zeit schon lange nicht mehr aus,
nur ein einzelnes Kleid zu tragen, man muss zeigen, dass man sowohl ein
kostbares Unterkleid als auch einen ebenso kostbaren „manteau“ tragen
(und bezahlen) kann. Damit aber beide Kleiderteile so richtig zur
Geltung kommen, wird raffinierte Draperien gelegt. Die Silhouette wird
dadurch schmaler, was man noch durch Frisuren „a la Fontange“ (d.h.
Strumpfbandfrisur) verstärkte. hierzu wurden die Haare mittels eines
Spitzenbandes auf bis zu 50 cm hohen schmalen Drahtgestellen
aufgebunden.

Die Männermode beruhigte sich allmählich und die Form des „Justaucorps“
(einer über einer langen Weste getragenen, oft reich bestickten Jacke)
entwickelt sich. Vorbild ist natürlich wieder ein Militärrock. Dies ist
im Grossen und Ganzen die Form der Männerbekleidung.

Die einzige größere Extravaganz in der Männermode am Ende des
Jahrhunderts ist die naturfarbene lockenreiche (und extrem warme)
Allongeperücke, die durch den nicht mehr ganz jugendfrischen Sonnenkönig
eingeführt wird. Sie soll ihm sein ewig jugendlich, strahlendes Aussehen
sichern und wird natürlich am Hof und in modischen Kreisen sofort
kopiert.

 

TÄNZE:

Tänze der Renaissancezeit strotzten vor Lebenskraft, die Tänze des
Barock waren noch leidenschaftlich, und die Tänze der Rokokozeit wie
z.B. das Menuett vergleicht man heute mit dem mechanischem Ablaufen
eines Uhrwerkes.

1680 hatte ein Tanz mit dem Namen Allemande Eingang am französischen
Hof. Es gab diesen Tanz zwar auch schon in der Renaissancezeit, aber
erst in der Barock- und Rokokozeit wurde dieser Tanz populär. Der Reiz
der Allemande lag in der erotischen Verschlingung der Arme, dadurch
wurde er zu einem Flirtspiel für beide Partner.

Die Courante wurde fast 2 Jahre gern getanzt. Die Courante war im 17.
Jahrhundert die Königin des Tanzes. Der Tanz war nicht einfach zu
erlernen. „Wie auf einem Boot im Sturm“, von rechts nach links
schwankend, wird sie von Zeitgenossen beschrieben. Auch durch die
Zickzackbewegungen wurde sie bei Sachs „Hüpfendes Hin und Her“ genannt.

Die Sarabande ist seit etwa 1650 als höfische Tanzform der Barockmusik
ein häufiger, ursprünglich fester Kernsatz der barocken Suite: Allemande
— Courante — Sarabande — Gigue. Da sie ein exotischer, schneller und
obszön wirkender Tanz war, wurde sie immer wieder und wieder verboten.
In kürzester Zeit wurde sie ein langsamer, anständiger Tanz, ausgelöst
durch diese Verbote. Bei den spanischen Tänzen tanzen beide Partner mit
erhobenem oder bewegtem Arm. Die Sarbande wurde mit Kastagnetten
getanzt.

Zur Branlefamilie gehört die Gavotte. Sie ist der lustigste und
ausgelassenste Tanz der Suite.

Tatsächlich gibt es ein Bergvolk des Gapencais im oberen Dauphiné, dass
sich Gavots nennt. Ihr Haupttanz nennt sich Gavotte. Zunächst tanzte man
diese Gavotten in verschiedenen gestaffelten Zeitmaßen im Kreis oder in
der Reihe. In der höfischen Gesellschaft war die Gavotte gern als
Einschub in die Suite verwendet worden. Oft erscheint die Gavotte hier
auch als Mittelteil in der dreiteiligen Musette.

Die Gavotte lebt heute als Volkstanz in der Bretagne weiter.

Die Blütezeit der Gigue ist das 17. und das beginnende 18. Jahrhundert.
Hier erlebte sie nicht nur an den Höfen ihre volle Bedeutung, sondern
fand auch gleichzeitig in den Komposition der Zeit ihren Stellenwert.
Danach tritt sie nur noch vereinzelt auf. Auch am Hofe von Elisabeth der
I. von England pflegt man die sog. „Elisabethanischen Jigs“ zu tanzen.
Shakespeare nannte ihn „hot and hasty“. Die Tänzer heben die Arme hoch,
hopsen herum und machen sich zum Narren. Er wird nur gehüpft. Besondere
Bedeutung fand der Giuge als Schlusssatz in der Suite.

Die Barockzeit war gekennzeichnet durch steife Förmlichkeit, polierte
Beherrschung und eine Vorliebe für Fettleibigkeit. Es gibt neue
Erfindungen in der Musik, die Oper, das Oratorium, die Kirchensonate,
das Konzert und die Suite.

Die höfischen Tänze waren nicht alle künstlich – geziert, dass einige
von ihnen fröhlich und ausgelassen getanzt wurden. Dies gehört offenbar
zu den Widersprüchlichkeiten der Zeit, zu jenen Unebenheiten der
„barocca“, zur Inkonsequenz des Lebendigen, die selbst in dieser Epoche
in vielen Bereichen immer wieder durchbrach.

  Ein Ball beginnt mit einer Branle. Der König führt den Reigen an; es
  folgen die Tänzer in strenger Standesordnung. Der Anführer wechselt
  jeweils ans Ende der offenen Kette, bis der König wieder an der Reihe
  ist. Alle Tänze beginnen und enden mit Reverenzen. Es folgt eine
  Gavotte, die ebenfalls ein Reigen ist, nur ein schneller getanzter.
  Als nächstes wird eine Courante getanzt. Es tanzen allein der König
  mit der Königin; alle anwesenden sehen stehend zu. Der König der dann
  nach Status festlegt, wer nacheinander, die Hofleute – immer unter den
  Augen des Herrschers und des gesamten Hofes, tanzt. Der nächste Tanz
  ist das Menuett. Geschildert wird eine Art von Folge.

Ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde vor allem, durch
Froberger, eine bestimmte Satzfolge als verbindlich angesehen: Allemande
– Courante – SarabandeGigue. Die Einleitung übernahm oft ein nicht
tanzmäßiger Satz, z.B. eine Intrada.

Ich liebe sie

Verschlafen – das fängt ja schon gut an.

Schnell aus den Feder und ab unter die Dusche. Brrrrrrrrrrrr eiskalt.
Hab wieder nicht dran gedacht, dass sich das Wasser erst erwärmen muss.
Jetzt fällt mir auch noch das Shampoo runter und knirsch – ich bücke
mich und komme nicht mehr hoch. Das hat mir gerade noch gefehlt. Ich
bewege mich wie Quasimodo und bin steif wie ein Brett. Da muss ich
durch.

In zwei Stunden ist ein wichtiger Kundentermin bei einem mir noch nicht
bekannten Kunden. Also mit Termin verschieben ist da nix und mein
Kollege kann nicht einspringen.

Und da sehe ich sie. Ganz verschlafen steht sie in der Tür. Sie strahlt
mich an und zaubert mir sofort ein Lächeln in das Gesicht. Sie kommt auf
mich zu und ich halte den Atem an.

Ihre raue Zunge spüre ich an meinem Knöchel. Das kitzelt und ich mache
einen kleinen, ungeschickten Sprung auf die Seite und knartsch – ich
kann mich wieder bewegen.

Sie ist eine Zauberin, aber das weiß ich schon lange. Ich liebe sie,
mein kleines, süßes Hundemädchen.

 

Die Perücke

Der Ursprung der Perücke in der Zeit des Barocks liegt angeblich in der Eitelkeit
eines Mannes:
Sonnenkönig Ludwig XIV soll, so heißt es, die Perücke eingeführt haben,
um seine Glatze zu verbergen.

Bei den Damen wurden bis ca. 1710, noch Fontangen mit hoch aufgetürmtem
Vorderhaar getragen, diese wurden aber immer niedriger, bis sie
schließlich ganz verschwanden und von kopfnahen Frisuren abgelöst
wurden, unter denen sich die sogenannten Kurzhaarfrisuren (à la mouton)
befinden. Mme Pompadour ist auf den meisten Darstellungen mit dieser
Frisur abgebildet.

Erst ab ca. 1770, als das Rokoko sich dem Ende zuneigt, wurden die
Frisuren höher und voluminöser, so daß Haarteile und Drahtgestelle nötig
wurden. Die Turmbauten der 1770er/80er verlangten mehr, als die Natur
und geschickte Friseure zu leisten vermochten: mehr Haar, also Haarteile
wurden nötig.
Wer es sich leisten konnte (bzw. wegen des höfischen Zwangs mußte,
bestellte sich wöchentlich oder täglich den Friseur, während andere sich
alle paar Monate die Perücke neu machen ließen und sie ein- oder zweimal
im Monat aufsetzten.
Eine richtig gute Perücke war aus Menschenhaar, und wieviele weißhaarige
Frauen mit langem Haar waren wohl bereit, das ihre zu verkaufen? Eher
waren es junge Frauen, die aus Not ihr Haar verkauften, das dann
allerdings alle möglichen Farben hatte. Deshalb wurden die guten
Perücken aus naturfarbigem Haar gefertigt. Schlechtere Perücken aus
Tierhaar (Büffel oder Pferd). Nachdem die Frisuren meist sehr kunstvoll frisiert
waren, wurde die Perücke mehrere Tage nicht frisiert und natürlich auch nicht
gewaschen.
Allerdings wurden die Frisurenperücken jeden Tag gepudert. Die Reichen hatten
sogar eigene Puderkammern, die für diese Tätigkeit zur Verfügung
standen.
Puder scheinen die Damen anfangs nur wenig verwendet zu haben. Kein
Wunder, wenn man bedenkt, daß sie zunächst eher das eigene Haar trugen,
auf dessen Länge, Feinheit und Glanz sie sich etwas einbildeten. Mit dem
zunehmenden Einsatz von Haarteilen und Perücken gewann das Pudern den
Vorteil, daß es eventuelle Farbunterschiede zwischen dem Eigenhaar und
den Haarteilen kaschierte.
Der Puder war nicht immer weiß, sondern ebensooft grau oder blond.
Selbst für rötliches Puder gibt es zeitgenössische Rezepte.

Über den Kopfputz des Rokoko sind womöglich mehr Halbwahrheiten und
maßlose Übertreibungen verbreitet als über jeden anderen Aspekt der
Mode. Da gibt es Geschichten über Fontangen, die viermal so hoch wie der
Kopf waren, daß die Damen aufrecht schliefen, um die Frisur zu schonen,
oder über turmhohe Aufbauten.
Oder eine Dame die eine Perücke (mit leckerem Weizen- oder Kartoffelmehl
gepudert) in der Ecke des Ankleidezimmers stehen ließ und erst Wochen
später wieder hingeschaut hatte und darin Mäuse nisteten, und so war sie
tagelang das Gespött des Hofes. Man erzählt auch das die Perücke oft
nach dem Tragen in einen Vogelkäfig gelegt wurde, damit die Vögel sie
von Parasiten befreien konnte.

Für all diese Geschichten gilt:
„In bunten Bildern wenig Klarheit, viel Irrtum und ein Fünkchen
Wahrheit“ (Goethe: Faust I)

 

Geschichte des Kondoms



Seine Geschichte lässt sich über Jahrtausende zurückverfolgen.

1200 V. CHR. Bereits die alten Ägypter sollen sich mit Kondomen vor
Krankheiten und Infektionen geschützt haben. Minos, König von Kreta,
benutzt Kondome aus Ziegenblasen.

1564 Der italienische Arzt Fallopio verwendet beim Geschlechtsverkehr in
Flüssigkeit getränkte Leinensäcke als Schutz vor der ansteckenden
Krankheit Syphilis, die Seefahrer aus Amerika mitbrachten.

1655 Der englische Hofarzt bei Charles II, Dr. Condom, empfiehlt
Hammeldärme zur Infektions- und Empfängnisverhütung und wird dafür zum
Ritter geschlagen. Er gab dem Verhütungsmittel vermutlich seinen Namen.

Eine andere Erklärung für die Namensherkunft könnten die italienischen
Worte „condus“ (= Behältnis) bzw. „con“ (ital./lat. „cum“ = „mit“) und
„doma“ (lat. „domus“ = „Haus“ oder Kuppel“) darstellen.

1671 Madame de Sévigné beklagte in einem Brief an ihre Tochter, die
Gummihaut sei ein „Bollwerk gegen das Vergnügen, aber ein Spinnweb gegen
die Gefahr“.

1750 Casanova, der wohl berühmteste Liebhaber der Geschichte, benutzt im
18. Jahrhundert Kondome. Zu seiner Zeit wird der „redingote anglaise“,
(= englischer Reitmantel) noch von Hand gefertigt und in
Luxusausführungen mit Samt und Seide gefüttert. Selbstverständlich
werden die kostbaren Stücke mehrfach benutzt, zwischendurch getrocknet
und – falls nötig – mit Knochenleim und Tierdarm sorgfältig repariert.

1839 Das bereits seit längerem bekannte Naturprodukt „Kautschuk“
begründet schließlich den Siegeszug des Kondoms. Der Amerikaner Charles
Goodyear (1800–1860) macht den Pflanzensaft Kautschuk dauerhaft
elastisch und entwickelt 1838 das Verfahren der Vulkanisation.

1855 Goodyear stellt das erste Gummi-Kondom her. Es hat noch eine
Längsnaht und eine Wandstärke von 1–2 mm. (heute: 0,06 mm)

1901 Julius Fromm perfektioniert die Kondom-Produktion, indem er
Glaskolben in eine Latexlösung eintaucht. Auf diese Weise entstehen
hauchdünne Kondome.

1919 Fromm stellt erstmals maschinell gefertigte Kondome her.

1951 Das elektrische Prüfverfahren für Kondome wird eingeführt. Davor
gab es nur so genannte „Wasser-Berst-Prüfungen“.

1959 Verkauf und Werbung von Kondomen werden gemäß Gewerbeordnung § 41a
verboten: „Mittel oder Gegenstände, die zur Verhütung der Empfängnis
oder zur Verhütung von Geschlechtskrankheiten dienen, dürfen in
Werbeautomaten an öffentlichen Plätzen, Wegen und Straßen nicht
feilgeboten werden.“ (Dieses Gesetz wurde inzwischen aufgehoben.)

1960 Feuchtigkeitsbeschichtete Kondome kommen in Mode und erhöhen den
Gebrauchskomfort.

1968 Die Kondome können mit Spermiziden beschichtet werden und haben
somit Spermien abtötende Wirkung.

1981 Die Kondome werden mit Aromastoffen versehen und in Deutschland
wird das erste Qualitätssiegel für Kondome erteilt: DLF-Gütesiegel.

1988 Studenten eröffnen den ersten condomi-Shop in Deutschland.

1996 Kondome waren in Europa seit 1996 nach DIN EN 600 normiert. Diese
Norm regelte einerseits die Größe (mindestens 17 Zentimeter lang und
4,4–5,6 Zentimeter breit), andererseits die Testverfahren, nach denen
die Präservative auf ihre Haltbarkeit, Festigkeit und Dichtigkeit
geprüft werden.

2002 Es gilt die internationale Norm EN ISO 4074, abgestimmt zwischen
CEN + ISO, die unter anderem einen flexibleren Spielraum für Normierung
der Größe einräumt.

HEUTE Kondome haben sich als wirksames Verhütungsmittel etabliert. Sie
sind das einzige Verhütungsmittel, das vor ungewollter Schwangerschaft
und gleichzeitig vor Infektionen schützt.

Mit meiner Freundin  Mme de Monte besuchte ich die Austellung „Die
Geschichte des Kondoms.“ Es war sehr interessant. Nun sind mir die
Unterlagen in die Hände gefallen und ich dachte, dies könnte Euch
interessieren.

 

Die Steinmännchen


Ich freue mich jedesmal , wenn ich auf ein Steinmännchen treffe.
Man trifft sie überall. Einige von ihnen erfüllen die Funktion einer
Wegmakierung.
Sie wachsen, indem Menschen immer wieder Steine aufeinander legen. Sie
sehen aus wie Türmchen.
Auch am Wasser findet man sie. Dort weisen sie auf eventuelle Gefahren
hin.
Ihre Bedeutung ist kulturell und auch religiös.
In Skandinavien schützen sie die Wanderer vor Trollen, die gerne Fremde
mit ihren Streichen ärgern.        Die Steinmännchen  in Tibet sind mit
allerlei geeschmückt. Es zieren sie Fahnen, Tierskeletten und bunte
Farben. Damit sollen entweder gute Geister gewürdigt werden oder den
bösen Geistern  wird auf diese Weise gezeigt, dass sie unerwünscht sind.
Pilger und Touristen glauben an die magischen Kräfte der Steinmännchen.
Diejenenigen, die sie als Wegmakierung hinterlassen haben, sollen
hierhere gesund und munter hierher zurückkehren.
Da wir sehr gerne wandern wird es nicht lange dauern, bis ich wieder
einen Stein auf so ein Männchen setzen darf. Ich freu mich schon ;-)

 

Jung

  _„Jugend ist nicht ein Lebensabschnitt, sie ist ein Geisteszustand.
  Sie ist Schwung des Willens, Regsamkeit der Phantasie, Stärke der
  Gefühle, Sieg des Mutes über dir Feigheit, Triumph der Abenteuerlust
  über die Trägheit.Niemand wird alt, weil er eine Anzahl Jahre hinter
  sich gebracht hat. Man wird nur alt, wenn man seinen Idealen Lebewohl
  sagt._

  _Mit den jahren runzelt die Haut, mit dem Verzicht auf Begeisterung
  aber runzelt die Seele. Sorgen, Zweifel, Mangel an Selbstvertrauen,
  angst und Hoffnungslosigkeit, das sind die langen, langen Jahre, die
  das Haupt zur Erde ziehen und den Geist in den Staub beugen._

  _Ob siebzig oder siebzehn, im Herzen eines jeden Menschen wohnt die
  Sehnsucht nach dem Wunderbaren. Du bist so jung wie deine Zuversicht,
  so alt wie deine Zweifel. so jung wie deine Hoffnung, so alt wie deine
  Verzagtheit. _

  _So lange die Botschaften der Schönheit, Freude, Kühnheit, Größe,
  Macht von der Erde, den Menschen und dem Unendlichen dein Herz
  erreichen, – solange bist du jung.“_

  Mario Betti

Ich habe dieses Gedicht in dem Magazin „natürlich gesund & munter“
gelesen und war hellbegeistert. Mario Betti war mir vorher nicht
bekannt.

Reise durch die Entspannung



Endlich habe ich es geschafft.

CIAO CALOTTA, die Reise durch Entspannung.

Calotta erzählt in einer Geschichte von ihrer Reise, den Erfahrungen und
Bekanntschaften, die sie gemacht hat.

  Calotta wohnt mit ihrem Vater, dem Dottore, im schönen Venedig. Ab
  und zu besucht sie mit ihm seine Patienten. Ihr ist aufgefallen, dass
  immer mehr Menschen unter Stress leiden. Was Stress ist und zu welchen
  Krankheiten er führen kann, erfährt sie aus Büchern in der Biblioteca
  Marciana am Markusplatz. Entspannung sei sehr wichtig steht da drin.
  Also macht Calotta sich auf eine Reise an verschiedene Orte wie Prog,
  das Schultzsche Land, Ment, Hatha und die Burg Qigong. Dort möchte sie
  mehr über Entspannungstechniken lernen um diese dann weiter zu lehren.
  In ihrem Tagebuch beschreibt Sie diese abenteuerliche Reise durch die
  Entspannung._


Viel Spass beim lesen.

 

Lustiges über Goethe

 Johann Wolfgang von Goethe befand sich in vornehmer Gesellschaft und
wurde vom Sohn des Gastgebers wie folgt angesprochen: Hochverehrter Herr
Geheimrat, auch wenn Sie Deutschlands Dichterfürst sind, möchte ich
Ihnen dennoch die Wette anbieten, dass ich Ihnen zwei Wörter sagen kann,
aus denen selbst Sie keinen Reim machen können. Goethe antwortete:
Junger Mann, ich nehme diese Wette gerne an, nennen Sie mir die zwei
Wörter. Der junge Mann antwortete: Die zwei Wörter sind Haustürklingel
und Mädchenbusen.

Nachdem Goethe sich einige Minuten zurückgezogen hatte, lieferte er als
Beweis dafür, dass er tatsächlich Deutschlands Dichterfürst sei, das
folgende Gedicht:

Goethe

Die Haustürklingel an der Wand,
der Mädchenbusen an der Hand,
sind beides Dinge wohlverwandt.
Denn, wenn man beide leis´ berührt,
man innen drinnen deutlich spührt,
dass unten draußen einer steht.


Das Taschentuch

"Früher brauchte man nur ein Taschentuch fallen zu lassen, und schon stürzten die Männer herbei. Heute könnte man einen Büstenhalter verlieren, und keiner rührt einen Finger." Helen Vita

Tatsächlich ist das Taschentuch der Stoff großer Dramen. Hätte Desdemona nur etwas besser auf das bestickte Tuch aufgepasst, das Othello ihr als Zeichen seiner Liebe schenkte, wäre die Welt um ein literarisches Meisterwerk ärmer. Georg Büchner ließ französische Revolutionäre beinahe einen Aristokraten lynchen, als ein Taschentuch dessen Herkunft verriet. Das Tuch kam bei Duellen zum Einsatz, Ritter befestigten es als Liebesbeweis an ihren Lanzen, und der osmanische Sultan Mehmed II. Fatih soll im 15. Jahrhundert sogar die Hinrichtung von Männern befohlen haben, die trotz niederen Standes ein Taschentuch bei sich trugen.

Erasmus von Rotterdam empfahl schon 1530, die Nase mit einem Tuch zu säubern, doch selbst feine Kreise schonten lieber ihre kostbaren Taschentücher und schnäuzten weiterhin beherzt in Hände und Kleiderärmel, bis der Schnupftabak dies 200 Jahre später dann doch zu unappetitlich machte. Nach der Erfindung des mechanischen Webstuhls boomte die Branche. Dreieckig, rechteckig, rund: Das Tuch war in allen Variationen zu haben. Das missfiel der stilbewussten Marie Antoinette. Einem Dekret ihres Gatten Ludwig XVI. verdanken wir die bis heute übliche, quadratische Form des Taschentuchs. Die überlebte sogar den Übergang zum Papiertaschentuch seit 1929.

 

Giftige Jeannie

Im Tierreich sind die Männer schöner als die Weibchen. Diesen Fehler hat Gott beim Menschen korrigiert. C. B.

Um soziales Gewissen zu haben, muss man nicht wie eine Vogelscheuche herumlaufen Spitzenwäsche wird den Weltuntergang nicht beschleunigen B.

Ganz egal, wie eine Frau aussieht: Wenn sie sich sicher und gut fühlt, ist sie sexy. P. H.

Männer sind Wesen mit zwei Beinen und acht Händen. J. M.

Die Fantasie des Mannes ist die beste Waffe der Frau. K. H.

Die Männer mögen vielleicht das Feuer entdeckt haben, die Frauen aber, wie man damit spielt. S.

Wenn ein Mann der umworbenen Frau versichert, er sei ihrer nicht würdig, dann hat er meistens recht. J. M.

Unter Nächstenliebe verstehen viele Männer die Liebe zur nächsten Frau. E. P.

Männer haben nur zwei Dinge im Kopf. Geld ist das andere. J. M.

Ein Kleid macht keinen Sinn, wenn es einen Mann nicht anregt, es dir ausziehen zu wollen. F. S.

Unter Gleichberechtigung verstehen manche Männer, dass Sie eine Freundin haben, weil ihre Frau auch eine hat. L. G.

Eine Maus ist ein Tier, dessen Pfad mit in Ohnmacht fallenden Frauen übersät ist. A. B.

Wahre Schönheit und Weiblichkeit sind alterslos und nicht künstlich herstellbar. M. M.