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Jung

  _„Jugend ist nicht ein Lebensabschnitt, sie ist ein Geisteszustand.
  Sie ist Schwung des Willens, Regsamkeit der Phantasie, Stärke der
  Gefühle, Sieg des Mutes über dir Feigheit, Triumph der Abenteuerlust
  über die Trägheit.Niemand wird alt, weil er eine Anzahl Jahre hinter
  sich gebracht hat. Man wird nur alt, wenn man seinen Idealen Lebewohl
  sagt._

  _Mit den jahren runzelt die Haut, mit dem Verzicht auf Begeisterung
  aber runzelt die Seele. Sorgen, Zweifel, Mangel an Selbstvertrauen,
  angst und Hoffnungslosigkeit, das sind die langen, langen Jahre, die
  das Haupt zur Erde ziehen und den Geist in den Staub beugen._

  _Ob siebzig oder siebzehn, im Herzen eines jeden Menschen wohnt die
  Sehnsucht nach dem Wunderbaren. Du bist so jung wie deine Zuversicht,
  so alt wie deine Zweifel. so jung wie deine Hoffnung, so alt wie deine
  Verzagtheit. _

  _So lange die Botschaften der Schönheit, Freude, Kühnheit, Größe,
  Macht von der Erde, den Menschen und dem Unendlichen dein Herz
  erreichen, – solange bist du jung.“_

  Mario Betti

Ich habe dieses Gedicht in dem Magazin „natürlich gesund & munter“
gelesen und war hellbegeistert. Mario Betti war mir vorher nicht
bekannt.

Reise durch die Entspannung



Endlich habe ich es geschafft.

CIAO CALOTTA, die Reise durch Entspannung.

Calotta erzählt in einer Geschichte von ihrer Reise, den Erfahrungen und
Bekanntschaften, die sie gemacht hat.

  Calotta wohnt mit ihrem Vater, dem Dottore, im schönen Venedig. Ab
  und zu besucht sie mit ihm seine Patienten. Ihr ist aufgefallen, dass
  immer mehr Menschen unter Stress leiden. Was Stress ist und zu welchen
  Krankheiten er führen kann, erfährt sie aus Büchern in der Biblioteca
  Marciana am Markusplatz. Entspannung sei sehr wichtig steht da drin.
  Also macht Calotta sich auf eine Reise an verschiedene Orte wie Prog,
  das Schultzsche Land, Ment, Hatha und die Burg Qigong. Dort möchte sie
  mehr über Entspannungstechniken lernen um diese dann weiter zu lehren.
  In ihrem Tagebuch beschreibt Sie diese abenteuerliche Reise durch die
  Entspannung._


Viel Spass beim lesen.

 

Lustiges über Goethe

 Johann Wolfgang von Goethe befand sich in vornehmer Gesellschaft und
wurde vom Sohn des Gastgebers wie folgt angesprochen: Hochverehrter Herr
Geheimrat, auch wenn Sie Deutschlands Dichterfürst sind, möchte ich
Ihnen dennoch die Wette anbieten, dass ich Ihnen zwei Wörter sagen kann,
aus denen selbst Sie keinen Reim machen können. Goethe antwortete:
Junger Mann, ich nehme diese Wette gerne an, nennen Sie mir die zwei
Wörter. Der junge Mann antwortete: Die zwei Wörter sind Haustürklingel
und Mädchenbusen.

Nachdem Goethe sich einige Minuten zurückgezogen hatte, lieferte er als
Beweis dafür, dass er tatsächlich Deutschlands Dichterfürst sei, das
folgende Gedicht:

Goethe

Die Haustürklingel an der Wand,
der Mädchenbusen an der Hand,
sind beides Dinge wohlverwandt.
Denn, wenn man beide leis´ berührt,
man innen drinnen deutlich spührt,
dass unten draußen einer steht.


Das Taschentuch

"Früher brauchte man nur ein Taschentuch fallen zu lassen, und schon stürzten die Männer herbei. Heute könnte man einen Büstenhalter verlieren, und keiner rührt einen Finger." Helen Vita

Tatsächlich ist das Taschentuch der Stoff großer Dramen. Hätte Desdemona nur etwas besser auf das bestickte Tuch aufgepasst, das Othello ihr als Zeichen seiner Liebe schenkte, wäre die Welt um ein literarisches Meisterwerk ärmer. Georg Büchner ließ französische Revolutionäre beinahe einen Aristokraten lynchen, als ein Taschentuch dessen Herkunft verriet. Das Tuch kam bei Duellen zum Einsatz, Ritter befestigten es als Liebesbeweis an ihren Lanzen, und der osmanische Sultan Mehmed II. Fatih soll im 15. Jahrhundert sogar die Hinrichtung von Männern befohlen haben, die trotz niederen Standes ein Taschentuch bei sich trugen.

Erasmus von Rotterdam empfahl schon 1530, die Nase mit einem Tuch zu säubern, doch selbst feine Kreise schonten lieber ihre kostbaren Taschentücher und schnäuzten weiterhin beherzt in Hände und Kleiderärmel, bis der Schnupftabak dies 200 Jahre später dann doch zu unappetitlich machte. Nach der Erfindung des mechanischen Webstuhls boomte die Branche. Dreieckig, rechteckig, rund: Das Tuch war in allen Variationen zu haben. Das missfiel der stilbewussten Marie Antoinette. Einem Dekret ihres Gatten Ludwig XVI. verdanken wir die bis heute übliche, quadratische Form des Taschentuchs. Die überlebte sogar den Übergang zum Papiertaschentuch seit 1929.

 

Giftige Jeannie

Im Tierreich sind die Männer schöner als die Weibchen. Diesen Fehler hat Gott beim Menschen korrigiert. C. B.

Um soziales Gewissen zu haben, muss man nicht wie eine Vogelscheuche herumlaufen Spitzenwäsche wird den Weltuntergang nicht beschleunigen B.

Ganz egal, wie eine Frau aussieht: Wenn sie sich sicher und gut fühlt, ist sie sexy. P. H.

Männer sind Wesen mit zwei Beinen und acht Händen. J. M.

Die Fantasie des Mannes ist die beste Waffe der Frau. K. H.

Die Männer mögen vielleicht das Feuer entdeckt haben, die Frauen aber, wie man damit spielt. S.

Wenn ein Mann der umworbenen Frau versichert, er sei ihrer nicht würdig, dann hat er meistens recht. J. M.

Unter Nächstenliebe verstehen viele Männer die Liebe zur nächsten Frau. E. P.

Männer haben nur zwei Dinge im Kopf. Geld ist das andere. J. M.

Ein Kleid macht keinen Sinn, wenn es einen Mann nicht anregt, es dir ausziehen zu wollen. F. S.

Unter Gleichberechtigung verstehen manche Männer, dass Sie eine Freundin haben, weil ihre Frau auch eine hat. L. G.

Eine Maus ist ein Tier, dessen Pfad mit in Ohnmacht fallenden Frauen übersät ist. A. B.

Wahre Schönheit und Weiblichkeit sind alterslos und nicht künstlich herstellbar. M. M.

 

Wer ist Clementinchen?


Ich mache die Augen auf und schließe sie gleich wieder. Als hätte ich die ganze Nacht in einem Steinbruch gearbeitet und schwere Steine geschleppt. Mein Kopf tut weh und meine Glieder schmerzen fürchterlich.
Klingelingeling.
Noch 5 Minuten nuschle ich so halbwach vor mich hin.
Klingelingeling, das ist doch nicht mein Wecker. Es hört sich viel zarter und heller an. Ich versuche nochmal mein linkes Auge zu öffnen, es klappt und bleibt offen und nun probiere ich es mit meinem rechten Auge. Auch dieser Versuch klappt.
Klingelingeling. Ich sehe nichts. Woher kommt nur dieses Klingelingeling?
„Hier bin ich.“
Ich höre ein feines, aber klares Stimmchen.
Jetzt ist es soweit, jetzt höre ich auch schon Stimmen. In den letzten Wochen habe ich zwar mehr als sonst gearbeitet, aber hört man deswegen gleich fremde Stimmen?
Ganz vorsichtig drehe ich meinen Kopf und schaue suchend durch das Zimmer.
Nichts, ich sehe nichts. Mir ist ganz unheimlich.
„Schau doch mal auf das Kissen neben dir, da bin ich.“
Ich traue meinen Augen nicht. Auf meinem Kissen sitzt ein kleines, vielleicht zwanzig Zentimeter großes, süsses, entzückendes, türkisfarbenes Mädchen mit durchsichtigen, feinen Flügeln.
„Du siehst schon richtig. Ich bin Clementinchen, deine Glücksfee. Ich wollte dich besuchen.
Wir Glücksfeen im Regenbogenland haben uns Sorgen um dich gemacht. Du hast in letzter Zeit viel gearbeitet und nicht viel Spass und Freude gehabt. Wir vermissen das Funkeln in deinen Augen und dein warmes, so ansteckendes Lachen.
Deswegen habe ich meine Farbpalette mitgebracht. Ein bisschen Farbe wirkt oft Wunder.
türkisgrün für deine wunderschönen Augen und ein zartes pink auf deine vollen Lippen. Das gefällt mir. Noch ein bisschen pfirsichfarben auf deine Wangen und ein Klecks samtbraun auf deine Haut. Voila, fertig. Ja, das bist wieder du.“ Clementinchen klatscht in ihre Händchen und schwirrt begeistert um mich herum.
RRRRRRRRrrrrrring. Das klingt ja grausam. Mein Wecker klingelt.
Clementinchen? Wo bist du? Sollte ich das nur geträumt haben. Kein Clementinchen.
Ich schaue aus dem Fenster. Die Sonne ist schon zu sehen und die Luft riecht herrlich. Was für ein schöner Tag.
Als ich vor dem Spiegel stehe und mein Blick auf die Lidschattenpalette fällt, lächle ich. „Ein bisschen türkisgrün für deine …“.

Danke Clementinchen.

 

Meine September-Geschichte

Ich stehe am Fenster und stelle fest:“ Heute regnet es nur einmal.“ Grau in Grau. Wer braucht diesen hartnäckigen Regen? Ich bestimmt nicht.
Für einen Moment schließe ich die Augen und komme ins träumen. Ein Vogel sollte ich sein, dann könnte ich hinfliegen wohin ich wöllte, denke ich so vor mich hin.


Stimmenwirrwarr. Es sind verschiedene Sprachen, Weiblein und Männlein, die ich da höre. Noch fühle ich mich wie im Nebel, aber langsam wird alles deutlicher.
Das Vaporetto auf dem ich mich befinde, ist brechend voll. Zum Glück ergattere ich an der nächsten Haltestelle einen Sitzplatz im Freien. Ich bin in Venedig.
Sonnenstrahlen spüre ich wie eine Liebkosung auf der Wange. Der Geschmack von Salz macht sich in meinem Mund breit und der Wind streichlt mein Haar.
Mit der Linie 2 fahre ich nach San Marco. Die Nr. 2 fährt schneller und mit weniger Stopps durch den Canal Grande und legt an den Haltestellen Tronchetto, Piazzale Roma, Giudecca, Zattere, S. Giorgio, S. Marco und Lido an. Die Insel Guidecca sehe ich auf der rechten Seite und auf der linken Seite die Haltestelle Zattere. Da möchte ich aussteigen.
Auf dieser Seite von Venedig trifft man weniger Touristen. Hier ist es wunderschön.
Ich höre das schlagen der Wellen gegen die Holzpfähle und das kreischen der Möwen. Irgendwo trällert ein Tenor „Nessun dorma“ aus dem Radio.
Ich brauche nur ein paar Minuten zu der Kirche Angelo Raffaele.
Eine kleine Bar mit ein paar Tischen im Freien ladet zum Verweilen ein. An der Theke bestelle ich mir einen Cappuccino, einen Gingerino vino und ein Tramezzino mit Thunfisch und Ei. Zwei ältere Herr prosten mir mit einem Ombra zu. Ich schenke ihnen mein bezaubendstes Lächeln. Schwupp die wupp steht auch ein Gläschen Roter vor mir. “Salute!”
Draussen sitzt niemand an den kleine Tischen und ich habe freie Auswahl. Ich genieße die Sonne und schaue zwei Frauen zu, die sich eifrig unterhalten. Kinder spielen an einem Brunnen mit dem Wasser und ein kleiner Hund jagt eine Taube.
Hier lässt es sich aushalten.


Irische Volksmusik von „Flogging Molly“ holt mich wieder unsanft zurück. Mein Handy mit meinem neuen Rufton. „Hallo, Sabine S……………..“
Es regnet immer noch. Leider ist diese kleine Traumreise vorbei, aber ich fühle mich frisch und gut.



Und wie das Wolferl sagen würde

Wolfgang A. Mozart war ein begeisterter Tänzer. Er versäumte weder die öffentlichen Maskenbälle im Theater, noch die Hausbälle von Freunden.

In einem Brief schreibt er:

Vergangene Woche habe ich in meiner Wohnung einen Ball gegeben. Wir haben abends um 6 uhr angefangen und um 7 uhr aufgehört, – was nur eine Stunde? – Nein Nein – Morgens um 7 uhr;

Mozart komponierte für die Tanzformen seiner Zeit. Insgesamt sind uns aus seiner Feder rund 130 Menuette, 40 Kontratänze, 49 Deutsche und 6 Ländler überliefert.

Zur Zeit Mozarts war die Tanzmode stark von Frankreich geprägt und Kontratänze waren sehr beliebt. Diese Tänze regten dazu an, immer wieder neue Figurenkombinationen zu erfinden. Sie sind ein Spiel mit bewegten Linien und Formen in Raum und Zeit.

Und wie das Wolferl sagen würde:

….ach kommt geschwind her ihr lieben, wir machen ein tanzerl.


Das Riechsalz

In früherer Zeit hatten die Damen meisten ihr Riechsalzfläschchen griffbereit, um damit Ohnmachten, die durch die eng geschnürten Korsetts begünstigt wurden, vorzubeugen.

Heute kann Riechsalz eine beruhigende Wirkung bei Stress und vielen Situationen haben, wo du erst einmal tief durchatmen musst.

Als Zutaten benötigst du:

3 Esslöffel Glaubersalz

1 Teelöffel Vanillzucker

1 Prise gemahlenener Zimt

1 Prise gemahlene Gewürznelke

1 Prise gemahlener Anis

1 Prise gemahlener Ingwer

1 Teelöffel Parfümöl

1/2 Teelöffel 70% igen Alkohol

Alsdann werden die Gewürze und das Salz in einem Gefäß gut miteinander vermischt. Dann das Parfümöl im Alkohol auflösen und unter ständigem Umrühren tropfenweise der Mischung beigeben, bis die gewünschte Parfümierung erreicht ist.
Damit ist das Riechsalz fertig und du kannst es in ein Glasfläschchen abfüllen.


Viel Spass beim ausprobieren und experimentieren

Carnevale di Venezia

Ich liebe den Venezianischen Carnevale und habe ihn schon oft besucht.

Schon seit dem Mittelalter war der Venezianische Karneval unglaublich prunkvoll und berühmt wegen der Schönheit seiner Maskeraden.

Wegen der einzigartigen Natur der Stadt auf dem Wasser, wurden Umzüge von Gondeln und venezianischen Prunkgondeln durchgeführt. Jeder Winkel und jeder Platz ist das Bild einer Theaterbühne. Fröhliche Gesellschaften improvisierten Dialoge und spielten Commedia dellárte . Untermalt von Gitarrenakkorden und Mandolinenklängen.

Jeder konnte sich einen Platz suchen an dem er sein Stück frei vortragen konnte.Während des Karnevals war die Piazza und die darumliegenden Zonen ein einziges Durcheinander von Spielen und Veranstaltungen. Aus allen Orten kamen Komikergruppen, Akrobaten, Seiltänzer, Händler, Marktschreier, Astrologen, Zahnzieher und Musikanten in Venedig an. An den Vergnügungen und an den gemeinsamen Lustigkeiten nahmen alle teil, gleich erscheinend durch die Maske.

Damals dauerten die närrischen Tage fast ein halbes Jahr und wurden sogar über die Staatsgeschäfte gestellt. Die Stadt verhängte Erlass über Erlass, um die Maskerade und deren Missbrauch zu verbieten, doch es war vergebens. Da sich unter den Masken sehr wichtige Persönlichkeiten verbergen konnten, war die Maske in Venedig unantastbar und durch eigens dafür bestimmte Gesetze geschützt. In voller Blüte stand der Karneval zu Lebzeiten Casanovas im 18. Jahrhundert.

Erst als Napoleon 1797 die Stadt einnahm, verbot er den Karneval kurzerhand. Die Herrschaft Napoleons war nicht nur Untergang der Republik, sondern auch der beginnende Dornröschenschlaf des Karnevals.

Die Erweckung des Karnevals aus seinem fast 200-jährigen Schlaf führte 1979 auch zum Wiederaufblühen eines fast vergessenen Gewerbes – dem der Maskenherstellung.

Der Karneval in Venedig ist etwas Besonderes. Die Masken, die durch ihre Schönheit und ihre ausgefallenen Kostüme wirken, bewegen sich mit Eleganz und Leichtigkeit. Man fühlt sich wie im Traum oder ist es Illusion? Venedig ist einfach außergewöhnlich.

Sabine Scherer