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Glühweinbirnen mit Lebkuchenmousse

Dieser leckere Nachtisch verkörpert mit seinen Zutaten für mich Weihnachten.

Zutaten für 8 Personen:


4 Birnen
4 Nelken
200ml Rotwein
50g Zucker
1 Stange Zimt
2 Prisen gemahlener Kardamon
1 Prise Ingwerpulver
Eine unbehandelte Orange
150g weiße Schokolade
1 Blatt Gelantine
1 Eigelb
1TL Lebkuchengewürz
2EL weißer Rum
250ml Sahne

Zubereitung der Birnen:
Den Rotwein, Gewürze und die abgeriebene Schale von Zitrone und Orange in einen Topf geben. Auch den Saft der Früchte hinzu geben und alles etwa 5 Minuten bei kleiner Hitze kochen lassen.

Die Birnen schälen und das Kerngehäuse entfehrnen. Dann die Früchte in Viertel schneiden. Die Gewürze aus den Glühwein passieren und die Birnen ca. 5-15 Minuten darin weich kochen. Den Topf neben dem Herd stellen und Sud und Birnen abkühlen lassen.

Zubereitung der Creme:
Weiße Schokolade möglichst fein reiben. Dann die Gelantine in kaltem Wasser einweichen. Das Ei zusammen mit dem Eigelb über einem heißen Wasserbad aufschlagen, bis eine helle, dickliche Creme entsteht. Dann die Hitze reduzieren und die vorbereitete Schokolade unterrühren bis eine homogene Masse entsteht. Nun Lebkuchengewürz hinzufügen.

Im nächsten Schritt den Rum leicht erhitzen. Dann in der heißen Flüssigkeit die Gelantine auflösen. Nun eine geringe Menge der Ei-Schoko-Masse hinzufügen, um so einen Wärmeausgleich zwischen der Ei-Schoko-Masse und der Rum-Gelantine Mischung zu erreichen. Wenn beide Massen ungefähr die gleiche Temperatur haben, alles mischen und leicht abkühlen lassen.

Im Anschluss die Sahne mit einer Prise Zucker steif schlagen und vorsichtig unter die Schoko-Masse heben. Abschließend das Ganze in Förmchen füllen und mindestens 3 Stunden gut kühlen. Im besten Fall macht man die Mousse bereits am Vortag und lässt sie über Nacht durchziehen.

Anrichten:
Die Birnenviertel auffächern und neben oder auf der Mousse platzieren. Einen Schuss Glühweinsud darüber gießen und servieren. Wer mag kann den übrigen Glühwein erhitzen und als Getränk dazu servieren.

Käsfüß'le

Heute Abend spielen wir mal wieder Binokel. Es ist ein altes süddeutsches Kartenspiel. Wir spielen es zu viert. Das Verliererpärchen zahlt in ein Käss'le. Wenn dann genug zusammen gekommen ist, gehen wir Vier nett Essen. 

Als kleinen Snack so nebenher backe ich Käsfüß'le.

Wenn man keine Käsefußausstechform hat, kann man natürlich auch andere Plätzchenausstechformen wie z. B. Kreise verwenden, oder man schneidet einfach mit dem Messer Quadrate oder andere Formen vom Mürbteig aus. Der Käsemürbteig ist zudem leicht zubereitet.

Zutaten:

220 g Mehl

1 gestrichener TL Salz

1 gestrichener TL Paprikapulver edelsüß

1 gestrichener TL Backpulver

110 g kalte Butter

80 g fein geriebener Hartkäse (Edamer, Gouda, Bergkäse…)

1 EL Sahne

1 Ei

1 Eigelb und ca. 1 – 2 EL Sahne zum Bestreichen
Zum Verzieren je nach Geschmack:
Kümmel, Sesam, Pizzagewürz, Rosmarin, Käse

Meine August-Geschichte

Fernab vom Trubel Venedigs kann man am Wochenende die umliegenden Inseln der Lagune besuchen und genießen. Jede Insel für sich ist ein besonderer Juwel.

Von den Fondamente Nuove aus ist man gleich mit dem Vaporetto in Murano. Diese Insel ist bekannt durch ihre Glasbläserkunst. Wunderschöne Vasen, Schalen, Leuchter kann man hier bewundern und auch kaufen. Auch Glasfiguren werden entzückend detailliert gearbeitet. Im Palazzo Giustinian kann man sich über die Geschichte der Glasproduktion informieren.

Wer gerne Fisch isst, kann köstliche Fischmenüs im Garten der Antica Trattoria genießen. Für einen Espresso finde ich immer wieder eine nette Bar und kann mich so unter die Einheimischen mischen. Oder wie wäre es mit einem leckeres Eis?

Wieder auf dem Vaporetto steige ich unbedingt an der Insel Sant’Erasmo aus. Diese Insel liefert seit Jahrhunderten Spareselle (Spargel) und Castradure (kleine Artischocken) und noch manch anderes Gemüse.

Ein Erkundungsspaziergang lohnt sich und zum Probieren des Gemüses gibt es natürlich auch gute Lokale. Besonders im Mai, wenn die Artischocken dort blühen, ist es herrlich.

Wenn das Vaporetto zuerst die Insel Torcello anfährt, empfehle ich trotzdem erst die Insel Burano, zu besichtigen. Ich steige dort an der Haltestelle Mazzorbo aus und gehe über die Holzbrücke, die die Inseln miteinander verbindet. Von hier aus habe ich einen schönen Blick auf Venedig.

Und schon begrüßen mich die fröhlichen, bunt gestrichenen Häuser und die Spitzenstickerinnen im Schatten der Bäume von Burano, meiner Lieblingsinsel. Klein aber fein.

Angeblich strichen die Fischer früher ihre Häuser rot, blau oder grün an, damit sie diese vom Wasser aus besser erkennen konnten und wieder nach Hause fanden. Ich finde, dass durch die lebhaften Farben der gestrichenen Häuser und dem außergewöhnlichen Licht, die Insel unwiderstehlich wirkt.

Folge ich dem Rio di Mezzo und biege in die Via Galuppi bis zum gleichnamigen Platz ein, so finde ich die eine oder andere interessante Boutique.

Überall gibt es Spitze. Meistens kommt sie vom fernen Osten. Die echte Buranospitze gibt es natürlich auch, aber sie ist natürlich um vieles teuerer. In der „Scuola di Merletti“ wird die Technik der „Punto Aria“ (Luftstickerei) weitergegeben. Nicht zu verwechseln mit dem Klöppeln. Dort im Museum kann man sich die wundervollen Arbeiten ansehen.

Vormittags besuche ich an der Fondamente della Pescheria den Fischmarkt. Dort verweile ich ein wenig und schau dem Treiben der Fischverkäufer zu. Die leckeren, frisch gegrillten Fischspezialitäten sind ein Gedicht.

Zurück auf dem Vaporetto genieße ich den Ausblick und lasse noch einmal alle Eindrücke Revue passieren, bis ich Venedig erreiche.