
Im goldenen Licht des Frühlings schlenderten Emilia und Lorenzo Pfötchen an Pfötchen durch die schmalen Gassen Venedigs. Ihre prächtigen Renaissance-Gewänder schimmerten in Rot und Gold, während sich das Sonnenlicht im Wasser der Kanäle spiegelte.
„Ostern in Venedig ist etwas ganz Besonderes“, flüsterte Emilia und betrachtete die bunten Spiegelungen der Häuserfassaden im Wasser.
Lorenzo nickte. „Heute verstecken wir die kunstvollsten Ostereier, die diese Stadt je gesehen hat.“
In ihren Körbchen trugen sie kleine, mit Goldmustern verzierte Eier, bemalt mit Szenen von Brücken, Gondeln und Frühlingsblumen. Heimlich legten sie sie auf Fensterbänke, unter steinerne Brückenbögen und sogar neben eine wartende Gondel.
Bald hörte man fröhliches Kinderlachen durch die Gassen hallen. Überall entdeckten kleine Hasenkinder und Menschenkinder die farbenprächtigen Kunstwerke.
Als die Kirchenglocken den Ostermorgen einläuteten, setzten sich Emilia und Lorenzo auf eine kleine Brücke. Über ihnen färbte sich der Himmel zartrosa.
„Was ist das schönste Geschenk an Ostern?“, fragte Emilia leise.
Lorenzo lächelte. „Gemeinsam Freude zu schenken.“
Und so saßen sie dort, während Venedig erwachte — erfüllt von Hoffnung, Liebe und einem Hauch von Osterzauber..