Geschrieben von Sabine Stern in
Gedicht zum Monat
Sonntag, 30. November 2025

Vom Himmel in die tiefsten Klüfte
Ein milder Stern herniederlacht;
Vom Tannenwalde steigen Düfte
und hauchen durch die Winterlüfte,
Und kerzenhelle wird die Nacht
Mir ist das Herz so froh erschrocken.
Das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fernher Kirchenglocken
Mich lieblich heimatlich verlocken
In märchenstille Herrlichkeit.
Ein frommer Zauber hält mich wieder,
Anbetend, staunend muß ich stehn;
Es sinkt auf meine Augenlider
Ein goldner Kindertraum hernieder,
Ich fühl's, ein Wunder ist geschehn.
von Theodor Storm
Geschrieben von Sabine Stern in
Gedicht zum Monat
Sonntag, 30. November 2025

Ein besonderes Strahlen erhellt wieder die Welt,
die weihnachtliche Zeit mit der ersten Kerze Einzug hält,
möge sie Frieden schenken und Wärme in die Herzen lenken.
Geschrieben von Sabine Stern in
Gedicht zum Monat
Freitag, 31. Oktober 2025

Solchen Monat muß man loben:
Keiner kann wie dieser toben,
keiner so verdrießlich sein
und so ohne Sonnenschein!
Keiner so in Wolken maulen,
keiner so mit Sturmwind graulen!
Und wie naß er alles macht!
Ja, es ist ′ne wahre Pracht.
Seht das schöne Schlackerwetter!
Und die armen welken Blätter,
wie sie tanzen in dem Wind
und so ganz verloren sind!
Wie der Sturm sie jagt und zwirbelt
und sie durcheinander wirbelt
und sie hetzt ohn′ Unterlaß:
Ja, das ist Novemberspaß!
Und die Scheiben, wie sie rinnen!
Und die Wolken, wie sie spinnen
ihren feuchten Himmelstau
ur und ewig, trüb und grau!
Auf dem Dach die Regentropfen:
Wie sie pochen, wie sie klopfen!
Schimmernd hängt′s an jedem Zweig,
einer dicken Träne gleich.
Oh, wie ist der Mann zu loben,
der solch unvernüft′ges Toben
schon im voraus hat bedacht
und die Häuser hohl gemacht;
sodaß wir im Trocknen hausen
und mit stillvergnügtem Grausen
und in wohlgeborgner Ruh
solchem Greuel schauen zu.
Heinrich Seidel
Geschrieben von Sabine Stern in
Gedicht zum Monat
Dienstag, 30. September 2025

Noch ringt verzweifelt mit den kalten
Oktobernächten um sein grünes Kleid
Mein Baum. Er liebt´s, ihm ist es leid,
Er trug es fröhliche Monde lang,
Er möchte es gern behalten.
Und wieder eine Nacht, und wieder
Ein rauer Tag. Der Baum wird matt
Und kämpft nicht mehr und gibt die Glieder
Gelöst dem fremden Willen hin,
Bis der ihn ganz bezwungen hat.
Nun aber lacht er golden rot
Und ruht im Blauen tief beglückt.
Da er sich müd dem Sterben bot,
Hat ihn der Herbst, der milde Herbst
Zu neuer Herrlichkeit geschmückt.
Hermann Hesse
Geschrieben von Sabine Stern in
Gedicht zum Monat
Dienstag, 30. September 2025

Endlich ist er wieder da! Er kommt lässt Drachen steigen, weht die Blätter von den Bäumen und lässt den Regen los.
Kurz bevor er geht, macht er den Kindern eine Freude, da Halloween vorbei kommt.
Gruselt jedes Kind einmal, lässt Kürbisse vor den Häusern leuchten.
Ja, der Oktober ist ein ziemlich netter Kerl.
Unbekannt
Geschrieben von Sabine Stern in
Gedicht zum Monat
Montag, 22. September 2025

Storm, Theodor (1817-1888)
Schon ins Land der Pyramiden
Flohn die Störche übers Meer;
Schwalbenflug ist längst geschieden,
Auch die Lerche singt nicht mehr.
Seufzend in geheimer Klage
Streift der Wind das letzte Grün;
Und die süßen Sommertage,
Ach, sie sind dahin, dahin!
Nebel hat den Wald verschlungen,
Der dein stillstes Glück gesehn;
Ganz in Duft und Dämmerungen
Will die schöne Welt vergehn.
Nur noch einmal bricht die Sonne
Unaufhaltsam durch den Duft,
Und ein Strahl der alten Wonne
Rieselt über Tal und Kluft.
Und es leuchten Wald und Heide,
Daß man sicher glauben mag,
Hinter allem Winterleide
Lieg' ein ferner Frühlingstag.
Die Sense rauscht, die Ähre fällt,
Die Tiere räumen scheu das Feld,
Der Mensch begehrt die ganze Welt.
Und sind die Blumen abgeblüht,
So brecht der Äpfel goldne Bälle;
Hin ist die Zeit der Schwärmerei,
So schätzt nun endlich das Reelle! |
Geschrieben von Sabine Stern in
Gedicht zum Monat
Sonntag, 31. August 2025

Jetzt ist es morgens zwar schon recht kühl, aber dann lässt die Sonne ihre wärmenden Sonnenstrahlen durch die Äste der Bäume spicken.
Die Autos sind mit mit einer weißen, durchsichtigen Schicht Reif eingehüllt, der sich beugend den Sonnenstrahlen überlässt.
Bei jedem Hauch sieht man den Atem, der sich in die Luft wie eine Sprechblase einbringt.
Farben von zartem Ockergelb, warmen Orange, kräftigem Rot und sattem Braun tragen die Blätter als Kleid der Bäume. Kastanien und Nüsse liegen am Wegesrand und möchten beachtet werden.
Das schon gefallenen Laub auf dem Weg raschelt geheimnisvoll unter dem Tritt des Fußes.
Ein Lächeln zaubert sich auf mein Gesicht. Herbst, was bist du für eine wunderschöne Jahreszeit.
⭐⭐
Geschrieben von Sabine Stern in
Gedicht zum Monat
Donnerstag, 31. Juli 2025

An einem Sommermorgen
da nimm den Wanderstab,
es fallen deine Sorgen
wie Nebel von dir ab.
Des Himmels heitre Bläue
lacht dir ins Herz hinein
und schließt, wie Gottes Treue,
mit seinem Dach dich ein.
Rings Blüten nur und Triebe
und Halme von Segen schwer,
dir ist, als zöge die Liebe
des Weges nebenher.
So heimisch alles klingt
als wie im Vaterhaus,
und über die Lerchen schwingt
die Seele sich hinaus.
Theodor Fontane
Geschrieben von Sabine Stern in
Gedicht zum Monat
Montag, 30. Juni 2025

Weißt du, wie der Sommer riecht?
Nach Birnen und nach Nelken, nach Äpfeln und Vergissmeinnicht, die in der Sonne welken, nach heißem Sand und kühlem See und nassen Badehosen, nach Wasserball und Sonnenkrem, nach Straßenstaub und Rosen.
Weißt du, wie der Sommer schmeckt? Nach gelben Aprikosen, nach Walderdbeeren, halb versteckt zwischen Gras und Moosen, nach Himbeereis, Vanilleeis und Eis aus Schokolade, nach Sauerklee vom Wiesenrand und Brauselimonade.
Weißt du, wie der Sommer klingt? Nach einer Flötenweise, die durch die Mittagshitze dringt, ein Vogel zwitschert leise, dumpf fällt ein Apfel in das Gras, ein Wind rauscht in den Bäumen, ein Kind lacht hell, dann schweigt es schnell und möchte lieber träumen.
Unbekannt
Geschrieben von Sabine Stern in
Gedicht zum Monat
Samstag, 31. Mai 2025

J asmin blüht weiß und schön im Sommerwind,
U nd die lachenden Kinder eilen geschwind.
N och jung sind die Tage, der Sommer ist da,
I n den Winden des Juni’s flattert das Haar.
Geschrieben von Sabine Stern in
Gedicht zum Monat
Donnerstag, 1. Mai 2025

Mit einem besseren Land.
Da sprach dann der älteste Käfer:
Wohl möcht' ich über'n Rhein!
Doch drüben im herrlichen Frankreich,
Brumm brumm summ summ summ, ja Frankreich;
Da macht man in Zucker uns ein,
Uns arme Käferlein.
Da meinte der zweite von ihnen:
In Ungarn wär's gut sein,
Doch wirft man uns dort vor die Schweine,
Brumm brumm summ summ summ, die Schweine,
Wir lebten in ewiger Pein,
Wir arme Käferlein.
Ich sind' es am besten in Deutschland,
So sprach der dritte drein,
Fängt hier uns kein Spatz oder Bube,
So können wir herrlich gedeihn,
Wir arme Käferlein.
Da fingen sie an zu schnurren
Gar manche Melodei:
Wir bleiben, wir bleiben in Deutschland,
Brumm brumm summ summ summ, in Deutschland,
Da leben wir lustig und frei,
Juchhe, juchhe, juchhei!
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
Geschrieben von Sabine Stern in
Gedicht zum Monat
Mittwoch, 30. April 2025

M aitropfen glitzern auf den Blättern im Licht,
A uf Feldern tanzen Halme im Wind so schlicht.
I nmitten der Wiese, weht eine leichte Priese.
Geschrieben von Sabine Stern in
Gedicht zum Monat
Montag, 31. März 2025

A m Horizont die Sonne langsam steigt,
P urpurfarbene Wolken ziehen weit.
R egentropfen fallen, erfrischen das Grün,
I m April beginnt der Frühling seine Müh’n.
L auer Wind erwacht, der Frühling lacht.
Wachstumstracker.de
Geschrieben von Sabine Stern in
Gedicht zum Monat
Freitag, 28. Februar 2025

M orgentau glitzert auf den Wiesen weit,
A ufbruchsstimmung, im Frühlingskleid.
E in neuer Zyklus, das Leben erwacht,
R ascheln der Blätter, wenn der Wind
lacht.
Z auber des März, dringt ein ins Herz.
Wachstumtracker.de
Geschrieben von Sabine Stern in
Gedicht zum Monat
Donnerstag, 30. Januar 2025

F röhlicher Beginn, der Februar erwacht,
E ine Schneesymphonie, in sternenklarer Nacht.
B lumenknospen lauschen dem zarten Lied,
R egenbogenfarben tanzen im Karnevalsbeat.
U nter dem Eis ruht die Kraft vom Frühling,
A ufbruchsstimmung, die ein jeder empfing.
R uhe im Kaminlicht, wie’s dem Februar entspricht.
Wachstumtracker.de
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