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Prien - Chiemssee

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Die Geschichte des Chiemsee

Als größter bayerischer See trägt der Chiemsee auch den Namen "Das Bayerische Meer". Diese Bezeichnung verdient er aus zwei Gründen zu Recht. Zum einen gibt es an dem ca. 80 Quadratkilometer großen See wie am Meer Ebbe und Flut. Alle drei bis vier Stunden schwankt sein Wasserspiegel in Nord- Südrichtung zwischen 3 und 30 cm. Zum anderen ist der Chiemsee ein Überbleibsel des urzeitlichen Thetismeeres, das einmal fast halb Europa bedeckte. Später formten die Kräfte der Eiszeit die heutige Landschaft des Chiemgaus. Unmittelbar nach dem Rückzug der Gletscher vor ca. 11.000 Jahren hatte der Chiemsee noch eine Ausdehnung von ca. 300 Quadratkilometer und reichte bis an den Alpenrand heran. Im Norden grub sich die Alz, die den See bei Seebruck verlässt, soweit in den Moränengürtel ein, dass der Wasserspiegel im Laufe der Jahrtausende um 18 m sank. Zu Anfang unseres Jahrhunderts wurde der Seespiegel noch einmal um 60 cm tiefer gelegt. Damit die Alz ein stärkeres Gefälle bekam, wurde sie auf einer Länge von 2 km ausgebaggert. Seitdem können gefährliche Hochwasser aus dem riesigen Wassereinzugsgebiet des Sees, das im Süden bis zum Alpenhauptkamm reicht schneller abfließen.

Der Markt Prien am Chiemsee ist die größte Gemeinde am Chiemsee, dem Bayerischen Meer. Den Luftkurort und einzigen Kneippkurort Oberbayerns prägt heute vor allem der Fremdenverkehr. Dies war nicht immer so. Prien wurde erst spät, in der Mitte des 12. Jahrhunderts (um 1158) als Verwaltungsort der Grafen von Falkenstein gegründet. Dennoch ist der westliche Chiemgau uraltes Siedlungsgebiet, das bereits in keltischer und römischer Zeit besiedelt war. Auch der Name Prien leitet sich von der keltischen Bezeichnung für den Fluss Prien („Brigenna“ – Die aus den Bergen kommende) ab.

Die Krautinsel im Chiemsee

Der Grund, warum auf der kleinen Insel zwischen Herren- und Fraueninsel gelegen, nur wildes Kraut und Gestrüpp wächst, berichtet folgende Sage.

Auf den beiden Inseln im Chiemsee befinden sich die Klöster Herren- und Frauenwörth. Dazwischen liegt die kleine Krautinsel, auf der sich die Mönche und Nonnen seinerzeit trafen, um sich ungestört der Liebe hingeben zu können. Als Strafe für diese Sünde ist die Krautinsel also unfruchtbar und die unseligen Mönche und Nonnen, die das Gelübte der Keuschheit gebrochen hatten, sind für alle Zeiten auf den Seegrund verbannt worden. Wenn sich heute die Wellen des Chiemsees aufgrund eines bevorstehenden Sturms drohend bewegen, hört man dann und wann noch einen Fischer leise fluchen, weil er glaubt, dass die Gebannten wieder einmal ihr Unwesen treiben und deshalb der See stürmisch wird.

      

   

   

   


Bardolino - Gardasee

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Die Geschichte des Gardasee.

Erdgeschichtlich geht der Ursprung des Gardasee auf die Eiszeiten zurück. Riesige Gletscher gruben Einschnitte in die Berge und bildeten überdimensionale Felsformationen, die heute noch das Etschtal und das Sarcatal auszeichnen. Nachdem das Eis geschmolzen war bildete sich eine riesige Talmulde, welche sich mit Schmelzwasser füllte.

Dank des leichten spritzigen Rotweines ist das kleine Städtchen Bardolino in aller Munde. Er wächst im hügeligen Hinterland des einstigen Fischerdorfes, das heute eine eher urbane Atmosphäre versprüht. Die offen gebaute Altstadt mit ihren breiten Gassen, zahlreichen Geschäften und langer Uferpromenade laden zum Bummeln ein. Hier geht es bis in die späten Abendstunden lebhaft zu: Viele Läden haben bis Mitternacht geöffnet und schöne Restaurants, Bars und Discos ziehen Nachtschwärmer der ganzen Region an.

Die Legende besagt das der junge Wassergott Benacus einst die Meere verließ und in die Welt marschierte. Bald kam er in die Berge, wo er die strahlend schöne und blauhaarige Nymphe Engardina, die Herrin der Amen lebte. Als er sie in einem kleinen Bergsee auf dem Monte Baldo sah verliebte er sich sofort. Er überredete sie mit ihm zu kommen. Doch die Nymphe trauerte um ihren kleinen See. Da versprach Benacus ihr einen viel schöneren und grösseren See zu schenken. Er nahm seinen Dreizack und schlug in den Felsen. Das Wasser kam von den Bergen und füllte den See. Danach vermählten sich die beiden und Engadines Haare färbten den See blau.