Ich bin nicht perfekt
…. kein Engel,
…. mache Fehler,
…. bin verletzlich,
…. nicht wunderschön,
…. nicht normal,
…. nichts besonderes !
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…. Aber , ich bin, wie ich
bin….
…. ich bin ich…. immer !
…. Ich versuche nicht andere
nach
zu machen,
…. zu sein, wie andere sein
wollen !
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…. Die Persönlichkeit macht
einen
Menschen aus!
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…. Vielleicht bin ich nicht
perfekt.
…. Aber ich bin froh, so zu
sein,
…. einfach anders – aber
dennnoch
ich selbst….
…. und das wird auch immer so
bleiben….
Wenn ich immer das tun würde was
von mir erwartet wird, könnte ich
folgendes auf meinen Grabstein
schreiben: ” Mein Leben hat
allen gefallen, nur mir
nicht.”
Verfasser unbekannt
Wir haben uns ein Faltboot gekauft. Ein Pakboat XT16. Sein Gewicht beträgt 20 kg, es wird in einer Tasche verstaut..
Ein wunderschönes, mangofarbenes Kajak. Die Farbe gefällt mir recht gut, aber meine bessere Hälfte hätte gerne das Erdbeerfarbene gehabt. “Das habe ich noch nie erlebt, dass ein Mann so nach der Farbe schaut”, stammelt der leicht verwirrte Verkäufer.
“Bei uns ist das anders”, meinte ich zu ihm.
Manchmal ist meine bessere Hälfte schon einwenig zickig und stur. Er ist halt ein richtiger Stier.
“Sie können das Mangofarbene gleich mitnehmen”, sagte der Verkäufer. Und so siegt “das Habenwollen” gegenüber “dem Gewünschten.”
Drei Stunden Fahrt liegen vor uns.
Man findet nicht so leicht einen Händler für Faltboote, wo man auch die Boote in Natura sehen kann und das ist schon sehr wichtig. Mir hat das Holzgestell von Klepper gefallen, aber ich hab mir am Oberrand beim Paddeln die Arme angeschlagen. Außerdem hat es drei Packtaschen und wiegt so locker 35 kg.
Nach einer Stunde lag unser Schmuckstück aufgebaut in unserem Wohnzimmer. Zuerst als 4,90m langes Fischskelett und dann mit Fleisch (Sitze) und Haut.
Ich hatte nur die Aufgabe des Fotografierens. Das Aufbauen und Zusammenstecken des heilig Böt’le machte der Kapitän allein. So wie sich das gehört.
Auf geht’s zum Probesitzen. Na, das klappt ja recht gut, wenn auch bei mir die Angelegenheit einen recht wackeligen Eindruck hinterlässt.
Das Abbauen stellte sich als Ruck-Zuck-Aktion heraus. Das Zurückpacken in die Tasche ist dagegen recht kniffelig. Sie wurde von meiner besseren Hälfte mir als Aufgabe zugeteilt.
Ey, ey, Käptän. Ich habe ja jeden Aufbauschritt fotografiert und so war das Boot recht schnell in der Tasche verstaut. Es ist Samstag 1 Uhr.
Am Dienstag wollen wir das Paddeln am Breitenauer See ausprobieren. Ich hoffe, dass da nicht so soviel Betrieb am See ist wie am Wochenende. Über unsere erste Erfahrung mit unserem Kanu und unserer Paddeltour werde ich demnächst berichten.
Blooooong und eine wildsausende Tessa, unsere Yorkihündin, rast an mir vorbei.
Was ist denn jetzt los?
Sie ist an der letzten Kellerstufe ausgerutscht und auf Bauch und Kopf gefallen und rennt wie eine Verrückte in das Jungenzimmer.
Ich gehe ihr nach und nehme sie auf den Arm. Kein Laut, aber sie atmet schwer und streckt beide Beine von sich.
Sie hat einen Schock denke ich und setze mich auf das Sofa. Sie reagiert gar nicht auf mich und das ist nicht normal.
Ausgerechnet heute habe ich kein Auto da.
Handy her und ein Taxi bestellen, rast es mir durch den Kopf.
Immer wieder spreche ich beruhigend auf Tessa ein. Sie atmet immer noch sehr hektisch und zittert wie Espenlaub.
Mantel anziehen, Schlüssel und Geldbeutel einstecken. Was brauche ich noch? „Impfbuch“ fällt mir noch ein.
An der Strasse wartet schon das Taxi. Das ging aber flott, denke ich so vor mich hin.
Tessa hat sich in meinem Arm eingekuschelt. Sie atmet ruhiger und auch das Zittern ist besser geworden. „Hauptstrasse 7“, höre ich mich zu dem Taxifahrer sagen. Ruck zuck sind wir da.
Am Empfang und im Wartezimmer ist es leer. Aber schon kommt das Fräulein vom Empfang. Was ist denn passiert? Aus mir sprudeln fast vollständige Sätze.
Leider ist die Frau Doktor nicht da. Sie kommt erst bis in einer Stunde, aber sie können gerne warten.
Ich und warten, wer mich kennt weiß das das keine gute Idee ist. Ich bin mittlerweile schon hippeliger wie der Hund. Tessa liegt ruhig in meinem Arm, aber irgendwas stimmt nicht, das fühle ich.
Ab in die Tierklinik. Das nette Fräulein bestellt uns eine Taxe und in nullkommanix ist die auch da. Langsam kommt es mir so vor als könnten die Taxis in Heilbronn fliegen.
Zehn Minuten später sind wir in der Klinik und dürfen sofort ins Sprechzimmer.
Eine nette Dame in weiss stellt sich vor und streichelt Tessa. Sie stellt sie auf den Boden und lässt sie den Raum durchschnuppern, was sie auch tut. „Super machst du das“, sagt die „Dame in Weiss“ zu Tessa. Ich schaue etwas betreten aus. Habe ich etwa überreagiert?
Ich untersuche sie noch kurz und wenn sie möchten röntgen wir sie zur Sicherheit, sagt sie die Ärztin zu mir.
Immer wieder leuchtet sie in Tessas Augen und ist ganz ruhig.
„Ihr Hund ist blind“, sagt sie dann zu mir. Von der Ferne höre ich „Tessas Pupillen reagieren nicht. Ich werde Blut abnehmen und dann wenn die Nierenwerte in Ordnung sind werden wir sie röntgen.“ Tessa schaut mich an und wedelt mit dem Schwanz. Das kann doch nicht sein. Hunde können das gut kompensieren, sagt die Ärztin zu mir. Mir ist schlecht und ich möchte eigentlich nur meinen Hund in die Arme nehmen und nach Hause. Die Vernunft siegt.
Bitte kommen sie heute Mittag zu unserer Augenärztin, damit sie Tessa untersucht.
Mit Tessa im Arm laufe ich langsam am Neckar entlang nach Hause.
Zu Hause springt sie gleich an ihren Fressnapf und ist mit einem Satz auf der Couch. Unglaublich wie sie das hinkriegt.
Um 14.30 Uhr sind wir pünktlich beim Augenarzt und Tessa stolziert in das Sprechzimmer. Nach zwei Stunden steht fest, dass alle Blutergebnisse in Ordnung sind und Tessas linke Pupille wieder reagiert.
Tessa benimmt sich den ganzen Abend völlig normal und unauffällig.
Heute Morgen beim „Gassi gehen“ springt sie gleich in die Wiese und kurze Zeit später steht sie schwanzwedelnd vor mir. Ich schaue sie an und kann es kaum glauben. Auch die rechte Pupille reagiert wieder.
Tränen der Freude laufen mir über die Wange.
Danke.
Eure
Imperia, eine bronzene Frauenstatue, befindet sich seit 1993 im Hafen von Konstanz. Sie ist fast zehn Meter hoch und wurde von Peter Lenk, einem Bildhauer, entworfen und konzipiert. Imperia stellt eine üppige Kurtisane dar, der ein tiefes Dekolleté und ein Umhang, der nur von einem Gürtel notdürftig geschlossen wird, eindeutige erotische Ausstrahlung verleihen und repräsentieren sollen.
Das Wunderweib ihrer Zeit oder Königin des Konzils, so beschreibt sie eine Erzählung von Honorés de Balzac. Er schildert die schöne Imperia als eine Hure, der alle verfallen sind und die dadurch die eigentliche Herrscherin des Konzils wird.In dieser Zeit befanden sich neben zahlreichen kirchlichen Vertretern auch unzählige Prostituierte in der Stadt, die für Vergnügen und Ablenkung sorgen sollten. Die Imperia selbst ist als eine nur leicht bekleidete Prostituierte dargestellt, die in ihren Händen den Kaiser und den Papst trägt. Sie symbolisiert das zweischneidige Verhalten der damaligen Stadt- und Kirchenväter. Es gab zahlreiche Proteste – vor allem seitens der Kirche, die die satirische Darstellung des Papstes anprangerte. Inzwischen hat sich die Imperia aber zu einem der beliebtesten Wahrzeichen in Konstanz etabliert.
Mich erinnert die Geschichte der Imperia an Mata Hari.
Auch sie war eine faszinierende Frau ihrer Zeit. Eine Tänzerin, die ihren Schleiertanz sowie Kostüm und Legende einer indischen Tempeltänzerin entwarf, die bei ihrem Publikum auf fruchtbaren Boden fielen.
So etwas hatte Paris noch nicht gesehen … aus anmutigen Gesten wurden leidenschaftliche Windungen – und am Ende stand vor den entrückten Damen und Herren der Gesellschaft eine nackte Schönheit.“- SPIEGEL Zeitgeschichten
Oder eine Spionin, die im Laufe ihrer Karriere zunehmend mit Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft in Kontakt kam. Diese Kontakte und Informationen, beabsichtigt oder unwissentlich nutzte und benutzte. Und so der Verdacht der Spionage entstand, der ihr auch zum Verhängnis wurde.
Wer die Geschichten der beiden Damen liest, kann mir nur zustimmen. Sie sind sich sehr ähnlich.
Imperia und Mata Hari.
Mit ihrer exotischen Schönheit und ihrer Art zu tanzen, verdrehten sie wichtigen Männern ihrer Zeit den Kopf.
Eure
Ich mache die Augen auf und schließe sie gleich wieder. Als hätte ich die ganze Nacht in einem Steinbruch gearbeitet und schwere Steine geschleppt. Mein Kopf tut weh und meine Glieder schmerzen fürchterlich.
Klingelingeling.
Noch 5 Minuten nuschle ich so halbwach vor mich hin.
Klingelingeling, das ist doch nicht mein Wecker. Es hört sich viel zarter und heller an. Ich versuche nochmal mein linkes Auge zu öffnen, es klappt und bleibt offen und nun probiere ich es mit meinem rechten. Auch dieser Versuch klappt.
Klingelingeling. Ich sehe nichts. Woher kommt nur dieses Klingelingeling?
„Hier bin ich.“
Ich höre ein feines, aber klares Stimmchen.
Jetzt ist es soweit, jetzt höre ich auch schon Stimmen. In den letzten Wochen habe ich zwar mehr als sonst gearbeitet, aber hört man deswegen gleich fremde Stimmen?
Ganz vorsichtig drehe ich meinen Kopf und schaue suchend durch das Zimmer.
Nichts, ich sehe nichts. Mir ist ganz unheimlich.
„Schau doch mal auf das Kissen neben dir, da bin ich.“
Ich traue meinen Augen nicht. Auf meinem Kissen sitzt ein kleines, vielleicht zwanzig Zentimeter großes, süsses, entzückendes, orangefarbenes Mädchen mit durchsichtigen, feinen Flügeln.
„Du siehst schon richtig. Ich bin Clementinchen, deine Glücksfee. Ich wollte dich besuchen.
Wir Glücksfeen im Regenbogenland haben uns Sorgen um dich gemacht. Du hast in letzter Zeit viel gearbeitet und nicht viel Spass und Freude gehabt. Wir vermissen das Funkeln in deinen Augen und dein warmes, so ansteckendes Lachen.
Deswegen habe ich meine Farbpalette mitgebracht. Ein bisschen Farbe wirkt oft Wunder.
Smaragdgrün für deine wunderschönen Augen und ein zartes pink auf deine vollen Lippen. Das gefällt mir. Noch ein bisschen pfirsichfarben auf deine Wangen und ein Klecks samtbraun auf deine Haut. Voila, fertig. Ja, das bist wieder du.“ Clementinchen klatscht in ihre Händchen und schwirrt begeistert um mich herum.
Klingklingkling. Das klingt ja grausam. Mein Wecker klingelt.
Clementinchen? Wo bist du? Sollte ich das nur geträumt haben. Kein Clementinchen.
Ich schaue aus dem Fenster. Die Sonne ist schon zu sehen und die Luft riecht herrlich. Was für ein schöner Tag.
Als ich vor dem Spiegel stehe und mein Blick auf die Lidschattenpalette fällt, lächle ich. „Ein bisschen smaragdgrün für deine …“. Danke Clementinchen.
Eure