Ciao Calotta

Kulturcafe – Schokolade

Mittwoch, 13. Juli 2016 von Ciao Calotta

Heute war Premiere für unser Kulturcafe.

In der Cafeteria des Seniorenheims präsentierte ich heute das Thema “Schokolade”. Überpünktlich kamen die Herrschaften vom Betreuten Wohnen.  Der erste 10er Tisch war schon belegt. Herr Beyer, auch ein Ehrenamtler, und ich versorgten sie mit Kaffee, , heißer Schokolade, Schokokuchen und darauf aber bitte Sahne.

Nach und nach kamen die Senioren von den Etagen und Ruck Zuck waren zwei weitere Tische g efüllt. Zu Wiener Kaffeehausmusik bedienten wir diese weiteren Tische.

Endlich war es soweit. Ich begrüßte die Seniorinnen und Senioren und entführte sie in die Welt der Schokolade.

Schokolade wächst nicht auf den Bäumen – oder doch?

Von mir in DINA 4 ausgedruckte Bilder von Kakaobäumen, Kakoaofrüchten, Kakaobohnen und gemahlenem Kakaopulver erklärten den Weg von der Frucht am Baum zur Schokoladenfabrik.

Die Kakaobohne wir in einer Rösterei weiterverarbeitet. Bei Temperaturen von 100 bis 160 Grad Celsius werden die Bohnen geröstet, um dann anschließend im Mahlwerk zerkleinert zu werden. Hier wird die Schale der Bohne mittels einem Rüttler entfernt. Dann werden die Früchte weiter zermahlen, dadurch tritt die Kakaobutter aus. Durch die Butter verbinden sich die Bruchstücke zu einer dunkelbraunen Kakaomasse, die anschließend mit Zucker und Milchpulver vermischt wird. Zum Schluss wird die Masse gewalzt und bleibt als trockener Film auf der Walze liegen.

Beim Conchieren wird die Schokolade stundenlang gerührt und erwärmt. Dadurch strömt das Fett wieder aus und verteilt sich gleichmäßig, eine zarte und flüssige Masse entsteht. Unerwünschte Geruchs- und Geschmacksstoffe verflüchtigen sich. Dann wird die Schokolade in vorgewärmte Formen gegeben, durch das Abkühlen der Formen ziehen diese sich zusammen. Ein Vorgang, der als Austafeln bezeichnet wird. Wenn die Schokolade fest ist, kann sie dann in Schokoladenpapier verpackt werden.

Die Kaffeehausmusik, der Duft des Kaffees und der Geruch der Schokolade bewirken eine besondere Stimmung. Die Damen und Herren unterhalten sich angeregt und ich gehe von Tisch zu Tisch und beantworte die Fragen.

Zwei kleine Schokoladengeschichten erheitern die Gesellschaft. Herr Beyer und ich bereiten nun für jeden eine Kugel Schokoeis auf Desserttellern zu. Eine kleine Aufmerksamkeit des Hauses. Es wird an  den Tischen noch geratscht und getratscht.  So manche Erinnerung an Schokoladenerlebnisse werden erzählt und darüber herzlich gelacht.

Noch eine kleine Abschiedsgeschichte und alle gehen beschwingt in ihre Zimmer.

Wir sehen es genauso wie Michael Levine: „Chemisch gesehen ist Schokolade tatsächlich das vollkommenste  Nahrungsmittel der Welt.
Eure

Sabine

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Hier bin ich zu Hause, in Sontheim bin ich daheim

Montag, 14. März 2016 von Ciao Calotta

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Tessa werde ich gerufen und bin eine kleine Yorkidame und weiß, dass ich im Stadtteil Sontheim wohne.
Das hat mir Frauchen über Sontheim erzählt:

Sontheim liegt im Neckarbecken südwestlich der Altstadt von Heilbronn am rechten Ufer des Neckars. Hier mündet von Süden kommend die Schozach in ihn, nachdem sie hundert Meter zuvor noch von rechts den aus Richtung Flein heranziehenden Deinenbach aufgenommen hat. Der historische Ortskern Sontheims liegt auf einem Hügel am Deinenbach, der den Ort durchfließt. Im Westen schließt sich der Heilbronner Stadtteil Horkheim an, im Süden stößt die hier leicht ansteigende Sontheimer Gemarkung auf die Gemeinden Talheim und Flein. Im Osten reicht die Gemarkung bis zu den Heilbronner Bergen und stößt bei dem Weiler Donnbronn an die der Gemeinde Untergruppenbach. Neben einem Teil des bewaldeten Schweinsbergs umfasst sie auch den von Weinbergen bedeckten Staufenberg, den „Hausberg“ Sontheims.
Die ältesten Funde auf der Markung von Sontheim datieren auf die frühe fränkische Landnahme in Südwestdeutschland zur Zeit der Merowinger. Sontheim ist vermutlich eine vom fränkischen Königshof in Heilbronn aus erfolgte Ausbausiedlung. Sont- bezeichnet die von Heilbronn aus gesehen südliche Lage des Ortes, die Nachsilbe -heim ist typisch für fränkische Gründungen. Der historische Ortskern liegt bei der katholischen Martinuskirche, an die nördlich angrenzend sich vermutlich jeher ein Herrenhof befand.
Bereits 1427 war der Ort größtenteils in Besitz des Deutschen Ordens, dessen Heilbronner Kommende 1225 gegründet wurde und im Deutschhof zu Heilbronn residierte. Der Orden hatte möglicherweise schon bald nach Gründung der Heilbronner Kommende die Ortsherrschaft in Sontheim ausgeübt, da die Sontheimer Ländereien den größten geschlossenen Teil des Kommendebesitzes ausmachten. Der Orden erwarb den gesamten Ort bis auf die Gült des Heilbronner Spitals und einige Grundzinse der Herren von Gemmingen in Talheim. Der Orden hatte außerdem auch das Patronatsrecht der Sontheimer Kirche. Im Bauernkrieg 1525 schlossen sich die Sontheimer Bauern den Böckinger Bauern an. Als im Dreißigjährigen Krieg das protestantische Lager die Oberhand in der Gegend um Heilbronn gewann, zog König Gustav II. Adolf den Ordensbesitz ein und schenkte Sontheim an die protestantisch gesinnte Stadt Heilbronn.
1688 ließ Deutschordenskomtur Georg Adolf von Speth eine große Sommerresidenz östlich des Ortes errichten, die in der Folgezeit zum Quartier mehrerer Feldherren wurde. 1693 war Sontheim Quartier des Markgrafen Christian Ernst von Brandenburg-Bayreuth, blieb jedoch trotz französischen Beschusses von Kriegsschäden des Pfälzischen Erbfolgekriegs verschont. Während des polnischen Thronfolgekriegs in den 1730er Jahren war Prinz Eugen von Savoyen zu Gast im Sommerhaus, 1746 gastierte dort der kaiserliche Feldmarschall Fürst Lobkowiß. Um 1760 entstand in Sontheim außerdem noch das Landgut des italienischen Kaufmanns und Tabakfabrikanten Francesco Antonio Bianchi, vormals Diener bei der italienischen Kaufmannsfamilie Venino.
Im 18. Jahrhundert stieg die Einwohnerzahl bedeutend an. Um 1700 gab es 88 Untertanen, 1746 wurden bereits 148 Untertanen und Schutzverwandte gezählt. Auf jeden Untertanen kamen etwa 5-6 Familienangehörige.
Bei der Mediatisierung des Deutschordensbesitzes kam das bäuerliche Dorf Sontheim im November 1805 als selbständige Gemeinde an Württemberg. In der Mitte des 19. Jahrhunderts hatte Sontheim etwa 1000 Einwohner und war noch ein reines Weingärtner- und Bauerndorf.
e Industrialisierung in den späten 1860er Jahren führte zu einem raschen Wachstum, durch Industrieansiedlungen längs der Sontheimer Landwehr wuchsen Sontheim und Heilbronn praktisch zusammen. Es entstanden zahlreiche Industriebetriebe in Sontheim. Um 1900 erhielt Sontheim mit dem Bahnhof Sontheim Anschluss an die schmalspurige Bottwartalbahn Marbach am Neckar–Heilbronn Süd. Der Ort wurde außerdem auch durch eine Linie der Straßenbahn Heilbronn an die Nachbarstadt Heilbronn angeschlossen, diese wiederum wurde 1951 durch den bis 1960 verkehrenden Oberleitungsbus Heilbronn ersetzt.

Im Jahr 1900 hatte Sontheim bereits 2164 Einwohner.
1906 wurde die evangelische Kirchengemeinde (heute: Matthäuskirchengemeinde Heilbronn-Sontheim) gegründet.
Das Wachstum der Gemeinde führte zum Bau zahlreicher für die Gemeinde wichtiger Bauten, darunter das Postamt (1904), das Rathaus (1905), das Israelitische Landesasyl (1907), das Ackermannstift (1908) sowie das katholische Schwesternheim (1909). Das Wachstum der Gemeinde setzte sich unvermindert fort. 1910 hatte Sontheim bereits 2900 Einwohner, 1924 waren es 3300 Einwohner. Die beiden größten Betriebe des Ortes, Ackermann und Wolko, boten zusammen über 2000 Arbeitsplätze.
Am 1. Oktober 1938 erfolgte die Eingemeindung des damals rund 4000 Einwohner zählenden Ortes nach Heilbronn. Zwar hatte Sontheim eine gute wirtschaftliche Situation vorzuweisen und wäre aus dieser Sicht keine Eingemeindung in die größere Nachbarstadt nötig gewesen, doch hatte Heilbronn zu jener Zeit die verschuldeten Gemeinden Böckingen und Neckargartach aus wirtschaftlicher Not heraus eingemeindet und bedingte die Eingemeindung von Sontheim als finanziellen Ausgleich.
Bei den Luftangriffen auf Heilbronn blieb Sontheim im Zweiten Weltkrieg vor größeren Zerstörungen verschont. (Wikipedia)

Puhhhh, jetzt raucht aber mein Köpfle. Ich weiß nur, dass der Utzname von Sontheim – Saureiter ist.
Anscheinend gab es hier sehr viele Geschichten vom Saureiter, aber die hier gefällt mir am besten:
Ein großes Schlachtfest sollte stattfinden und wie das in einem Ort üblich ist, sind alle dabei. Der Metzger wetzte die Messer und wollte die Sau holen. Aber irgendwie wurde er der Sau nicht habhaft. So mussten die Anderen mithelfen. Es wurde eine richtige Treibjagd. Auf einmal schoss die Sau geradezu auf den Metzger zu und hat ihn auf dem Rücken mitgenommen. Der Metzger ritt rückwärts auf der Sau unter Gelächter von dannen. Hoffentlich war es nicht mein Lieblingsmetzger Braun.
Der Brunnen steht im Herzen von Sontheim. (Kurt Tassotti)
Da wäre ich gerne dabei gewesen. Nicht wegen dem Sauritt, der war zwar bestimmt ganz lustig. Aber das Wort Schlachtfest hört sich irgendwie nach Essen an. Und Essen ist meine große Leidenschaft.

Mehr Geschichten von mir und Lilli, meiner Freundin, gibt es demnächst. Wir sind dann die Superheldinnen Shedevil und Silverfox. Wir lösen Kriminalfälle in und um Heilbronn. Lasst euch überraschen.

Eure Tessa

Pfote

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Neues von den Superheldinnen

Donnerstag, 10. März 2016 von Ciao Calotta

Heute ist ein hässlicher Tag. Anscheinend regnet es heute nur einmal. Grau in Grau ist es, so sehe ich Tessa die kleine Yorkidame es, wenn ich aus dem Fenster schaue. Da bin ich aber froh, dass mich Lilli, die kleine Biewerdame, besuchen kommt. Sonst würde ich vor Langeweile sterben. Die Musik, die Frauchen gerade hört, ist wunderschön, dabei kommt man richtig ins Träumen. Sie handelt von einer verwunschenen Schwanenprinzessin. Wo habe ich denn das letzte Mal Schwäne gesehen?
Natürlich in Flein war es. Am Fleiner See. …. Chrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr

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Flein liegt als selbständige Gemeinde landschaftlich reizvoll am Südrand des Oberzentrums von Heilbronn umrahmt von Weinbergen.
Sportlich Aktive finden zahlreiche Wanderwege sowie ein gut ausgebautes Fahrradwegenetz. Vor Ort erwartet Sie ein vielfältiges Gastronomieangebot sowie Hotels und Fremdenzimmer die weit ab vom “Trubel der Großstadt” Erholung bieten. Durch die hervorragende Busanbindung an die Stadt Heilbronn und ihre infrastrukturellen Einrichtungen sowie die günstige Lage zur Autobahn Stuttgart und Würzburg liegt Flein ebenfalls sehr verkehrsgünstig zu den umliegenden Wirtschaftszentren.
Die Weinbaugemeinde besitzt eine sehr hohe Wohnqualität und bietet alle Einrichtungen einer modernen Kommune. Überwiegend Landwirtschaft und Weinbau prägen das Landschaftsbild und die Menschen des weit über die Grenzen hinaus bekannten Weinortes. Zahlreiche Vereine und Organisationen fördern das öffentliche Leben im kulturellen und sportlichen Bereich.

„ Lilli, siehst du diesen wunderschönen Schwan auf dem See?“ „Der ist ja schwarz wie die Nacht, aber er sieht faszinierend aus. Schau Tessa, er kommt auf uns zu geschwebt. „Hallo“ flötet der Schwan.“ „Hallo hübscher Schwan, wir sehen dich zum ersten Mal, wie kommst hierher zum Fleiner See?“ rufen die Hundedamen im Chor. „ Ich heiße Mila und bin eine verzauberte Labradorhündin. Eine schwarze Labraorhündin“ „Aha, daher ein schwarzer Schwan, “ piepst Lilli ganz aufgeregt. „Wer hat dich denn verzaubert hübsche Schwänin, fragt Tessa?“ „ Der Fischkönig Karl von Karpfen. Am besten ich erzähle euch die Geschichte, „ meint die Schwänin Mila.
Wir sind hier im Urlaub, mein Frauchen, Herrchen und ich. Ganz in der Nähe. In dem Gasthof Wo der Hahn kräht. Dort ist es sehr schön und ganz leckere Sachen gibt es zu essen. Der Wein soll auch sehr gut sein, wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass gegorene Weintrauben schmecken können.
Nach ein paar Tagen wollte ich mir allein ein wenig die Gegend anschauen und so landete ich nach einem ausgiebigen Spaziergang in den Weinbergen bei diesem See. Ich war sehr durstig und trank aus dem Wasser. Mein Magen knurrte auch schon und wie auf Kommando schwamm mir ein Brötchen entgegen. Es war leicht an geweicht und war schwupp von mir auch gleich verspeist. In der Not frisst der Hund halt auch trocken Brot. Plötzlich wallt eine Riesenwelle auf mich zu und ein großer Fisch mit einem goldenen Krönchen tauchte vor mir auf. „Wie kannst du es wagen, meinen Leckerbissen zu verspeisen, das wirst du bitter bereuen. Er sprach mit seiner furchteinflößenden Stimme weiter. Ich bin Karl von Karpfen, der König des Sees und noch dazu ein großer Zauberer. Ich verbanne dich hier auf den See und verzaubere dich in einen schwarzen Schwan. Du bist erst wieder frei, wenn sich jemand erbarmt und in den Ort zur Bäckerei Schützle läuft, denn von dort möchte ich ein leckeres Brötchen haben. Er hat die besten Backwaren weit und breit. Und glaube mir, ich merke, wenn das Brötchen nicht vom Schützle ist.“
„Bevor ich was sagen konnte, war er weg und ich ein Schwan, sagte Mila schluchzend. Nun gleite ich hier Tag für Tag auf dem See entlang. Freunde habe ich auch keine, denn alle anderen Tiere sind echt und nicht verzaubert. Frauchen und Herrchen höre ich dauernd nach mir rufen. Ich weiß nicht was ich tun soll.“ „ Aber wir, sagt Tessa zu ihr. Wir, die Superheldinnen Shedevil und Silverfox, retten dich. Komm Lilli, wir gehen in den Ort zur Bäckerei Schützle und holen das Brötchen.“ „ Das wollt ihr für mich tun“, sagte Mila mit zitternder Stimme. „Ja, dafür sind die Superheldinnen schließlich da“, meint Lilli.
Sofort machen sich die zwei Hündinnen auf den Weg. Bald sind sie auch mit dem Brötchen zurück. „Wir haben sogar zwei Brötchen bekommen, die Verkäuferinnen sind so lieb, aber der garstige Königzauberer bekommt nur eins. Das andere vespern wir Drei dann gemeinsam, “ meint Lilli.
Mila, die Schwänin schwimmt mitten auf den See und wirft das Brötchen ins Wasser. Augenblicklich steigt König Karl von Karpfen auf und verschlingt es in einem Happen. Gleichzeitig verwandelt sich Mila die Schwänin, in eine wunderschöne, schwarze Labradorhündin. Sie paddelt schnell zu uns Hündinnen ans Ufer und schüttelt sich trocken. Dann teilen wir uns das Brötchen auf. Es schmeckt einfach lecker. Auf dem Heimweg verspricht uns Mila nie mehr alleine zu stromern. „Ende gut alles gut“, sage ich zu Lilli.
Ding, Dong, irgendwer klingelt bei uns. Stimmt ja, Lilli kommt zu Besuch und ich habe dieses Abenteuer nur geträumt. Irgendwie Schade, aber Lilli kann ich jetzt diese Geschichte gleich erzählen. Die wird staunen.

Eure Superheldinnen

Pfote

 

 

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Die Superheldinnen und ihr 3. Fall

Montag, 29. Februar 2016 von Ciao Calotta

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„ Wir vermissen unsere Lucy schon seit einer Woche. Sie ist eine kleine Yorkidame und ein Jahr alt. Sie ist sehr verspielt und kontaktfreudig. Zuletzt wurde sie in den Weinbergen gesichtet. Bitte helfen sie uns, unsere Kleine wieder zu finden. Unsere Adresse ……..
Wie jeden Tag studiert Tessa, die kleine Yorkidame, die Zeitung. Vor allem die Nachrichten der Umgebung haben es ihr angetan. „ Ich muss glich Lilli, meine Biewerfreundin, anrufen.“ Gesagt getan. „Hallo Lilli, komm schnell vorbei, ich glaube ich habe einen neuen Fall für die Superheldinnen. Ruck zuck steht Lilli bellend vor der Terrassentür. „ Na, was habt ihr Zwei ausgeheckt? Ich muss gleich Lillis Frauchen anrufen, damit sie sich keine Sorgen macht, weil Lilli geschwanzen ist. „ Schnell Lilli, wir müssen uns beeilen, solange die Terrassentür noch offen ist und wir raus können. Unterwegs erzähle ich dir alles.“ sagt Tessa hastig.
Die zwei Hündinnen springen schnell Richtung Felder. „ Jetzt erzähle aber mal“, nörgelt Lilli. „Lucy, eine kleine einjährige Yorkidame ist verschwunden. Zuletzt hat man sie in den Weinbergen Nähe des Staufenbergs gesehen. Deshalb machen wir uns auf den Weg. „Silver Fox und She Devil, die Superheldinnen, habe den kleinen Yorki gefunden. So wird die nächste Schlagzeile in der Zeitung lauten“, berichtet Tessa. Noch über die Hauptstraße Richtung Flein und dann ein wenig neben der Straße entlang und wir sind auf dem richtigen Weg. In der Ferne sehen wir den Staufenberg, den Hausberg von Sontheim mit seinem Sandsteinpavillion.
Die Hündinnen suchen hier und da und dort, aber keiner der Gerüche roch nach der kleinen Lucy. Ab und zu sehen sie Winzer, die fleißig ihre Reben zurückschneiden und die gehäckselten Reste unten am stammverteilen. Aber von Lucy keine Spur.

Wir sind schon fast oben, da sehen wir in einem Winzerhäuschen einen seltsamen Mann mit einem kleinen Hund sitzen. Der Mann trägt eine Krone mit Weintrauben und einem Leopardenfell um die Hüften. Ein kleiner Yorki sitzt zu seinen Füßen. Neben dem Winzerhäuschen steht ein Wagen mit Holzfässern, der geschmückt ist mit Blumen und Weintrauben. Ein schaurig aussehender Kerl sitzt schlafend auf dem Kutschbock.
„Wer bist du? fragt Lilli mit zittriger Stimme. Ist das nicht Lucy?“ piepst sie hinterher.
„Ich bin Bacchus, der Gott des Weines. Der kleine Hund ist mir vor ein paar Tagen bei meinen Streifzügen durch die Heilbronner Weinberge zugelaufen. Sie ist so eine Süße. Ich habe ihr schon ein paar Kunststücke beigebracht. Hast du dir keine Gedanken darüber gemacht, dass der Hund jemandem gehören könnte und diejenigen sich Sorgen um ihn machen. Sie heißt übrigens Lucy und ist erst ein Jahr alt. „ Das habe ich nicht bedacht, sagt Bacchus kleinlaut. Wir hatten sehr viel Spaß, sind ausgiebig spaziert und haben viele Leckereien von den Winzern erhalten. Ich kontrolliere ob die Weinreben auch richtig bearbeitet werden. Jetzt im Winter muss der Rebschnitt durchgeführt werden. Vor dem Austrieb müssen die Ruten in einem runden Bogen befestigt werden. Früher sagte man zu diesen Arbeiten: biegen, pfahlen und anne machen. Bis zu 20 cm muss dann der ganze Boden bearbeitet und gelockert werden. Gleichzeitig wird das Unkraut entfernt. Im Sommer werden dann die unnützen Triebe gezwickt und die übrig gebliebenen Triebe am Pfahle festgebunden. So haben sie mehr Licht zum Wachsen und reifen. Diese Laubarbeit wird öfters wiederholt. Wenn es dann auch noch nötig wird, werden die Pflanzen mit Pflanzenschutzmittel gegen Schädlinge und Krankheiten besprüht. Mitte August fangen dann die Trauben an zu reifen. Der Winzer entfernt heutzutage einige Trauben. Er dünnt aus. Sod dass die übriggebliebenen Trauben, saftiger und süßer werden., also mehr Qualität erreichen. jetzt kommt die schönste Zeit in den Weinbergen. Die Weinleser schneiden die Trauben ab und füllen sie in Bütten und Zuber. Dann folgt ein fest mit leckerem Essen und viel Spaß. Da darf ich natürlich nicht fehlen. Zum Schluss werden in der Kelter die Beeren von den Stielen getrennt und in Pressen ausgepresst. Der Traubensaft gärt dann im Keller in Holzfässern. Nach ein paar Monaten wird dann der gewordene Wein abgefüllt.
Für die Winzer ist das harte Arbeite, aber für mich eine riesen Freude. Muss ich doch vor dem Abfüllen jeden Wein probieren. Wir hören Musik und sehen singende Frauen mit Tamburinen und Flöten auf uns zukommen. „Meine Mänaden kommen, wir ziehen weiter“, meint Bacchus zu den Hündinnen. „ Komm Lucy, wir bringen dich nach Hause zu Frauchen und Herrchen“, meint Tessa. Mit lautem jaulenden Tönen verabschieden sich die Drei. Schnell springen sie zu Lucys Zuhause. Dort werden sie herzlich begrüßt. Das Herrchen von Lucy schenkt uns zwei Knochen. Das habt ihr aber fein gemacht. Vielen Dank, sagt er. Ihr seid richtige Superheldinnen.“ Jetzt aber ganz flott heim, damit wir nicht so großen Ärger bekommen. Rein zur Terrassentür und hüpf auf das Sofa. Frauchen kommt auch schon die Treppe runter. Ärger gab es keinen, aber am nächsten Morgen stand in der Zeitung: „ Die Superheldinnen haben die kleine Yorkidame Lucy gefunden. Alle sind überglücklich.“ Und wir erst. Der Knochen ist sooooo lecker.
Eure
Superheldinnen

Pfote

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Der Chiemsee – unendliche Weiten und Möglichkeiten

Sonntag, 27. September 2015 von Ciao Calotta

Für unser Reiseziel im September haben wir uns den Chiemsee ausgesucht. Eine Woche wollten wir ihn und seine Umgebung erkunden. Einmal vor anno dazumal habe ich ihn besucht und mein Hamburger Jung kannte ihn gar nicht.

Tag 1: Unsere Ankunft am Chiemsee war nach 5 Std. stressiger Autofahrt. Aber unser Hotel “Gästehaus Westernacher in Prien” und der Blick auf den See entschädigten uns. Unser Zimmer ist schön groß und das Personal sehr freundlich und nett. Tessa unser kleiner Yorki ist gleich der Star und wird mit Leckerlis verwöhnt. Unter unserem Zimmer liegt der Gourmettempel. Bei einem Espresso und einem Stück Himbeertorte erwachten die Lebensgeister wieder. Wir beschließen das Städle zu erkunden. Mit der Zugfahrt vom Bahnhof zur Strandpromenade, der Chiemseebahn, einem leckeren Abendesse im Hotel und einem Abendspaziergang an der Seepromenade, beenden wir unseren ersten Tag.

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Tag 2: Nach einem ausgiebigen Frühstück in einem tollen Ambiente machen wir uns auf unsere Wanderung nach Gstadt. Der Weg führt uns 12 km am Seeufer entlang. Ein idyllischer Wanderweg erwartet uns. Die Sonne lacht und die Temperaturen könnten mit 25 Grad nicht besser sein. Aber auch den schönsten Weg merken wir Sesselpupser irgendwann in den Beinen. Unsere Tessa läuft fleißig und mit Freude diesen Weg. Ab und zu geht sie an den See was trinken und marschiert weiter. Bei einem feinen Essen stärken wir uns für den Rückweg per Dampfer. Die Sonnenstrahlen küssen uns auf Deck und langsam entspannen wir. Nach einem Nickerchen und einer Abendrunde an der Strandpromenade lassen wir uns Bier und Essen richtig schmecken. Alle Drei fallen müde ins Bett.

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Tag 3: Heute faulenzen wir, dachte ich. Es regnet. “Komm wir machen eine kleine Runde um Prien,” meint mein Herzele. Gesagt – getan. Sie entwickelte sich zu einer schönen, aber auch längeren Runde mit 10 km. Dafür gabe es als Entschädigung, Kaffee aus eigener Rösterei und Prinzregententorte.

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Tag 4: Au und Autsch werden uns heute begleiten. Aber erstmal werden wir ausgiebig frühstücken. Eine große Inseltour mit dem Dampfer ist für heute geplant. Chieming und die Fraueninsel wollen wir heute besuchen. Die Überfahrt nach Chieming ist herrlich. Ein kleines Städtchen erwartet uns. Hier hat man bestimmt Erholung pur. Wir entdecken einen kleinen, sehr ansprechenden Imbiss. Fisch auf dem Holzbrett und ein Radler schmecken lecker. Am Seeufer auf einem Bänkchen genießen wir die Sonnenstrahlen bis zum nächsten Dampfer zur Fraueninsel. Die Fraueninsel ist eine sehr schöne Insel. Irgendwie erinnert sie uns an die Insel Burano bei Venedig. Kleine nette Handwerkerläden führen am Weg entlang. Nach Kaffee und Kuchen schippern wir zurück nach Prien.

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Tag 5: Wir wollen heute den Ratzinger Höhenweg, der um Prien liegt, bewandern. Es soll wieder angenehm warm werden. Wir haben wirklich Glück mit dem Wetter. Also los. Wir genießen den Ausblick auf den Chiemsee von Rimsting. Den kleinen Ort verlassen wir auf einem wunderschöenen Wanderweg. Niemand begegnet uns und wir genießen die Natur. Über Greimharting wandern wir zurücknach Prien. Beim Cafe Sole in Prien, einem Geheimtipp aus dem Buch “Der Chiemgau – weiß-blau und weltoffen” gibt es selbstgebackenen Kuchen von Mama, wie uns die Tochter des Hauses erzählt. Ein entspannendens Bad im Prienavera rundet diesen wunderschönen Tag ab.

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Tag 6: Von weitem sehen wir immer die Insel von der Strandpromenade aus. Heute werden wir die Herreninsel besuchen. Mit dem Dampfer fahren wir hinüber. Wir entschließen uns für einen etwas versteckten Weg. Es ist ein Weg zum Träumen. Er lädt uns auf einen Spaziergang ein. Schnell noch um die Ecke und wir sehen das Ende der Achse zum Chiemsee und in der Ferne das Schloss, welches Ludwig II erbauen ließ. Wir flanieren die 900m lange Allee entlang. Der König Ludwig hat sich da mal wieder ein edles Plätzchen ausgesucht. Opulent dekorierte Brunnen mit Wasserspielen und fantastisch aussehenden Figuren. Das Schloss innen konnten wir leider wegen Tessa nicht besuchen. Langsam schlendern wir zur Anlegestelle und setzen wieder nach Prien über.

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Tag 7: Nocheinmal leckeres Frühstück, einen Spaziergang an der Strandpromenade und dann machen wir uns auf den Heimweg.

Fazit: Wir haben für den Juli 2016 ein längeres Wochenende gebucht. Dem Hamburger Jung hat es sehr gut gefallen. Besonders die Freundlichkeit gegenüber Hunden gilt zu erwähnen, das ist nicht überall so.

Der Chiemsee liegt landschaftlich sehr schön. Man hat viele Wandermöglichkeiten. Vom Seeuferspaziergang bis zur Almwanderung (beim nächsten Mal) und Gipfelbesteigung. Der Wassersport (Segeln) kommt nicht zu kurz und das Essen ist ein Genuß. Ausflüge nach Rosenheim, München, Salzburg sind schnell erreichte Ziele.

Eure

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