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Herzlich Willkommen Shirley

Seit 4 Wochen bist du nun bei uns Zuhause kleine Shirley. Du bist ein Havaneser/Lahsa Apso Mischling und so lieb, Wir alle lieben dich. Vor allem deine Tessa.

Seit 11 Jahren lebt Tessa, unsere Yorkihündin, bei uns. Wir hätten nicht gedacht, daß sie dich so schnell annimmt. Aber mit deinem Charme und deinem lieben Wesen hast du sie für dich gewonnen.

Bei Lilli. unserer Biewer-Pflegehündin, dauert es etwas länger. Aber seit Neuestem spielt ihr schon sehr schön miteinander und der Rest, wie kuscheln, wird auch noch.

Herrchen und Frauchen bewegen sich auch viel mehr beim Gassi gehen. Das tut ihnen gut.

Alle sind glücklich mit dir. Danke, süßer Schatz.

 

 

        

Käsfüß'le

Heute Abend spielen wir mal wieder Binokel. Es ist ein altes süddeutsches Kartenspiel. Wir spielen es zu viert. Das Verliererpärchen zahlt in ein Käss'le. Wenn dann genug zusammen gekommen ist, gehen wir Vier nett Essen. 

Als kleinen Snack so nebenher backe ich Käsfüß'le.

Wenn man keine Käsefußausstechform hat, kann man natürlich auch andere Plätzchenausstechformen wie z. B. Kreise verwenden, oder man schneidet einfach mit dem Messer Quadrate oder andere Formen vom Mürbteig aus. Der Käsemürbteig ist zudem leicht zubereitet.

Zutaten:

220 g Mehl

1 gestrichener TL Salz

1 gestrichener TL Paprikapulver edelsüß

1 gestrichener TL Backpulver

110 g kalte Butter

80 g fein geriebener Hartkäse (Edamer, Gouda, Bergkäse…)

1 EL Sahne

1 Ei

1 Eigelb und ca. 1 – 2 EL Sahne zum Bestreichen
Zum Verzieren je nach Geschmack:
Kümmel, Sesam, Pizzagewürz, Rosmarin, Käse

Herbstgedanken

Morgens ist es zwar recht kühl, aber dann lässt die Sonne ihre wärmenden Sonnenstrahlen durch die Äste der Bäume spicken.  Die Autos sind mit mit einer weißen, durchsichtigen Schicht Reif eingehüllt, der sich beugend den Sonnenstrahlen überlässt.Bei jedem Hauch sieht man den Atem, der sich in die Luft wie eine Sprechblase einbringt. Farben von zartem Ockergelb, warmen Orange, kräftigem Rot und sattem Braun tragen  die Blätter als Kleid der Bäume. Kastanien und Nüsse liegen am Wegesrand und möchten beachtet werden. Das schon gefallenen Laub auf dem Weg raschelt geheimnisvoll unter dem Tritt des Fußes. Ein Lächeln zaubert sich auf mein Gesicht. Herbst, was bist du für eine wunderschöne Jahreszeit.

Sabine Stern

 

 

San Giulian - Ortasee

3 min read

 

Der Ortasee, früher Cusius, liegt landschaftlich reizvoll in einem südlich ausgerichteten ehemals stark bewaldeten Tal im nördlichen Piemont, einem der wirtschaftlich stärksten Regionen Italiens. Im Norden befindet sich mit dem Ort Omegna die größte Ansiedlung am See, weiter im Süden stellt Orta San Giulio das positive Zentrum des Tourismus und den aktuellen Namengeber des Sees. Der Ort beherbergt mit den Sacri Monti sogar ein UNESCO-Weltkulturerbe. Ganz in der Nähe befindet sich die einzige Insel des Sees, die Isola San Giulio, die mit einem bedeutsamen Kloster und einer einmaligen Lage viele Besucher anzieht und begeistert. Weiter nördlich folgen einige kleinere Ortschaften mit Hotels, Ferienwohnungen und teilweise schönen Campingplätzen, die größtenteils direkt am See liegen. Das Seeufer ist zum Teil befestigt, so dass der Zugang über Stufen erfolgt, v.a. im Süden wurden einige Kiesstrände auch mit Sand aufgefüllt. Insgesamt fällt auf, dass die Wasserqualität des Ortasee sehr hoch ist, das Wasser ist klarer und frischer als an jedem anderen oberitalienischen See. Auch die Farbe des Wassers erinnert bei günstigen Sonnenkonstellationen stellenweise ans Meer: azur, absolut klar, Sicht bis auf mehrere Meter hinunter. Der Lago d’Orta misst an seiner tiefsten Stelle 143 m, bei seinen geringen Ausmaßen eine beeindruckende Zahl.

Flughäfen gibt es in Mailand, Bergamo und Verona

Sacro Monte di Orta : Pilgerstätte für Zehntausende im Jahr. Über der Stadt stehen insgesamt 100 Kapellen und Kirchen zu Ehren des heiligen Franziskus.

Isola San Giulio: Außerordentlich schöne Insel mit bewegter Vergangenheit. Ehemaliger Bischofsitz von Novara. Ein geistliches Seminar arbeitet noch heute dort.

Der Legende nach wurde Ende des 4. Jahrhunderts das Christentum eingeführt. Die griechischen Brüder Julius (Giulio) und Julian aus Ägina kamen in die Gegend und zerstörten mit Einverständnis des Kaisers Theodosius alle heidnischen Tempel, um an ihrer Stelle Kirchen zu bauen. Als sie 99 Kirchen errichtet hatten, wollten sie die Hundertste bauen, in der sie auch begraben werden wollten. Julius ließ seinen Bruder in Gozzano zurück, einer Ortschaft am südlichen Ufer des Sees, und machte sich auf den Weg nach Norden. Sein Ziel war eine kleine unbewohnte Insel auf dem See, die von Schlangen und Drachen heimgesucht war. Er breitete seinen Mantel auf dem See aus und erreichte die Insel, vertrieb die Schlangen und Drachen und baute dort seine hundertste Kirche ungefähr an der gleichen Stelle, wo die Basilika von San Giulio heute ist. 392 wurde er dort begraben.

Wir haben uns in der Ferienwohnung Angolo sehr wohl gefühlt. Stefano ist ein sehr höflicher und zuvorkommender Gastgeber. Geheimtipp das Restaurante Ca' Mea.  Der See hatte angenehme Badetemperaturen.

     

             

     

 

 

Meine Oktober-Geschichte

3 min read

 

Ich bin ein kleiner Laternenkürbis und heiße Rudi. Wir Kürbisse sind die größten Früchte im Pflanzenbereich. Von meinen Freunden unterscheide ich mich in der Form, Farbe, Größe, Außenhaut und dem Fruchtfleisch. Wir wachsen rankend und auch kletternd über den Boden im Sommer.
Vor ein paar Tagen kam der Herbst mit großen Schritten und zauberte wunderschöne, warme Farben in die Natur. Er erzählte uns Kürbissen, dass es an der Zeit wäre erwachsen zu werden und dass wir geerntet werden könnten. Bloß was ernten ist, sagte er uns nicht.
In den Morgenstunden ist es nun auch schon recht frisch, aber über den Tag werden wir von wärmenden Sonnenstrahlen liebkost. Am Abend sind wir dann ganz müde vor lauter Wachsen. Erwachsen zu werden strengt nämlich ganz schön an. Auch uns Kürbisse.
Viele Menschen kamen heute schon sehr früh und haben uns gepflückt und in ein großes Ding aus Blech mit vier Rädern verladen. Ein riesengroßer Mensch meinte: “Die Ernte sei gut ausgefallen.” Das war also ernten. Was passiert mit uns als nächstes?
Ich spüre warme Finger auf meiner Haut und werde dann auch schon sanft in einen Korb gelegt. Kürbine, eine cremefarbene Butternut-Dame gesellt sich zu mir. Marie ein ganz feiner, orangener Hokkaido-Kürbis wird auch zu uns in den Korb gelegt. Vittorio, ein Festival und Rosetta, eine quirlige Zierkürbisdame, sowie der kleine Spaghetti Alfredo und dessen neue französische Freundin Chantal Riesenkürbis vervollständigen die Runde.
“Hallo, ich möchte auch noch mit,” sagt eine sonore Stimme aus nächster Nähe. Es ist Balduin, der Moschus-Kürbis.
“So ihr Hübschen, jetzt fahren wir nach Hause” hören wir eine angenehme, fröhliche Stimme sagen.
Vittorio, der Kürbis von Welt meint zu uns: “Wer so eine tolle Stimme hat, kann nicht’s Böses mit uns im Sinn haben”. Zustimmend wackeln alle.

“Aber, aber – irgendwie habe ich Angst”, meint Kürbine. Ich habe soviel Schreckliches gehört. Da hat man welchen von uns Kürbissen die Haut abgezogen und sie dann eingehobelt und auf offenem Feuer gegart. “Terrible, das ist ja furchtbar” jammert Chantal und zittert.
Auf einmal geht ein Ruckeln durch den Korb und er wird mit uns hochgehoben. Wir werden ziemlich durchgeschüttelt. Alle knirschen und quietschen vor Angst.
Plötzlich ist es ganz ruhig und still. Auch wir Kürbisse geben keine Mucks von uns. Ich spüre wieder die warmen Finger. Ich, Rudi, komme zuerst dran. Mutig strecke ich mich durch und erwarte mein Schicksal.

“Freunde, ich kann richtig sehen! Ich habe Augen und mit denen kann ich sehen. Ist das klasse. Die Welt um mich herum ist so schön und so bunt. Nicht’s Schreckliches passiert mit uns, im Gegenteil. Wir bekommen nur ein Gesicht gemalt und werden zur Schau in den Garten gestellt. Nur kitzeln tut es ganz doll und ich muss lachen."

 

Darf ich bitten

Es ist schon fast 9 Uhr. Jetzt aber hurtig.

Drei neue Tänze habe ich vorbereitet und ein paar werden wir
wiederholen. Schnell die Treppe hinauf und in den kleinen Saal.

Dreierschritt, Walzerschritt, Pendelschritt, Kolofassung im Frontkreis –
das ist der Trias schwirrt es mir im Kopf herum. Leise summe ich die
Melodie vor mich hin.

Frau Böhlke hat schon einige Stühle aufgestellt. Wie früher in der
Tanzstunde. Eine Reihe am Fenster und gegenüber auf der anderen
Saalseite die andere Reihe.

Und schon kommen sie – meine Tanzmädels. Pünktlich wie immer und schick
sehen sie wieder aus.

Heute sind es 20 tanzfreudige Seniorinnen, die mich erwartungsvoll
anschauen. Erstmal ein Geburtstagsständchen für Frau Elstner, die am
Montag ihren 78 Geburtstag feierte. Sie verteilt an alle etwas Süsses.
Das ist so Brauch an Geburtstagen.

Karle, die Schlossmaus habe ich heute als Geschichte zum vorlesen und
zur Einstimmung gewählt.

Und dann tanzen wir: Langsamen Walzer, internationale Volkstänzen und
alte Deutsche Tänze.

Zum Schluss gleite ich mit Frau Schütz, einer rüstigen 90 Jährigen, zu
einem Walzer übers Parkett.

Die Zeit ist wie im Fluge vergangen und es war wieder wunderschön.

Danke meine werten Damen.

Seit 1 1/2 Jahren gebe ich nun Tanzen im Sitzen im Seniorenheim ehrenamtlich. Ich stimme die Choreografien auf die teilnehmeden Senioren ab. Nach einem halben Jahr haben wir noch einen neuen Kurs dazugenommen, der für nicht ganz so Rüstige ist. Mittlerweile setzen wir die Standardtänze um, unterhaltssame Bewegungsgeschichten. machen Yoga. versuchen uns im orientalischen Tanz und entspannen zu Autogenem Training und Muskelentspannung nach Jacobsen.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich den Damen und Herren soviel Freude mit meinen Choreographien machen kann. für mich selber ist es eine wunderbare Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte.

 

 

 

 

Reiki

Was ist Reiki?

Reiki (sprich: Ree-Kii) ist eine sehr alte Heilmethode, die vor über 2500 Jahren schon in den alten Sanskrit-Sutras erwähnt wurde und im 19. Jahrhundert von Dr. Mikao Usui, einem buddhistischen Mönch aus Japan, wiederentdeckt wurde. Seither wird auch vom Usui-System des Reiki gesprochen.
Das Wort „Reiki“ ist ein japanisches Wort und bedeutet „universale Lebensenergie“.

Reiki ist eine sehr alte, natürliche Entspannungsmethode, die zurHarmonisierung des Energiehaushaltes führt. Reiki ist eine Methode des Handauflegens zur Stärkung und Regenerierung von Körper, Geist und Seele. Es kommt ein Energiefluss zustande, der als Wärme, Kribbeln oder auch als Pulsieren wahrgenommen werden kann.

Wie wirkt Reiki?

Reiki bringt Körper und Geist ins Gleichgewicht und wirkt auf allen Ebenen: der körperlichen, geistigen, emotionalen und seelischen Ebene. Reiki fördert die Selbstheilung, kräftigt Körper und Geist, löst Blockaden auf, reinigt von Giften, gleicht die Kraftzentren (Chakren) und Energiebahnen (Meridiane) aus, stellt die Harmonie wieder her und fließt in unbegrenzter Quantität. Durch Reiki erfährt man spirituelles Wachstum, Umwandlung und geistige Segnung.

Behandlungsablauf:
Ich habe den Meistergrad in Reiki und Engels-Ki und der Wirbelsäulenaufrichtung. Wenn ihr euch für die Behandlung mit Reiki entscheidet, gebt euch ihn geübte Hände.

Am beliebtesten und bewährtesten ist eine Reiki-Ganzbehandlung, die ca. eine Stunde dauert.

Auf einer Liege, in angenehmer Atmosphäre und leiser Entspannungsmusik findet die Behandlung statt. Nun kann man es sich in bekleidetem Zustand auf der Liege bequem machen. Schmuck und einengende Kleidungsstücke sollten aber besser entfernt bzw. geöffnet werden. Wenn das geschehen ist, bleibt nichts mehr weiter zu tun, als zu entspannen und loszulassen.
Während der Behandlung werden die Hände auf bestimmte Körperstellen direkt aufgelegt oder in einigem Abstand darüber gehalten, zuerst vorn, später auf dem Rücken. So wandern die Hände des Reiki-Gebenden den Körper entlang.

Wie oft man eine Reiki-Behandlung durchführen sollte, ist eine Ermessensfrage und hängt von den individuellen Bedürfnissen ab.

 

Heilsteine

Mich erfasste die Faszination und Liebe zu den Steinen schon in meiner Kindheit. Und mit den Jahren beschäftigte ich mich immer mehr mit Edelsteinen und ihrer Heilwirkung.

Mit Edelsteinen zu arbeiten ist eine uralte Tradition unserer Vorfahren, die in der heutigen Zeitepoche neu entflammt ist. In allen Religionen und Völkern der Erde nahmen in Vorzeiten eine besondere Stellung ein. In der Steinzeit wurden Steine von Menschen als Werkzeuge oder zum Feuer schlagen, oder als Waffe für die Jagd oder zum Kampf benutzt. Auch wurden Steine als Schmuck und zu magischen und kultischen Zwecken eingesetzt.

Im 8. Jahrhundert finden wir eine der ersten Vorkämpferinnen, die Heilige Hildegard von Bingen. Sie war von der Kraft und heilenden Wirkung der Steine überzeugt. Sie heilte mit Edelsteinen viele Menschen.

Aus Erfahrung wissen wir, dass die Edelsteine Hilfe bringen können. Selbst bei Menschen, welche nicht daran glauben, schenken die Edelsteine ihre Hilfe. Sei dies durch Tragen auf dem Körper oder durch Aufstellen eines Edelsteine in einem Raum.
Edelsteine sind vom atomaren Aufbau her sicherlich etwas vom Perfektesten auf dieser Welt und gelten als Träger hochstehender Energien.

Jedem Stein wird eine andere Wirkung nachgesagt.
Dem Calcedon zum Beispiel wird besonders im Halsbereich Heilkraft zugesprochen. Er kühlt und entzieht aufgestaute Energie. Der Chalcedon wird auch oft als Rednerstein bezeichnet, deshalb sollten Menschen, die viel reden müssen diesen Stein bei sich tragen.
Der Mondstein soll hingegen generell beim Lösen von Blockaden helfen. Er hilft auch bei Menstruations- und Wechseljahrebeschwerden. Ein wahrer Frauenstein.

Edelsteine sind ein Wunder der Natur. Sie ersetzen aber keinen Besuch beim Arzt oder dem Heilpraktiker!
Wenn man sich für einen Heilstein in Form von Trommelsteinen, Handschmeichlern oder gar größeren Exemplaren, wie Drusen – entschieden hat, sollte man zuerst prüfen ob der Körper überhaupt auf den jeweiligen Stein reagiert. Bleibt der Stein auch nach längerer Zeit kalt in der Hand, so kann man davon ausgehen, dass dieser Stein von Körper und Seele abgelehnt wird. Ein Kribbeln, Prickeln in den Händen zeigt, dass der Körper auf den Stein reagiert. Wird es nach einiger Zeit in Ihrer Hand warm, angenehm heiß, oder pulsiert der Stein, so wirkt der Stein.

 

 

Empire - Sturm und Drang - Klassik

Die französische Revolution beendete das leichtfertige Treiben der
Rokokogesellschaft. Philosophische Ideale und die Antike mit ihren
klaren Formen sind nun Vorbild in allen Bereichen.

Als Franzosenzeit wurde – vor allem in der deutschsprachigen Literatur des 19. Jahrhunderts – die Epoche der französischen Herrschaft über große Teile Europas zwischen 1792 und 1815 (Napoleonische Kriege) bezeichnet. Sie wurde oft mit der Regierungszeit Napoleon Bonapartes gleichgesetzt und meinte insbesondere die Zeit der französischen Besatzung großer Teile des damaligen Deutschland, ihrer direkten Zugehörigkeit zum französischen Kaiserreich oder zu napoleonischen Vasallenstaaten wie dem Königreich Westphalen. Die Franzosenzeit endete mit Napoleons militärischer Niederlage in der Schlacht bei Waterloo 1815.



MODE:

 

Obwohl sich die Rolle der Frau an dem, was man unter Antike verstand,
orientiert, Frauen auch in philosophischen Zirkeln mitdebattieren,
sollen sie doch auf der anderen Seite weiterhin zarte und sanfte Wesen
sein- und weiblich, weiblich, weiblich.

Die zeitliche Einordnung des Empire, bzw. des englischen ****Regency,
liegt relativ eng in den Jahren zwischen 1795 und 1820, wobei sich das
Regency im Großen und Ganzen, wie auch in den Jahrhunderten zuvor, durch
größere Vernunft bei Schnitten und Stoffen auszeichnet. Die Kleidung des
Empire kopiert in weiten Grenzen ebenfalls die antiken Vorbilder – oder
das, was man dafür hielt. Grundlage ist immer das weich fließende, hoch
gegürtete weiße Chemisenkleid aus feinster und dünnster Seide oder
indischem Baumwoll-Mousseline. Es umspielt den Körper bei jeder Bewegung
und stellt auf diese Weise durch den Gegensatz aus scheinbar strengem
Schnitt und scheinbar unschuldigem Weiß die nahezu erotischste
Kleiderform der gesamten Modegeschichte dar. Die Schuhe dazu bestehen
aus einer hauchdünnen Ledersohle und sind mit Bändern das Bein hinauf
geschnürt – wieder ganz nach antikem Vorbild.

Vorreiter bei dieser Mode sind (natürlich) die Französinnen, bei denen
es Wettbewerbe um das leichteste Kleid gab (die Kleider wurden
tatsächlich ausgewogen). Man trug als Unterwäsche lediglich ein
hautfarbenes Trikot, und es sind entrüstete Berichte biederer deutscher
Frauen berichtet, in denen die „nackte Mode“ im Sündenbabel Paris
gebrandmarkt wird. Die Kehrseite der Medaille sind reihenweise schwer
unterkühlte bzw. an Erkältungskrankheiten gestorbene junge Frauen, die
auch im Winter nicht mehr als ein Umschlagtuch über diesen hauchzarten
Kreationen trugen, und die in den eiskalten, nahezu unbeheizten
Schlössern ausharrten – und das nicht nur in Frankreich, sondern auch im
von Frankreich geprägten Petersburg. Neuere Forschungen haben ergeben,
dass ein guter Teil der „Schwindsüchtigen“ der damaligen Zeit (die man
bislang als Tuberkulosetote interpretierte) ganz einfach den Kälte – und
Grippetod erlitten. Bezeichnenderweise trugen alle diese Erkrankungen
den summarischen Namen „Musselinkrankheit“ nach dem hauchdünnen
Baumwollstoff, aus der die Kleider bevorzugt zu sein hatten. Zum Hof
wird die Chemise mit einer mehr oder weniger langen Schleppe ergänzt,
die reich bestickt ist, und ein zeremonielleres, „angezogeneres“
Kleidungsstück darstellt. Die Länge der Schleppe von Courschleppe und
Chemise ist streng reglementiert. Sie hängt vom Status ihrer Trägerin
ab, und geht durchaus bis hin zu vier Metern. Es ist leicht vorstellbar,
wie schwierig es war, eine Viermeterbahn hauchzarter Seide durch einen
mit Möbeln und Menschen bestückten Raum zu lotsen (von denen der
weibliche Teil ja ebenfalls Schleppe trug), ohne wesentliche Teile des
Mobiliars umzureißen, oder sich mit einer der anderen Damen zu
verheddern.

Anmut und Grazie waren jedoch ein derart wesentlicher Teil des
weiblichen Lebens, dass in vielen langen Stunden derartige Unterfangen
ausgiebig geübt wurden. Genauso geübt wurde übrigens das malerische
in-Ohnmacht-sinken, eine Tat, bei der die Schleppe auch noch gefällig um
den scheinbar leblosen Körper drapiert werden musste.

Die Männerkleidung im Empire erfährt nur einen erheblichen Bruch: Die
Kniehosen werden zugunsten der „Sansculottes“, der langen Hosen
aufgegeben. Ansonsten wird sie lediglich weniger farbenprächtig als im
Rokoko, und Farben und Schnitte ähneln schon sehr der heutigen
Herrenmode.

In Anlehnung an die weißen Statuen wurde Weiß eine der beliebtesten
Farben; extrem hohe Taillen und schmale Silhouetten zeichneten ansonsten
das Bild der typischen Empiregarderobe einer modischen Dame aus. Herren
trugen ebenfalls Fräcke mit hoher Taille.

TÄNZE:

Die Tänze des 19. Jahrhunderts sind nicht mehr kunstvoll, nicht mehr
raffiniert. Sie sind ausgelassen und wild. Außerdem führte der Mangel an
Herren, der infolge der napoleonischen Kriege an den Höfen herrschte,
dazu, dass Choreografien bevorzugt wurden, in denen ein Herr mit zwei
Damen tanzte, so z. B. die Douze, ein Gruppentanz für vier Herren und
acht Damen, oder der Trioletwalzer, dessen „Paare“ aus jeweils einem
Herrn und zwei Damen bestehen. Unter den Tänzen wurde besonders der
Ländler beliebt, der Dreher oder Deutscher sind der gleiche Tanz. Er ist
langsamer als der Walzer und das Paar dreht ständig, aber ohne enge
Paarfassung.

Das Entsetzen über Walzer, die Sorge vor allem um das Wohl der Mädchen
und unterschiedliche Begründungen finden sich in vielen Schriften der
Zeit. Warum die Angst? Es wurde ausschließlich 800 Jahre lang offen
getanzt und nun kommt der Walzer mit einer engen Paarfassung und seinen
raschen Drehbewegungen. Die zündende Kraft der Musik von Johann Strauss
und Weber, Chopin und vielen anderen Komponisten machten ihn so populär
und beliebt. Er war ein Bürgertanz und löste am Hof Empörung aus. 1793
tanzten ihn bei ihrer Doppelhochzeit die spätere Königin Luise und ihre
Schwester. Auf dem Wiener Kongress lockerten sich dann die Sitten mit
Rücksicht auf die ausländischen Gäste. Der Kongress tanzt – natürlich
Walzer. Aber es gab immer noch Ausnahmen. Der Walzer galt nicht überall
als hoffähig.

Englisch – Tanzen war der Oberbegriff für alle Contretänze. Ein
bekannter Englischer ist die Quadrille und eine Sonderstellung nimmt die
Cotillon ein, die gerne ein Fest beschließt.

Das Tanzfest eröffnet eine Polonaise. Der Tanz wurde schon im Barock
getanzt. Wegen seines kriegerischen Ausdrucks mit stampfen und
Stechschritten passte er vom Charakter nicht in diese Zeit. Erst wieder
im 19.Jahrhundert, als berühmte Polonaisen komponiert wurden hielt sie
wieder Einzug.

Die Mazurka wurde zu einem Gesellschaftstanz. Sie war ein polnischer
Nationaltanz. Ein so genannter Stiefeltanz mit Hackenknallen.

Ein böhmischer Nationaltanz ist die Polka. Auch sie wurde bekannter als
sich ihr namhafte Komponisten annahmen. Ein bekannter Wechselschritt mit
Nachhüpfer, herausstrecken der Hacken mit einem überkreuzen der
Fußspitze und einem Mitwiegen des Oberkörpers zur jeweiligen Seite.

Zum Schluss der Galopp. Wer ihn tanzte kam so aßer Atem, dass er eine
Pause einlegen musste. Er wurde in einfachen Anstellschritten durch den
Saal oder auch an seiner Peripherier entlang getanzt

Im 19. Jahrhundert tanzt der Adel wie das Volk. Freiheit, Gleichheit,
Brüderlichkeit.

Das Rokoko

 

Ausgangspunkt ist Frankreich. Der Name entstammt dem französischen Wort Rocaille (Muschelwerk, Steingarten) und bezeichnet ein immer wieder auftretendes Ornamentmotiv, das sich durch Asymmetrie von barocken Formen unterscheidet.

Im Barock hatte Ludwig XIV. von Frankreich sein Leben zum öffentlichen Ereignis gemacht, um den Adel am Hofe zu halten und durch Gunstbeweise oder -entzug zu lenken. Im Rokoko fand eine Gegenbewegung mit einem Rückzug ins Private statt (höfischer Eskapismus). An die Stelle monumentaler Machtentfaltung und kraftvoller Dynamik des Barock traten nun kultivierte Lebensführung und ein leichtfüßiges, feinsinniges Lebensgefühl, gepaart mit vornehm-zarter Sinnlichkeit und galanten Umgangsformen.

Dekor ist alles. Das frivole Treiben am Hofe bestimmt Mode und
Lebenseinstellung weiter Schichten. Phantasievolle Maskenfeste lösen
einander ab und keine Dekorationsidee ist zu kühn oder zu verrückt. Die
Vergänglichkeit des Augenblickes wird gefeiert. Gleichzeitig beginnt
aber auch der Aufbruch in die Aufklärung, eine entschiedene Abkehr von
Kirche und Religion, eine Hinwendung zu Philosophie und Wissenschaft. In
diesem Spannungsfeld sind Frauen einerseits fröhliche, verspielte,
betont erotische Geschöpfe, anderseits aber auch Mäzeninnen und
Vorreiterinnen der neuen Ideen.

Die Farben der Kleidung sind – wie alles in dieser Gesellschaft – aufs
höchste verfeinert. Zarte Pastelle schimmern in glänzenden Seiden- und
Moiré -Stoffen mit dem leuchtenden Weiß kostbarster Spitzen um die
Wette. Aufwendigste Stickereien von oft hochdotierten (aber leider
selten bezahlten) Stickerinnen zieren Kleider, Westen und Jacken. Ein
Hofkleid kann durchaus den Gegenwert eines gesamten Landgutes haben,
gute Spitzen sind teurer als Diamanten und werden auch als Halsschmuck
getragen.Die Schnitte sind weit und üppig, oft verspielt und gerne mit
großem Dekolletè. Die Frauenkleider behalten die Aufteilung in
Jupe(Unterrock) und Manteau (Oberkleid) bei, die sie im späten Barock
hatten. Daneben entwickelt sich aus dem „Negligé“, einem sackartigen
Hausgewand, das aber sehr wohl über Schnürmieder und Reifrock getragen
wurde, die „Adrienne“. Diese ist ein Zwischending beider Kleiderformen,
in dem das weite Negligé noch durch eine am Halsausschnitt angesetzte,
reich gefaltete und nahtlos ins Kleid übergehende Schleppe erhalten ist.
Dieser Schnitt nennt sich „Wattaufalte“, nach dem gleichnamigen
französischen Hofmaler, auf dessen Gemälden diese Kleiderform häufig zu
sehen ist. Die Rockformen gehen vom runden Reifrock bis hin zum extremen
Queroval der „Grande Parure“ genannten prunkvollen Hoftoilette mit
meterlangen seitlichen „Auslegern“. Anderseits wurde am Ausgang des
Jahrhunderts das knöchelkurze Kleid „a la Polonaise“ modern, eine
Kleiderform, die wiedergibt, was sich die höfische Gesellschaft zur Zeit
Marie Antoinettes so unter einem Kleid einer Schäferin vorstellte.

Lediglich die kühleren Briten lassen sich nicht ganz mitreißen und
entwickeln ihren eigenen, Praktischeren und tragbaren Stil. Die Schnitte
bleiben gemäßigt, Kapriolen und Extreme finden keinen Eingang in die
englische Kleidung. Die Modeszene würdigt das, indem sie die
verschiedenen Kleiderformen als „a la Francais“ (d.h. mit querovalem
Reifrock, Wattaufalte und großem Aufputz) und „a la Anglais“ (d.h. mit
relativ kleinem runden Reifrock und einfachem Schnürmieder) benennt. In
England entwickelt sich gegen Ende des Jahrhunderts bereits vor der
Französischen Revolution die Vorstufe zum hoch gegürteten Empirekleid
mit nach oben versetzter Taille, die ohne Reifrock getragen wurde – eine
Tatsache, die kaum bekannt ist.

Die Männerkleidung behält die „Justaucorps“ genannte lange Jacke mit
großen Ärmelaufschlägen bei, die lediglich im Laufe der Zeit etwas
schlanker in der Silhouette wird, und die zusammen mit langer Weste,
Spitzenhemd und Kniehose die in Europa einheitliche Tracht darstellt.
Auch hier tragen Engländer schon relativ früh eine weniger opulente
Version mit noch schlankerer Jacke mit kleineren Ärmelaufschlägen, ohne
große Stickereien oder Spitzenmanschetten. Sie ähnelt schon sehr der
späteren Empire- und Biedermeiertracht.

 

Die Hofkleidung ist derart teuer (und unbequem), dass sie auch nur zu
offiziellen Anlässen getragen wird. Zu Hause legt man sofort Kleid oder
Herrengala und die Perücken ab und trägt Negligé oder wattierten
Schlafrock und Schlappen. Den Kopf bedeckt eine Haube oder Nachtmütze,
denn der Kopf war oft der Perücken wegen kahl rasiert, aber auch damit
man die Krätze besser behandeln konnte.

Phantasievoll wie alles in dieser Zeit sind im Übrigen auch die Namen
der Stoff-Farben: Floh (spezifiziert nach alter und junger Floh,
Flohrücken, Flohschenkel usw.), vergifteter Affe und sterbender Affe,
Nönnchenbauch, Pipi von Dauphin oder Gossendreck sind einige davon. Im
Gesicht und Dekolleté werden die berühmten „Mouches“, die schwarzen
Schönheitspflästerchen getragen, von denen ebenfalls jedes einen
bestimmten Namen und eine Bedeutung erhält (das leidenschaftliche wird
am Augenwinkel angebracht, das galante sitzt mitten auf der Wange, das
kokette gehört an den Mundwinkel, das mörderische schließlich trägt man
am Busen).

Genauso mußte man den Fächer beherrschen. Auch für ihn gab es eine
Sprache (über die Wange gleiten lassend – Ich liebe Dich!, weit öffnend
– Warte auf mich!, öffnend und schließend – Du bist grausam! usw.).

Bei den Herren wird die naturfarbene lockenreiche und extrem warme
Allongeperücke des späten Barock abgelöst durch kleinere Perücken
unterschiedlichster Form, die fast ausschließlich weiss oder grau
gepudert werden.


TANZ:

Die Rokokozeit ist die graziösere und leichtere Abart des Barock.

Das Menuett war der Tanz des 18. Jahrhunderts. Er galt über hundert
Jahre als der schönste und schwerste Tanz und wird als einziger Satz in
die Sonatenkomposition aufgenommen. Aber das Menuett ist kein Tanz für
jedermann, denn es verlangte eine vollendete Körpertechnik, die man nur
durch jahrelangen Tanzunterricht erreichen konnte. Mit ihm drückte man
Würde, Eleganz und blasierte Müdigkeit aus.

Allein in Paris gab es damals ca. 300 Tanzmeister, die alle gute
Einnahmen hatten. Menuette wurden zu zweit, zu viert oder zu acht
getanzt. Es wurde noch symmetrisch, mit Schritten, die eine liegende
acht beschrieben, dann wurde ein S daraus, später eine 2 und schließlich
das Z.

Mit der Französischen Revolution wich alles Geschnörkelte und die
Künstlichkeit.